HessenColocation und Cloud vor der Haustür

Am 12. September 2025 unternahm rhöncloud den ersten Spatenstich für das neue Rechenzentrum in Osthessen.
(Bildquelle: rhöncloud GmbH)
In der hessischen Smart City Eichenzell will das IT-Technologieunternehmen rhöncloud das erste Großrechenzentrum Osthessens bauen. Das Rechenzentrum soll nicht nur mit modernster Technologie ausgestattet werden, sondern auch hinsichtlich Nachhaltigkeit, Energieunabhängigkeit und Datensouveränität neue Maßstäbe setzen, so das Unternehmen. „Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten und zunehmender Digitalisierung ist es unerlässlich, den Standort Hessen durch gezielte Investitionen und die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen weiter zu stärken“, betonte Digitalministerin Kristina Sinemus anlässlich des offiziellen ersten Spatenstichs. Bereits im Sommer 2026 soll der erste Bauabschnitt mit bis zu zwei Megawatt Leistung und einem Investment von 15 Millionen Euro in Betrieb gehen, bis 2030 ist eine Verdoppelung der Kapazität vorgesehen. Die Gesamtinvestition wächst dann auf über 25 Millionen Euro. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, Kommunen und KRITIS-Einrichtungen.
Kraftzentrum für digitale Infrastruktur
Mit einer geplanten Leistung von drei bis vier Megawatt und Kapazität für bis zu 250 Serverracks im Endausbau soll das neue Rechenzentrum zu einem Kraftzentrum für die digitale Infrastruktur in Deutschland werden. Das Herzstück des Projekts ist eine direkte Stromversorgung durch einen angebundenen Solarpark mit Batteriespeichern. Damit wird ein Betrieb gewährleistet, der CO₂-neutral, regional erzeugt und größtenteils unabhängig vom Weltenergiemarkt ist. Ergänzt wird dieses Konzept durch eine Sicherheitsarchitektur auf höchstem Niveau – mit BSI-Verfügbarkeitsklasse 4. Vorgesehen ist die direkte Anbindung an den weltgrößten Internetknoten in Frankfurt am Main – dies garantiere Datenverkehr „ohne Umwege und ohne Kompromisse“, so rhöncloud. Dank zusätzlicher Flächen bleibt auch Raum für weiteres Wachstum.
HZD als Ankermieter
Das Land Hessen wird mit der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) Ankermieter des Rechenzentrums. Dazu erklärte der technische Direktor der HZD, Thomas Kaspar: „Über den osthessischen Schulterschluss mit rhöncloud können wir uns sehr glücklich schätzen. Für uns als HZD sprechen viele gute und strategische Gründe für das rhöncloud-Rechenzentrum: Mit der Anmietung wirken wir einem RZ-Kapazitätsengpass entgegen und schaffen gleichzeitig im RZ-Gesamtverbund der HZD den vom BSI geforderten Geo-Redundanz-Standort. Darüber hinaus ist dieses Investment ein positives Signal für die Stärkung unseres Standorts Hünfeld, der personell und an Aufgaben weiterwächst.“
Ausschreibung: Neue Anlaufstelle für Datenräume
[06.10.2026] Das BMDS hat eine zentrale Anlaufstelle für Datenräume ausgeschrieben. Der geplante Data Spaces Hub Germany soll Unternehmen und Verwaltung beim Einstieg unterstützen, Akteure vernetzen und öffentlichen Stellen bei der Einbindung von Verwaltungsdaten helfen. mehr...
Delos Cloud: Partnerschaft mit adesso
[25.09.2026] adesso nimmt die Delos Cloud in sein Portfolio für den Public Sector auf. Behörden und Kommunen sollen damit Microsoft-Technologien unter besonderen Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und digitale Souveränität nutzen können. mehr...
Open Source: Abhängigkeit wird zum Betriebsrisiko
[22.09.2026] Der Erfolg von Digitalisierungsprojekten hängt auch davon ab, wie viel Kontrolle Behörden über die eingesetzten IT-Systeme behalten. Open-Source-Lösungen bieten einen Ansatz, um Abhängigkeiten zu reduzieren – insbesondere dann, wenn offene Plattformen mit Standards, interoperablen Schnittstellen und Low Code verbunden werden. mehr...
Rechenzentrumsstrategie: RZ-Ausbau ist auf Kurs
[21.09.2026] Sechs Monate nach dem Beschluss der Nationalen Rechenzentrumsstrategie zieht die Bundesregierung eine erste Bilanz: 25 der insgesamt 28 Maßnahmen sind angelaufen, vier davon bereits abgeschlossen. Bis 2030 sollen sich die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland mindestens verdoppeln. mehr...
