HessenMehr Tempo für den Mobilfunkausbau

[05.06.2026] Das Land Hessen hat beim diesjährigen Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften geschlossen, um den Bau neuer Mobilfunkstandorte zu erleichtern und digitale Genehmigungsprozesse voranzubringen. Auch beim Glasfaserausbau meldet das Land Fortschritte.
Ktistina Sinemus auf der Bühne beim Gigabitgipfel 2026; roter Blazer, cyanfarbene Bühne

„Die Zukunft Hessens hängt maßgeblich von unserer Fähigkeit ab, die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten. Dazu gehören die Nutzung und Förderung innovativer Technologien wie Künstliche Intelligenz, vor allem aber der weitere konsequente Ausbau der digitalen Infrastruktur“, sagte Kristina Sinemus.

(Bildquelle: HMDI/Jana Kay)

Beim Gigabitgipfel Hessen 2026, dem inzwischen 16. Treffen der Akteure für Ausbau und Weiterentwicklung der digitalen Infrastrukturen im Land, trafen sich Ende Mai nach Angaben des Hessischen Ministeriums für Digitales und Innovation (HMDI) mehr als 1.100 Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Land, Kommunen, Politik und Verbänden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die im Wiesbadener RheinMain CongressCenter stattfand, standen die Themen Mobilfunk- und Breitbandausbau sowie Rechenzentren; zudem wurde der Telekommunikationstag Hessen ins Programm integriert. Erstmals wurde bei dem Gipfel auch über digitale Souveränität diskutiert. Dabei ging es um Datenschutz, Datensicherheit und die Integrität von Systemen nach europäischen Regeln.

Sprung auf Rang zwei im Ländervergleich

Wie das HMDI meldet, kommt Hessen beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gut voran. So hat das Land laut Bitkom-Länderindex seine Position in der Kategorie Digitale Infrastruktur auf den zweiten Platz verbessert (2024: Platz 8) – die Spitzenposition unter den Flächenländern. Um den Mobilfunkausbau weiter zu beschleunigen, unterzeichnete Digitalministerin Kristina Sinemus beim Gigabitgipfel einen Infrastrukturpakt mit sechs Mastinfrastrukturgesellschaften, die für den Bau von Mobilfunkstandorten zuständig sind. Der Pakt soll ausbaufreundliche Rahmenbedingungen schaffen und digitale Genehmigungsprozesse voranbringen. Eine wichtige Rolle soll dabei die verstärkte Nutzung des digitalen Bauportals spielen.

Glasfaserquote über 47 Prozent

Auch der Glasfaserausbau bis in Gebäude und Wohnungen hat nach Angaben des Ministeriums weiter an Tempo gewonnen. Unter dem Motto „Markt vor Staat“ sei die Quote innerhalb eines halben Jahres von 38 Prozent auf mehr als 47 Prozent der hessischen Haushalte gestiegen. Bei der Glasfaserversorgung der Gewerbegebiete liege Hessen auf Platz zwei unter den Flächenländern.

Am Rand des Gigabitgipfels überreichte Digitalstaatssekretär Nicolas Sölter den drei Breitbandberatungsstellen in Süd-, Mittel- und Osthessen jeweils einen Förderbescheid über 125.000 Euro. Die Beratungsstellen fungieren als Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft, sie unterstützen Landkreise, Gemeindeverbände und Gemeinden von der Erstberatung bis zur Umsetzung von Ausbauprojekten. „Der Netzausbau in Hessen schreitet kontinuierlich voran. Dies ist ein großer Erfolg, zu dem unsere regionalen Berater maßgeblich beitragen“, sagte Sölter.



Stichwörter: Breitband, Gigabitgipfel, Hessen


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