HexagonSocial-Media-Daten im Krisenfall nutzen

[09.05.2022] Der Software-Konzern Hexagon wirkte an einem Forschungsprojekt des österreichischen Innenministeriums mit. Dabei wurde eine Plattform entwickelt, die im Katastrophenfall Daten aus sozialen Medien, Messengern und ähnlichen Kanälen für Sicherheitsbehörden zugänglich macht.

Den erfolgreichen Abschluss einer Proof-of-Concept-Lösung für das österreichische Innenministerium hat der schwedische Software-Konzern Hexagon bekannt gegeben. In einem Forschungsprojekt, das vom Institut für Maschinenbau und Betriebsinformatik der Technischen Universität Graz geleitet wurde, hatte Hexagons Safety, Infrastructure & Geospatial Division untersucht, wie Social-Media-Daten zur Unterstützung von Einsätzen in Krisen- und Katastrophenfällen genutzt werden können. Dabei wurde die Lösung iLiKe entwickelt, die Daten aus öffentlich zugänglichen Kanälen zur Unterstützung von Einsatzorganisationen integriert. Das intelligente Lageinformationsportal iLiKe dient dem Erheben, Verarbeiten und Extrahieren relevanter Informationen aus sozialen Medien und weiteren öffentlichen Quellen. Es könne auch in Hexagons Lageinformations- und Stabssystem HxGN OnCall Planning & Response integriert werden, berichtet Hexagon. Auf diese Weise könnten sich die Mitarbeiter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die gesammelten Daten auf verschiedene Arten anzeigen lassen, unter anderem auf einer digitalen Lagekarte. Notfälle ließen sich somit rascher lokalisieren. Es sei zudem möglich, die Daten zu bewerten und einzuordnen, um die Qualität der Informationen laufend zu verbessern und in Zukunft fundiertere Entscheidungen zu treffen. Auf diese Weise sei es möglich, wertvolle Informationen für das Krisen- und Katastrophen-Management zu identifizieren, zu klassifizieren und zu präsentieren, die unter einem Berg irrelevanter oder irreführender Informationen begraben seien, erläutert Siegfried Vössner, Professor an der Technischen Universität Graz. Das Projekt wurde im Rahmen des Sicherheitsforschungsförderprogramms KIRAS des Österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus finanziert.





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