IT-PlanungsratProjekt Infrastructure as Code

[16.09.2026] Der IT-Planungsrat hat ein Projekt zu Infrastructure as Code abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen: Automatisierte Cloud-Infrastrukturen erfordern neben technischen Lösungen auch neue Prozesse, Rollen und Kompetenzen in der Verwaltung.

Infrastructure as Code bezeichnet die Bereitstellung und Konfiguration von IT-Infrastruktur mithilfe von Programmcode.

(Bildquelle: 123rf.com)

Cloud-Technologien und Infrastructure as Code (IaC) stellen Verwaltungen nicht nur vor technische Aufgaben. Wie der IT-Planungsrat zum Abschluss eines entsprechenden Projektvorhabens mitteilt, müssen auch Prozesse, Verantwortlichkeiten und Formen der Zusammenarbeit weiterentwickelt werden, damit die Potenziale der Technologie ausgeschöpft werden können.

Infrastruktur wie Software entwickeln

Infrastructure as Code bezeichnet die Bereitstellung und Konfiguration von IT-Infrastruktur mithilfe von Programmcode. Dadurch lassen sich nach Angaben des IT-Planungsrats insbesondere Automatisierung, Standardisierung und Skalierung vorantreiben. Infrastruktur könne ähnlich wie Software entwickelt, versioniert und automatisiert ausgerollt werden.

Das Projekt habe zugleich gezeigt, dass sich IaC-Blaupausen und Best Practices nicht ohne Weiteres von einem Cloud-Anbieter auf einen anderen übertragen lassen. Die Anbieter verfügten über unterschiedliche Services, Konzepte und technische Logiken. Benötigt würden deshalb gemeinsame Prinzipien und Standards, die sich an die jeweilige Cloud-Umgebung anpassen lassen.

Standards etablieren und neue Kompetenzen aufbauen

Im Projekt wurden erste Ansätze mit einem etablierten Cloud-Anbieter erprobt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für weitere Cloud-Vorhaben dienen. Als zentrale Erkenntnis nennt der IT-Planungsrat den notwendigen organisatorischen Wandel: Verwaltungen müssten klare Regeln und Verantwortlichkeiten definieren, Standards etablieren und neue Kompetenzen aufbauen. Bestehende Abläufe sollten dabei nicht lediglich in die Cloud übertragen, sondern stärker nach cloud-nativen Prinzipien neu gestaltet werden.

Der IT-Planungsrat sieht darin auch eine strategische Dimension. Die im Projekt deutlich gewordene Stärke außereuropäischer Cloud-Anbieter unterstreiche die Bedeutung eines wettbewerbsfähigen und resilienten europäischen Technologieökosystems. Das Vorhaben gehört zum Schwerpunktthema „Digitale Infrastruktur“ der Föderalen Digitalstrategie. Es zählt zu den ersten 27 Projekten, deren Umsetzung der IT-Planungsrat im Juni 2025 beschlossen hat.





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