Kupfer-Glas-MigrationAllianz fordert klaren Fahrplan

Kupfer-Glas-Migration braucht einen verbindlichen Fahrplan, so die neue Allianz DNA Europe.
(Bildquelle: K.C./stock.adobe.com)
Sechs europäische und nationale Telekommunikations- und Breitband-Verbände haben die Allianz DNA Europe gegründet. Die Verbände fordern, den von der EU-Kommission vorgelegten Entwurf für den Digital Networks Act (DNA) so auszugestalten, dass der Übergang von Kupfer zu Glasfaser unterstützt und ein wirksamer Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt gesichert wird. Zu dem Bündnis gehören aus Deutschland der Breitbandverband ANGA, der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) und der Verband der Anbieter im Digital- und Telekommunikationsmarkt (VATM). Hinzu kommen ECTA als europäische Interessenvertretung alternativer Telekommunikationsanbieter und Fibre Council Europe als europäischer Glasfaserverband, beide in Brüssel. Die Swedish Local Fibre Alliance mit Sitz in Stockholm vertritt lokale, vielfach auch kommunale Breitbandnetze in Schweden.
Planungssicherheit für den Glasfaserausbau
Der Übergang von Kupfer zu Glasfaser soll nach den Vorstellungen der Allianz transparenten und verlässlichen Regeln folgen, die allen Marktteilnehmern Planungssicherheit bieten. DNA Europe unterstützt damit nach Angaben ihrer deutschen Mitgliedsverbände die Vision der Europäischen Kommission für Europas digitale Konnektivitätsinfrastruktur. „Alternative Netzbetreiber leisten einen erheblichen Beitrag zum Glasfaserausbau in Europa. Ihr Engagement ist entscheidend, um die europäischen Konnektivitätsziele zu erreichen. Damit diese Dynamik erhalten bleibt, braucht es Investitionssicherheit – gestützt auf einen klaren, verlässlichen und regelbasierten Fahrplan für den Übergang von Kupfer zu Glasfaser“, erläutert Sven Knapp, Mitglied der BREKO-Geschäftsleitung.
Wirksame Instrumente für die Regulierungsbehörden
Die nationalen Regulierungsbehörden sollen weiterhin über das vollständige regulatorische Instrumentarium und ausreichend Flexibilität verfügen. Gegenüber Unternehmen mit beträchtlicher Marktmacht müssten sie wirksame, marktspezifische und verhältnismäßige Maßnahmen ergreifen können, fordert die Allianz. „Der Digital Networks Act setzt zu Recht dort an, wo es darauf ankommt: nicht bei der Verfestigung bestehender Marktdominanz, sondern bei Investitionen, Wettbewerb und einem verlässlichen Übergang in das Gigabitzeitalter. Dafür braucht es einen wettbewerbsfördernden, an Marktmacht ausgerichteten und innovationsfreundlichen Regulierungsrahmen mit klaren Regeln für die Kupferabschaltung sowie wirksamen Instrumenten für die nationalen Regulierungsbehörden, um Wettbewerb, Investitionen und die Wahlfreiheit der Endkunden zu sichern“, betont VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer.
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