BarrierefreiheitBMDS lässt Avatar gebärden

[03.08.2026] Digitale Barrierefreiheit ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Verwaltung. Dazu gehören auch Angebote in Gebärdensprache, die Gehörlosen den Zugang zu komplexen Informationen erleichtern. Das BMDS setzt als erstes Bundesministerium auf Gebärdensprach-Avatare des Unternehmens alangu.
Gebärdender weiblicher Avatar mit BMDS-Logo

Mit der Integration eines Gebärdensprach-Avatars geht das BMDS einen wichtigen Schritt in Richtung digitaler Barrierefreiheit und inklusiver Kommunikation.

(Bildquelle: BMDS/alangu)

Unverständliche Webseiten erschweren nicht nur die Inklusion. Sie gefährden auch Vertrauen, den Zugang zu Informationen und die gleichberechtigte Teilhabe am digitalen Alltag. Das betrifft auch gehörlose Menschen. Zwar lassen sich Webseiten lesen und Videos untertiteln – oberflächlich betrachtet erscheint das ausreichend, um tauben Menschen den gleichberechtigten Zugang zu digitalen Informationsangeboten zu bieten. Tatsächlich ist Deutsch für viele Gehörlose aber eine Fremdsprache – die Erstsprache ist die Deutsche Gebärdensprache (DGS), eine vollwertige Sprache mit eigener Grammatik, die sich stark vom laut- und schriftsprachlichen Deutsch unterscheidet.
Komplexe Texte in deutscher Laut- und Schriftsprache sind daher oft eine Hürde im Alltag. Gebärdensprach-Angebote ermöglichen gehörlosen und gebärdensprachkompetenten Menschen einen besseren Zugang zu wichtigen Informationen.

Das Kölner Unternehmen alangu hat einen KI-gestützten Gebärdensprach-Avatar entwickelt, der auf Webseiten, in Videos und anderen digitalen Kontaktpunkten integriert werden und dabei auch stark individualisiert werden kann (wir berichteten). Nach Unternehmensangaben nutzen bereits über 200 Kommunen dieses Angebot. 
Nun gab alangu bekannt, dass es das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) als neuen Kunden gewinnen konnte. Als erstes Bundesministerium überhaupt setzt das BMDS auf die innovative Technologie. Damit, so alangu, werde die Bedeutung eines gleichberechtigten Zugangs zu digitalen Informationen für alle Menschen hervorgehoben. „Wir sind stolz darauf, das BMDS auf diesem Weg begleiten zu dürfen, und bedanken uns für das Vertrauen in unsere Technologie. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für mehr Inklusion und eine digitale Zukunft, in der Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wird“, so das Unternehmen.





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