Bundesdruckerei/ZenDiSGeschützter Zugriff auf openDesk

[02.10.2026] Das Technologieunternehmen des Bundes Bundesdruckerei-Gruppe will mit dem Zentrum für Digitale Souveränität openDesk für sicherheitssensible Einsätze weiterentwickeln. Ein erster Anwendungsfall verbindet die Suite mit einer VS-NfD-Lösung des IT-Sicherheitsspezialisten genua.
Ki-Bild eines hellblauen Vorhängeschlosses auf dunkelblauem Grund

Die Bundesdruckerei-Gruppe und das ZenDiS wollen openDesk gemeinsam für die Bearbeitung von VS-NfD-Dokumenten weiterentwickeln.

(Bildquelle: panchyk/123rf.com)

Die Bundesdruckerei-Gruppe und das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) haben eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit vereinbart. Als Arbeitsfelder nennen die Partner souveräne IT-Infrastrukturen und Betriebsmodelle, Open-Source-Lösungen sowie die Erprobung und Verbreitung gemeinsamer Anwendungen für die öffentliche Verwaltung. Zudem wollen sie die Office- und Kollaborationssuite openDesk für Einsatzgebiete mit erhöhtem Schutzbedarf weiterentwickeln, teilte das ZenDiS mit.

VS-NfD-Dokumente mit openDesk bearbeiten

Ein erstes gemeinsames Anwendungsbeispiel wollen die Partner vom 13. bis 15. Oktober 2026 auf der Smart Country Convention in Berlin zeigen. Dafür kombinieren sie openDesk mit der genusecure Suite des IT-Sicherheitsspezialisten genua, einer Tochter der Bundesdruckerei-Gruppe. Die VS-NfD-konforme Sicherheitslösung soll den Zugriff auf openDesk zusätzlich absichern und damit die Bearbeitung von Dokumenten ermöglichen, die als „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft sind.

Das Angebot richtet sich an Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie weitere öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit erhöhtem Schutzbedarf. Auch Beschäftigte an mobilen Arbeitsplätzen, verteilte Standorte und externe Partner sollen auf die Funktionen von openDesk zugreifen können. „Die öffentliche Verwaltung braucht digitale Lösungen, die Sicherheit und Souveränität von Anfang an mitdenken“, sagte ZenDiS-Geschäftsführer Leonhard Kugler.

VPN, Verschlüsselung und Smartcard

Die genusecure Suite verbindet einen VPN-Client, eine Festplattenverschlüsselung und eine Smartcard-Middleware zu einem geschützten mobilen Windows-Arbeitsplatz. Im Hintergrund segmentiert das VPN-Gateway genuscreen das VS-NfD-Netz und bindet die Endgeräte an. Die Lösung ist nach Angaben der Bundesdruckerei-Gruppe sowohl als Hardware als auch als virtualisierte Firewall- und VPN-Gateway-Variante mit BSI-Zulassung für VS-NfD verfügbar. Für weitere Betriebssysteme arbeitet genua an entsprechenden Varianten. Der VPN-Client genuconnect für macOS befindet sich im Zulassungsverfahren des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik; die Zulassung werde bis Ende 2026 erwartet. Eine Linux-Version soll 2027 folgen.





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