Digitale VerwaltungLuft nach oben

Verwaltungsdienste komfortabel erledigen? Für viele Menschen gehört dazu auch die digitale Einsicht in eigene Unterlagen.
(Bildquelle: Bildquelle: Rawpixel.com/Fotolia.com)
Eine neue Umfrage des auf Informationsmanagement spezialisierten Unternehmens Iron Mountain zeigt, wie die Bürgerinnen und Bürger die digitale Verwaltungstransformation erleben: Mit 26,6 Prozent gab demnach jeder vierte Deutsche an, mit den digitalen Verwaltungsdiensten und Terminmanagement der Kommune nicht zufrieden zu sein. Das zeige das Optimierungspotenzial bei digitalen Bürgerservices, die Kommunen in den vergangenen Jahren verstärkt ausgebaut haben – auch mit Unterstützung von Digitalisierungsexperten, wie Iron Mountain betont. Ein Wunsch der Bürgerinnen und Bürger für die Transformation: Einsicht in die eigenen Unterlagen, digital von zuhause aus. Diese Flexibilität wäre für 37,5 Prozent eine Verbesserung. Dafür müssen im Hintergrund Unterlagen entsprechend digitalisiert sein. Insgesamt wurden für die Umfrage 1.003 Personen in Deutschland vom Marktforschungsunternehmen Appinio bevölkerungsrepräsentativ befragt.
„Für die Bürgerinnen und Bürger zeigt sich der digitale Fortschritt des Staats insbesondere beim Behördengang oder der Antragstellung. Dafür müssen im Hintergrund viele Weichen gestellt, Akten kategorisiert und sicher gescannt werden“, sagt Martin Ha, Mitglied der Geschäftsführung bei Iron Mountain Deutschland. Als Digitalisierungspartner führe das Unternehmen regelmäßig Projekte für Unternehmen und digitale Behörden durch.
Schritt für Schritt digital
Iron Mountain erläutert auch, welche Schritte für das Vorhalten entscheidend sind: Der erste Schritt bei der Digitalisierung ist die Klassifizierung der Dokumente. Hierbei werden die Dokumente nach Typ, Sicherheitsstufe, Vertraulichkeitsgrad, Häufigkeit der Nutzung und Aufbewahrungszeiten sortiert. Gleichzeitig sollte ein Reinigungsprozess durchgeführt werden, bei dem ungültige Dokumente identifiziert und aus den digitalen Systemen entfernt werden. Dies hilft, Speicherplatz zu optimieren und die Kosten für Digitalisierungsprojekte zu reduzieren.
Anschließend beginnt die eigentliche Digitalisierung. Physische Dokumente müssen gescannt, bereits vorhandene digitale Dokumente durchsuchbar gemacht werden. Dabei kommen Techniken wie Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) zum Einsatz, um Daten zu identifizieren und zu extrahieren, die anschließend in eine Datenbank übertragen werden. Der nächste Schritt besteht darin, die digitalisierten Dokumente in einem geeigneten System zu speichern. Diese Speicherung sollte an die spezifischen Bedürfnisse der Organisation angepasst sein – entweder auf der eigenen Plattform oder auf der Plattform eines Drittanbieters. Ein für die Informationsverwaltung oder -archivierung geeignetes System muss es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch ermöglichen, automatisiert Datenschutzregeln für die Dokumentenaufbewahrung anzuwenden.
digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.
[28.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...
Berlin: Wer macht was?
[11.08.2026] Der im Juni beschlossene Zuständigkeitskatalog soll die Aufgabenverteilung innerhalb der Berliner Verwaltung klar regeln und das notorische „Behörden-Ping-Pong“ beenden. Nun ist das Kernstück der Berliner Verwaltungsreform auch online einsehbar. mehr...
Saarland: Digitaler Rückkanal für BAföG-Anträge
[07.08.2026] Im Saarland kann schon seit längerem staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) digital beantragt werden. Dabei kommt das bundesweite BAföG-Portal zum Einsatz. Nun können Antragstellende ihre BAföG-Bescheide auch digital empfangen. mehr...
