FITKO/DigitalServiceDie Einkommensprüfung als Modellfall

[09.04.2026] Die Einkommensprüfung ist für viele Verwaltungsleistungen relevant – und aufwändig. FITKO und DigitalService haben die Entwicklung einer nachnutzbaren automatisierten Lösung angestoßen. Gleichzeitig soll gezeigt werden, wie sich typische Querschnittsaufgaben im föderalen Vollzug effizienter organisieren lassen.
Gruppenfoto der Beteiligten des Hackathons.

Haben eine belastbare Grundlage für die nächsten fachlichen und politischen Schritte geschaffen: die Beteiligten des Hackathons.

(Bildquelle: DigitalService)

Wie werden aus strategischen Leitlinien Lösungen für die Verwaltungsmodernisierung? Die Föderale IT-Kooperation (FITKO) und der DigitalService des Bundes zeigen gemeinsam, wie das gelingen kann: In einem Hackathon haben sie mit Fachleuten aus Verwaltung, Tech und Fachpraxis erste Lösungsansätze für ein automatisiertes Einkommensprüfmodul erarbeitet. Die Einkommensprüfung ist für viele Verwaltungs- und Sozialleistungen zentral. Gleichzeitig ist sie mit einem hohen manuellen Aufwand verbunden: Nachweise müssen geprüft, eingeordnet und bei Unklarheiten nachgefordert werden. Das bindet Zeit und Personal aufseiten der Verwaltung und erhöht auch den Aufwand für Bürgerinnen und Bürger.

Hebel für die Entlastung kommunaler Verwaltungen

Hier setzt die Zusammenarbeit von FITKO und DigitalService an. Die FITKO bringt, im Auftrag des IT-Planungsrats, ausgewählte Aspekte der Föderalen Digitalstrategie in die Umsetzung, darunter die Leitlinie „Neuordnung von Zuständigkeiten zur Entlastung von Kommunen“. Kommunen sollen vor allem dort entlastet werden, wo sich Entwicklungs- und Umsetzungsaufwände durch wiederverwendbare Lösungen bündeln lassen. Daher haben FITKO und DigitalService nach einem konkreten, fachübergreifenden Hebel gesucht. Die automatisierte Einkommensprüfung erwies sich dabei als besonders relevantes Handlungsfeld.

Per Hackathon in die Umsetzung

Um schnell von der strategischen Zielsetzung zu ersten Lösungsansätzen zu kommen, haben die FITKO und der DigitalService einen gemeinsamen Hackathon organisiert. Rund 30 Teilnehmende aus Softwareentwicklung, Produktmanagement und Fachpraxis arbeiteten zwei Tage lang an der Frage, wie sich die Bearbeitungszeit bei der Einkommensprüfung verkürzen und Teilprozesse automatisieren lassen. Am Beispiel des Elterngelds wurde ein erster Prototyp für eine technische Komponente entwickelt, die Einkommensdaten strukturiert verarbeitet, auf Vollständigkeit und Plausibilität prüft und Fachverfahren bei der weiteren Bearbeitung unterstützt.

Vom Lösungsansatz zum nachnutzbaren Baustein

Der gemeinsam entwickelte Lösungsansatz soll nun konkretisiert, fachlich geschärft und mit weiteren Partnern diskutiert werden, um Perspektiven für eine schrittweise Umsetzung mit Bund und Ländern zu entwickeln. „Die Zusammenarbeit von FITKO und DigitalService bündelt föderale Expertise mit operativer Umsetzungsstärke auf Bundesebene. Unser Einkommensprüfmodulprototyp beweist als Pilotprojekt, dass wir gemeinsam in kürzester Zeit zentrale Lösungen schaffen können, die den Kommunen den Rücken freihalten und die Verwaltung spürbar entlasten“, betont Leander Huth, Senior Produkt Manager des DigitalService. Das Thema Einkommensprüfung könne dabei zu einer wichtigen Blaupause werden, heißt es von der FITKO. Perspektivisch können daraus nachnutzbare Bausteine entstehen, die an größere Entwicklungslinien wie die Föderale Modernisierungsagenda und den Deutschland-Stack anschließen.



Stichwörter: Allgemein, DigitalService, FITKO


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