BundDeutsche EUDI-Wallet heißt d-you

[10.09.2026] Die EUDI-Wallet wird in Deutschland unter dem Namen d-you an den Start gehen. Ab Januar 2027 soll die staatliche digitale Brieftasche kostenfrei zur Verfügung stehen. Rund 40 Partner aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft wollen zum Start eigene Anwendungen anbieten.
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Die deutsche EUDI-Wallet geht im Januar 2027 unter dem Namen d-you an den Start.

(Bildquelle: BMDS)

Die deutsche EUDI-Wallet hat einen Namen: d-you. Wie das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) mitteilt, soll die staatliche digitale Brieftasche im Januar 2027 starten. Rund 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden laut Ministerium zum Start mit eigenen Anwendungen beteiligt sein. Dazu zählen neben Unternehmen und Forschungseinrichtungen auch mehrere Länder und Kommunen, darunter Baden-Württemberg und Niedersachsen, der Landkreis Harz sowie die Städte Aachen, Dresden und Heidelberg.

Mit der EUDI-Wallet (wir berichteten) sollen Bürgerinnen und Bürger digitale Nachweise auf ihrem Smartphone speichern und gegenüber Behörden oder privaten Anbietern verwenden können. Zum Start sind laut BMDS unter anderem Anwendungen für den digitalen Altersnachweis, den rechtssicheren Abschluss von Verträgen und die Eröffnung eines Bankkontos vorgesehen. Weitere Funktionen und Nachweise sollen schrittweise hinzukommen. Perspektivisch könnten beispielsweise Personalausweis und Führerschein digital hinterlegt werden.

Ökosystem für den Alltag

„d-you steht für Selbstbestimmung und Vertrauen im digitalen Raum. Wir schaffen eine sichere, europäisch anschlussfähige Infrastruktur, die den Alltag der Menschen einfacher macht und gleichzeitig höchste Standards bei Datenschutz und Sicherheit erfüllt“, erklärt Bundesdigitalminister Karsten Wildberger. „Die deutsche EUDI-Wallet funktioniert überall in Europa. Um d-you herum entsteht ein Ökosystem, das neue Anwendungen, innovativere Geschäftsmodelle und effizientere Verwaltungsleistungen ermöglicht.“ Die Wallet sei somit ein zentraler Baustein für einen modernen digitalen Staat und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft.

Der Leitsatz „Es sind deine Daten. In deiner Hand“ sei dabei keine Floskel, sondern technisches Prinzip. Die Nutzung von d-you soll freiwillig und kostenfrei sein. Nach Angaben des Ministeriums werden persönliche Daten verschlüsselt auf dem Endgerät gespeichert. Eine zentrale Speicherung oder Profilbildung sei technisch ausgeschlossen. Die Nutzenden sollen selbst bestimmen können, welche Daten sie gegenüber einem Dienst preisgeben. Grundlage sind einheitliche technische Standards der Europäischen Union, sodass die Wallet perspektivisch europaweit eingesetzt werden kann.

Auch die öffentliche Verwaltung soll frühzeitig an das entstehende Wallet-Ökosystem angebunden werden. Dafür sind laut BMDS zwei Wege vorgesehen: über die BundID oder durch eine direkte Anbindung an die EUDI-Wallet. Organisationen können entsprechende Anwendungen bereits in einer Testumgebung erproben. Der Quellcode der staatlichen Wallet soll öffentlich zugänglich sein.





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