Bitkom-DESI-Index: Platz 17 im EU-Digitalranking
[06.08.2026] Im Bitkom-DESI-Index 2026, der Fortschritte der Digitalisierung in den EU-Ländern misst, belegt Deutschland Platz 17 im Gesamtranking, vorne liegen Dänemark, Finnland und die Niederlande. Unter den fünf bevölkerungsreichsten Flächenstaaten liegt die Bundesrepublik dagegen auf Rang 2. mehr...
Thüringen: Projekt „Amsel“ auf der Zielgeraden
[29.07.2026] Thüringens Finanzämter haben mehr als 50.000 Vorschläge für eine Einkommensteuerfestsetzung ohne vorherige Steuererklärung verschickt. Rund ein Drittel der Angeschriebenen hat dem Verfahren bislang zugestimmt. mehr...
Studie: Digitale Weiterbildung im Public Sector
[27.07.2026] Digitale Selbstlernangebote werden im öffentlichen Dienst bislang kaum systematisch genutzt. Eine Studie für den IT-Planungsrat sieht die größten Hürden nicht bei Zertifikaten, sondern bei fehlenden Kompetenzmodellen, Prozessen und technischen Strukturen. mehr...
Hessen/Rheinland-Pfalz: Gemeinsames Fundament für die Steuer-IT
[23.07.2026] Hessen stellt der rheinland-pfälzischen Steuerverwaltung mehr als 400 Quadratmeter Rechenzentrumsfläche in Frankfurt bereit. Eine langfristige Kooperation soll zudem gemeinsame Vorhaben bei Cloud-Infrastrukturen, KI und automatisierten Steuerverfahren ermöglichen. mehr...
Schleswig-Holstein: Schnell ein Unternehmen gründen
[10.07.2026] Eine von acht Pilotregionen beim bundesweiten BMDS-Projekt „Schneller Gründen“ ist Nordfriesland. Der dort entwickelte Startuphafen bündelt Informationen und Verwaltungsangebote zur Unternehmensgründung – und soll bald weiteren Städten und Kreisen im Land zur Verfügung stehen. mehr...
Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital
[08.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...
GovTech Deutschland: Elterngeldverfahren föderal nachnutzen
[06.07.2026] Das Elterngeldverfahren steht perspektivisch auf der Deutschlandplattform zur föderalen Nachnutzung zur Verfügung. Die von GovTech Deutschland verantwortete Migration zeigt, wie bestehende Verwaltungsverfahren effizient und in kurzer Zeit auf eine moderne Plattformarchitektur überführt werden können. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Fischereischein fürs Smartphone
[06.07.2026] Wer in Nordrhein-Westfalen den Fischereischein erwirbt, erhält diesen künftig im modernen Scheckkartenformat oder als elektronisches Zertifikat auf dem Smartphone. mehr...
Baden-Württemberg: Kataster für Verkehrszeichen
[03.07.2026] Baden-Württemberg digitalisiert die Verwaltung seiner Verkehrszeichen. Ein neues Kataster soll Anordnung, Pflege und Auswertung der Schilder medienbruchfrei unterstützen und die Daten zugleich für Planung, Forschung und Mobilitätsanwendungen öffnen. mehr...
NEGZ/msg: Rückblick auf das Erfurter Digitalisierungsgespräch
[03.07.2026] Mit seinen Digitalisierungsgesprächen bringt das NEGZ Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Beim jüngsten Termin in Erfurt ging es unter anderem um das Spannungsfeld zwischen technologischer Unabhängigkeit, effizienten Verwaltungsprozessen und rechtlichen Rahmenbedingungen. mehr...
IT-Planungsrat: Ein Designsystem für Bund und Länder
[02.07.2026] Der IT-Planungsrat nimmt den offenen Standard KERN UX in sein Portfolio auf. Das von Hamburg und Schleswig-Holstein initiierte Projekt soll digitale Verwaltungsdienste nutzerfreundlicher, konsistenter und – zusammen mit der Digitalen Dachmarke – wiedererkennbarer machen. mehr...
Bitkom: Bundeswehr-Reserve muss digitaler werden
[02.07.2026] Das Bundeskabinett hat ein Gesetz zur Stärkung der Bundeswehr-Reserve beschlossen. Aus Sicht des Bitkom genügt Personalaufwuchs jedoch nicht für die Einsatzfähigkeit. Die Nutzung digitaler Technologien – von Apps über digitale Identität bis VR – müsste systematisch vorangetrieben werden. mehr...














