Schleswig-HolsteinEngere Zusammenarbeit mit dem BSI

[17.06.2026] Schleswig-Holstein und das BSI wollen bei der Cyber-Sicherheit enger zusammenarbeiten. Die neue Vereinbarung soll die Abwehr digitaler Angriffe auf Land und Kommunen stärken und fügt sich in ein größeres Maßnahmenpaket des Landes ein.

Claudia Plattner und Dirk Schrödter unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem BSI und Schleswig-Holstein.

(Bildquelle: Staatskanzlei Schleswig-Holstein)

Die Anforderungen an die IT-Sicherheit in öffentlichen Verwaltungen haben sich auch in Schleswig-Holstein erhöht. Land und Kommunen sind zunehmend digitalen Angriffen ausgesetzt. Einer der wichtigen Bausteine zur Erkennung und Abwehr von Cyber-Angriffen sind enge Kooperationen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das Land haben deshalb gestern (16. Juni 2026) eine engere Zusammenarbeit vereinbart. BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Digitalisierungsminister Dirk Schrödter haben in Kiel eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Kooperationsvereinbarungen strukturieren die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit im Bund-Länder-Verhältnis unter Beachtung des verfassungsrechtlichen Rahmens. Schleswig-Holstein reiht sich in eine wachsende Zahl von Ländern ein, die ihre Zusammenarbeit mit dem BSI per Kooperationsvereinbarung strukturieren. Zuletzt hatten Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg Abkommen zur vertieften Zusammenarbeit mit der Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes geschlossen.

Keine staatliche Souveränität ohne digitale Souveränität

Der Minister betonte mit Nachdruck, dass digitale Souveränität ein zentrales Element staatlicher Souveränität sei: „Staatliche Souveränität lässt sich heutzutage in geopolitisch bewegten Zeiten nicht mehr allein an militärischer Stärke oder der Durchsetzungsfähigkeit von Recht und Ordnung im Inneren messen, sondern drückt sich insbesondere auch durch digitale Souveränität aus.“ Die Landesregierung Schleswig-Holstein lege einen starken Schwerpunkt darin, digitale Souveränität sicherzustellen und digitale Resilienz für die IT-Systeme zu erreichen. Dazu würden – auch über Landesgrenzen hinweg – verlässliche Partner im digitalen Ökosystem sowie Kooperationen und das Zusammenwirken mit weiteren Behörden gebraucht. Auch die BSI-Chefin hob die Bedeutung der geschlossenen Kooperation hervor: „Auf Grundlage der heutigen Kooperationsvereinbarung können wir unser Cyber-Schutzschild, den Cyberdome weiter ausbauen. Wir freuen uns, mit Schleswig-Holstein einen weiteren starken Partner zu haben.“

Cyber-Sicherheit für Land und Kommunen

Zu den konkreten Schritten und Maßnahmen in Schleswig-Holstein – neben der neuen BSI-Vereinbarung – hatte Minister Schrödter vor Kurzem auch den Wirtschafts- und Digitalisierungsausschuss des Landtages informiert. Dazu zählen unter anderem die Notifizierung Schleswig-Holsteins für den EU-weiten Standard zur Stärkung der Cyber-Sicherheit, die Weiterentwicklung der IT-Sicherheitseinrichtung CERT Nord zum Cyber Security Incident Response Team und die Stärkung des Chief Information Security Officer (CISO) im Zentralen IT-Management des Landes. Das Land investiere unter anderem auch in übergreifende Sicherheitsmaßnahmen, um die Kommunen zu entlasten, sagte Schrödter. Darüber hinaus leiste der Weg Schleswig-Holsteins in die digitale Souveränität einen wichtigen Beitrag für die IT-Sicherheit im Land.





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