HessenGlasfaserausbau im Ländervergleich vorn

[09.09.2026] Der Glasfaserausbau in Hessen kommt weiter voran: Rund 240.000 neue Anschlüsse sind innerhalb eines Jahres entstanden. Bei der Glasfaseranschlussquote liegt das Land mit 37,9 Prozent auf Platz 3 der Flächenländer.
Nahaufnahme vom Ende eines mutmaßlichen Glasfaserkabels mit sehr geringer Tiefenschärfe.

In Hessen ist die Glasfaser-Anschlussquote binnen eines Jahres auf 37,9 Prozent gestiegen.

(Bildquelle: wklzzz/123rf.com)

Hessen bleibt beim Glasfaserausbau im Bundesvergleich in der Spitzengruppe. In der aktuellen Marktanalyse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (BREKO) belegt das Land wie im Vorjahr sowohl bei der Ausbau- als auch bei der Anschlussquote Platz 1 unter den 7 süddeutschen Bundesländern. Das teilte das hessische Digitalministerium unter Berufung auf die Erhebung mit. Die Anschlussquote stieg demnach binnen eines Jahres um 2 Prozentpunkte von 35,9 auf 37,9 Prozent und liegt damit 8,1 Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. Hessen erreicht bei diesem Wert Rang 3 unter den Flächenländern und Rang 4 im Vergleich aller Bundesländer. Im selben Zeitraum kamen nach Meldungen der beteiligten Telekommunikationsunternehmen rund 240.000 Anschlüsse hinzu. Auch die Ausbauquote erhöhte sich, und zwar von 61,2 auf knapp 70 Prozent. Damit übertrifft Hessen den Bundesdurchschnitt um 6,4 Prozentpunkte und steht unter den Flächenländern auf Platz 5. Die Quote gibt an, wie hoch der Anteil der Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ist, bei denen zumindest in der Straße eine Glasfaserleitung liegt.

Marktgetriebener Ansatz

„Dieses sehr gute Ergebnis verdanken wir dem Schulterschluss zwischen allen am Ausbau Beteiligten“, sagte Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus. Die Angaben zu den neu geschaffenen Anschlüssen stammen von Deutsche GigaNetz, Deutsche Glasfaser, Entega, GVG Glasfaser, Telekom Deutschland, Vodafone/OXG und YplaY Germany. Mit diesen Telekommunikationsunternehmen hatte die Digitalministerin im Rahmen der 2024 gestarteten Glasfaser-Offensive Einzelvereinbarungen geschlossen. Das Land führte damit den marktgetriebenen Ansatz des Glasfaserpakts aus dem Jahr 2022 fort.

Gezielt fördern

An Orten, an denen kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, unterstützt Hessen entsprechende Vorhaben mit Fördermitteln. In der laufenden Legislaturperiode stellte das Land dafür nach Angaben des Digitalministeriums bislang einen Betrag im mittleren dreistelligen Millionenbereich bereit. Zuletzt erhielten der Landkreis Gießen, die Stadt Frankfurt am Main sowie die Gemeinden Edertal und Diemelsee Förderbescheide.

Darüber hinaus stellt Hessen Unternehmen und Verwaltungen das OZG-Breitbandportal zur Verfügung. Über das Portal lassen sich Anträge auf die Verlegung von Telekommunikationsleitungen volldigital einreichen. Nach Angaben des Ministeriums können die Verwaltungen sie im günstigsten Fall innerhalb weniger Tage bearbeiten.



Stichwörter: Breitband, Hessen


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