SachsenE-Akte für Dresdner Polizei und Justiz

[31.01.2025] Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden haben die elektronische Akte eingeführt. Damit ist nun unter anderem ein medienbruchfreier Verkehr zwischen Ermittlungsbehörden und Strafgerichten möglich.
Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Dresden Wolfgang Schwürzer; Polizeipräsident der Polizeidirektion Dresden Lutz Rodig


Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden arbeiten künftig mit elektronischen Akten.

v.l.: Wolfgang Schwürzer, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Dresden; Lutz Rodig
, Polizeipräsident der Polizeidirektion Dresden

(Bildquelle: Staatsanwaltschaft Dresden)

Mit der Umstellung auf die elektronische Aktenführung werden künftig fast alle Verfahren, die neu bei der Staatsanwaltschaft oder der Polizeidirektion Dresden eingehen, ausschließlich elektronisch geführt. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilt, ermöglicht die E-Akte neben dem elektronischen Zugang zur Justiz und Polizei auch den medienbruchfreien Verkehr zwischen Ermittlungsbehörden und Strafgerichten sowie die unkomplizierte Bearbeitung der – immer zahlreicher und wichtiger werdenden – digitalen Beweismittel.

„Mit der E-Akte werden sich die Arbeitsabläufe bei der Staatsanwaltschaft Dresden im großen Umfang ändern“, erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Schwürzer. „Das ist ein Quantensprung beim Einsatz der Computertechnik innerhalb der öffentlichen Verwaltung.“ Zudem könne die Staatsanwaltschaft durch die E-Akte perspektivisch pro Jahr 1,1 Millionen Blatt Papier und etwa 100.000 Aktendeckel aus Pappe einsparen, betont Schwürzer den ökologischen Aspekt der Umstellung. 

In Vorbereitung der elektronischen Aktenführung erfolgte zunächst eine Neuausstattung der Arbeitsplätze bei der Staatsanwaltschaft und der Polizeidirektion Dresden. Zusätzlich wurden die Mitarbeitenden in den vergangenen Wochen intensiv geschult, um den Einstieg in die elektronische Aktenwelt zu erleichtern. In der Polizeidirektion wurden zudem seit Jahresbeginn in Bearbeitung befindliche Ermittlungsakten digitalisiert. Knapp 8.500 Papierblätter seien im Januar eingescannt worden, so Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig. „Mit der Einführung der elektronischen Akte schaffen wir die Grundlage für eine moderne und zukunftsfähige Strafverfolgung“, sagt Rodig. „Sie ermöglicht uns, Verfahren effizienter und transparenter zu führen.“





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