ThüringenDigitale Verwaltungsangebote zu unbekannt

Mit Blick auf den aktuellen eGovernment Monitor sieht Thüringens Digitalstaatssekretärin Milen Starke den Freistaat auf Kurs.
(Bildquelle: TMDI / Marie Hauschild)
Alljährlich untersucht die Initiative D21 in ihrem eGovernment Monitor, wie es um Nutzung und Akzeptanz digitaler Verwaltungsleistungen aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger in den deutschen Bundesländern und im DACH-Raum bestellt ist. Die aktuelle Fassung für 2026 wurde in der vergangenen Woche vorgelegt (wir berichteten). Nun ordnet Thüringens Landes-CIO Milen Starke die Ergebnisse ein. Das Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur sieht den digitalpolitischen Kurs des Freistaats durch die Studienergebnisse bestätigt: In Thüringen bewertet jeder Zweite digitale Angebote besser als erwartet. Damit gehört das Land zu den Ländern mit den höchsten Zustimmungswerten. „Dort, wo digitale Verwaltungsleistungen genutzt werden, funktionieren sie und werden positiv bewertet. Unsere Aufgabe besteht darin, die Zufriedenheit mit den digitalen Angeboten weiter zu erhöhen, indem wir sie noch sichtbarer, einfacher zugänglich und durchgängiger machen“, sagte Digitalstaatssekretärin Milen Starke.
Auffindbarkeit bleibt eine Hürde
Allerdings sehen bislang nur 15 Prozent der Befragten ihre Erwartungen an eine moderne digitale Verwaltung erfüllt. Als Hauptgründe nennt der eGovernment Monitor die mangelnde Auffindbarkeit digitaler Angebote und weiterhin bestehende Medienbrüche. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten Online-Leistungen nicht, weil sie deren Existenz nicht kennen oder sie nicht finden. Zugleich würden 94 Prozent derjenigen, die bereits digitale Verwaltungsleistungen genutzt haben, diesen Weg erneut wählen. Starke sieht darin einen politischen Auftrag: „Die Menschen erwarten zu Recht, dass Verwaltung so einfach, verständlich und mobil nutzbar ist wie digitale Alltagsangebote.“
Smartphone wird als Zugang wichtiger
Der eGovernment Monitor 2026 unterstreicht nach Angaben des Ministeriums auch die wachsende Bedeutung mobiler Anwendungen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist entscheidend, dass sie Verwaltungsleistungen auf dem Smartphone nutzen können. Mit der Entwicklung der ThüringenApp will das Land digitale Angebote einfacher mobil verfügbar machen. Als ergänzende Informations- und Beteiligungsformate nennt das Ministerium unter anderem den „Digital Dialog“. Diese Angebote sollen digitale Kompetenzen stärken und Berührungsängste abbauen.
Digitale Erfahrungen sollen Vertrauen stärken
Das Ministerium sieht in positiven digitalen Behördenerfahrungen außerdem einen möglichen Beitrag dazu, das Vertrauen in staatliches Handeln zu stärken. Wichtige Handlungsfelder der eigenen Digitalstrategie „Smart State“ werden durch die Ergebnisse des aktuellen eGovernment Monitors bestätigt. „Wir werden digitale Leistungen sichtbarer machen, Medienbrüche konsequent abbauen, die Nutzung von Verwaltungsleistungen weiter vereinfachen und digitale Identitäten nutzerfreundlich ausgestalten“, sagte Milen Starke.
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