Baden-WürttembergSatellitendaten für die Verwaltung

[22.01.2026] Stellen der Landes- und Kommunalverwaltung in Baden-Württemberg erhalten im Rahmen einer Testphase Zugang zu aktuellen, hochaufgelösten Satellitendaten des Landes. Das Projekt wurde nochmals verlängert, auch Neuzugänge sind willkommen.
In Baden-Württemberg stellt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung hochgenaue Daten zu Luftbildern und Oberflächenmodellen ab sofort alle zwei Jahre bereit.

Umweltmonitoring, Land- und Forstwirtschaft, Stadtplanung und Katastrophenmanagement - in all diesen Bereichen werden präzise, aktuelle Geodaten gebraucht.

(Bildquelle: LGL-BW)

Im Rahmen eines Pilotprojekts erhalten alle Stellen der Landes- und Kommunalverwaltung in Baden-Württemberg kostenfreien Zugang zu hochaufgelösten Satellitendaten des Landes. Das Datenangebot ist umfangreich. So liefern tägliche PlanetScope-Daten aktuelle Aufnahmen für zeitkritische Analysen und die Baden-Württemberg-Mosaiken (Basemaps) bieten zusammenhängende, wolkenfreie Gebietsübersichten für das gesamte Land. Dazu kommen außerdem Planetary Variables, also fachspezifische Produkte zu Oberflächentemperaturen, Bodenfeuchte und Biomasse sowie hochaufgelöste Archivdaten. Hierzu steht seit Januar 2026 ein Kontingent von 4.500 km² bei der GAF AG für Archiv-Satellitendaten mit einer Auflösung von 50 cm zur Verfügung.

Testphase verlängert

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL-BW) teilt nun mit, dass die bereits andauernde Testphase für die Nutzung dieser Daten durch Landes- und Kommunalverwaltung fortgesetzt wird. Dies hatten das zuständige Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) und das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung im Dezember 2025 gemeinsam entschieden. Zunächst soll das Projekt bis Ende Oktober 2026 verlängert werden. Damit soll sichergestellt werden, dass angestoßene Projekte fortgeführt und die Nutzung präziser Fernerkundungsdaten vertieft erprobt werden kann. Auch eine Neuanmeldung ist weiterhin möglich, für Rückfragen und die Koordination steht das LGL zur Verfügung (fernerkundung@lgl.bwl.de).

Flexible Nutzung

Die teilnehmenden Verwaltungen müssen die Daten nicht zwingend selbst auswerten. Im Rahmen von Kooperationen dürfen die Satellitendaten an Dienstleister aus dem Privatsektor oder an wissenschaftliche Einrichtungen weitergegeben werden. In solchen Fällen ist lediglich eine schriftliche Bestätigung erforderlich, dass die Daten ausschließlich für die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Behörde genutzt werden.





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