SachsenGemeinsam gegen Cyber-Angriffe

Der Freistaat Sachsen bündelt seine Kräfte im Kampf gegen Cyberangriffe.
(Bildquelle: zemkooo/123rf.com)
Verschlüsselte Server, abgeflossene Daten, digitaler Identitätsdiebstahl: Cyber-Angriffe auf die IT von Behörden und Unternehmen sind längst Realität. Der Freistaat Sachsen bündelt jetzt seine Kräfte im Kampf gegen Cyberangriffe und hat die neue Allianz „Cyberabwehr Sachsen“ gegründet. Damit reagieren sächsische Sicherheitsbehörden und Ministerien auf die wachsende Bedrohung aus dem digitalen Raum. Die neuen Allianz soll dazu beitragen, Gefahren früher zu erkennen und Abwehrmaßnahmen koordiniert umzusetzen. Staat und Verwaltung müssten mit zunehmenden Bedrohungen im Cyber-Raum Schritt halten und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg für Sicherheit sorgen, sagt Sachsens Landes-CIO Daniela Dylakiewicz: „Mit der Cyberabwehr Sachsen ist der Freistaat gut aufgestellt. Er gehört zu einem von bislang fünf Bundesländern mit einem solchen übergreifenden Ansatz. Dabei schaffen wir bewusst keine neue Behörde, sondern stärken die Zusammenarbeit in den bestehenden Zuständigkeiten.“
Gemeinsames Lagebild für schnellere Reaktion
Die Cyberabwehr Sachsen ist als ressortübergreifendes, agiles Netzwerk organisiert. Durch ein gemeinsames Cyber-Lagebild soll ein schneller Informationsaustausch über Angriffe auf Behörden und Unternehmen möglich werden. Indem die Allianz die verschiedenen Perspektiven der beteiligten Institutionen bündelt, beschleunigt sie die Aufklärung dieser Taten massiv und ermöglicht eine engere, schlagkräftige Zusammenarbeit in konkreten Angriffsfällen. Mit der Einrichtung der Cyberabwehr Sachsen setzt der Freistaat ein zentrales Vorhaben seiner Cyber-Sicherheitsstrategie und des Koalitionsvertrages um.
Breites Netzwerk mit Anbindung an den Bund#
Beteiligt sind unter anderem Landeskriminalamt, Verfassungsschutz, Generalstaatsanwaltschaft Dresden, die Sächsische Zentralstelle zur Bekämpfung von Cyber-Crime, die Digitalagentur Sachsen und das Sicherheitsnotfallteam SAX.CERT. Die Staatskanzlei sowie Wirtschafts-, Innen- und Justizministerium sind gleichberechtigt vertreten. Organisatorisch gliedert sich die Cyber-Abwehr in einen Lenkungskreis auf Ebene der Amtschefs und Staatssekretäre sowie eine strategische und eine operative Koordinierungsgruppe. Die Cyberabwehr Sachsen soll künftig auch direkt an das Nationale Cyber-Abwehrzentrum des Bundes angebunden werden – so ist der Informationsfluss von der lokalen bis hin zur Bundesebene sichergestellt.
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