OSBA: Open-Source-Quote für IT-Ausgaben
[18.09.2026] Mindestens 20 Prozent der Software-Ausgaben des Bundes sollen nach dem Willen der Open Source Business Alliance künftig in Open-Source-Lösungen fließen. Der Verband schlägt vor, den IT-Zustimmungsvorbehalt des Bundesdigitalministeriums für eine entsprechende Steuerung der Beschaffung einzusetzen. mehr...
IT-Planungsrat: Projekt Infrastructure as Code
[16.09.2026] Der IT-Planungsrat hat ein Projekt zu Infrastructure as Code abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: Automatisierte Cloud-Infrastrukturen erfordern neben technischen Lösungen auch neue Prozesse, Rollen und Kompetenzen in der Verwaltung. mehr...
Interview: Fundament des mobilen Arbeitsplatzes
[18.08.2026] Materna Virtual Solution bietet mit SecurePIM einen mobilen Arbeitsplatz, der den hohen Sicherheitsanforderungen von Behörden entspricht. Nun kooperiert das Unternehmen mit Wire, einem Anbieter souveräner Kommunikationslösungen. move – moderne verwaltung sprach mit Daniel Zimmermann von Materna Virtual Solution und Oliver Brown von Wire über die Vorteile der Zusammenarbeit für die Kunden der beiden Unternehmen. mehr...
Registermodernisierung: Identitätsdatenabruf im Regelbetrieb
[30.07.2026] Das Bundesverwaltungsamt und die Bundesagentur für Arbeit haben in einem Pilotprojekt einen wichtigen Meilenstein im Großprojekt Registermodernisierung erreicht: Die Arbeitsagentur nutzt den Anschluss an das Verfahren zum Identitätsdatenabruf als erste registerführende Stelle im Regelbetrieb. mehr...
BVA: Produkte der Dienstekonsolidierung übernommen
[21.07.2026] Im Programm Dienstekonsolidierung – als Teil der 2015 beschlossenen IT-Konsolidierung des Bundes – wurden für grundlegende Verwaltungsaufgaben ressortübergreifend einheitliche IT-Lösungen entwickelt. Nun ging die Verantwortung für die Weiterführung von 16 Maßnahmen des Programms an das Bundesverwaltungsamt über. mehr...
Registermodernisierung: Once Only erreicht die Praxis
[02.07.2026] Erste Verwaltungsverfahren aus den Bereichen Bauantrag und Gewerbeanmeldung greifen im Echtbetrieb auf das NOOTS zu. In Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen somit Informationen, die bereits in öffentlichen Registern vorliegen, direkt in Verwaltungsprozesse ein. mehr...
BAMF: Fachverfahren ziehen nach Bonn
[02.07.2026] Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Sitz in Nürnberg betreibt seine fast 100 IT-Fachverfahren ab sofort im hochmodernen Rechenzentrum des ITZBund in Bonn. Gestartet wurde das IT-Großprojekt bereits 2017. mehr...
Materna Virtual Solution: WorkSPACE für indigo
[29.06.2026] Mit WorkSPACE für indigo ermöglicht das Unternehmen Materna Virtual Solution jetzt ein hochsicheres und ultramobiles Arbeiten. Mitarbeitende von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben seien somit in der Lage, schnell und einfach VS-NfD-eingestufte Informationen mobil auf ihrem iPad oder iPhone zu verarbeiten. mehr...
Berlin: Landesweites Datenmanagement beschlossen
[18.06.2026] Der Berliner Senat hat Handlungsempfehlungen für den Aufbau eines Data Hubs als zentralem Knotenpunkt für die Datenarbeit beschlossen. Die Open-Source-basierte Plattform soll Daten aus verschiedenen Quellen bündeln und den Übergang in einen landesweiten Betrieb vorbereiten. mehr...
Sachsen-Anhalt: Gemeinsame Datenumgebung für BIM
[09.06.2026] Sachsen-Anhalt führt bei der Landesstraßenbaubehörde eine gemeinsame digitale Datenumgebung für Straßen- und Brückenbauprojekte ein. Die Plattform soll BIM-Prozesse bündeln, aktuelle Projektdaten bereitstellen und Abstimmungen im Bauablauf nachvollziehbarer machen. mehr...
Registermodernisierung: Pilotprojekte für den NOOTS-Anschluss
[29.05.2026] Die NOOTS-Umsetzung vollzieht den nächsten Schritt: Der IT-Planungsrat stellt 35 Millionen Euro für 16 Pilotvorhaben der Länder bereit. Sie sollen Register und Online-Dienste an das System anbinden und Erkenntnisse für die Umsetzung des Once-Only-Prinzips liefern. mehr...











