BMDSZuschlag für souveräne Cloud-Plattform

[27.05.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat zwei Konsortien mit dem Aufbau einer souveränen KI-Plattform beauftragt. Die PaaS-Lösung soll Anwendungen für Bund, Länder und Kommunen tragen. Das Auftragsvolumen liegt bei knapp 250 Millionen Euro.

Digitale Souveränität ist (auch) eine Vergabeentscheidung.

(Bildquelle: Deutsche Telekom (KI-generiert))

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat ein europaweites Vergabeverfahren für eine leistungsstarke, sichere und souveräne KI-Cloud als Platform-as-a-Service (PaaS) erfolgreich abgeschlossen. Der Zuschlag geht an zwei Konsortien: Den Zuschlag als erstplatzierter Bieter geht an ein Konsortium um T-Systems International, der Zuschlag als zweitplatzierter Bieter geht an ein Konsortium um SVA System Vertrieb Alexander. Das Gesamtauftragsvolumen der neuen KI Plattform beträgt knapp 250 Millionen Euro. Die Vergabe wurde möglich, nachdem Google und adesso ihre Vergaberüge zurückgezogen hatten.

Digital souverän in die Fläche

„Mit der KI-Cloud schaffen wir das Rückgrat einer souveränen, digitalen und KI-fähigen Verwaltung in Deutschland. Wir setzen damit eine strategische Entscheidung um: Leistungsfähige Digitalisierung für Bund, Länder und Kommunen läuft auf einer Infrastruktur, die wir selbst kontrollieren — sicher, skalierbar und europäisch anschlussfähig. Mit unseren Partnern setzen wir den Maßstab, an dem sich digitale Souveränität künftig messen lässt“, sagte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger. Jetzt gelte es, digitale Lösungen weiter in die Fläche der öffentlichen Verwaltung zu bringen und damit den nötigen Modernisierungsschub für unser Land zu beschleunigen, so der Minister.

Anschluss an den Deutschland-Stack

Die Plattform ermöglicht containerisierte KI Anwendungen von Fachverfahren über Assistenzsysteme bis hin zu generativen Diensten. Sie unterstützt den Aufbau des Deutschland Stacks, indem sie die dort definierten Souveränitäts-, Sicherheits- und Architekturprinzipien auf KI Lösungen anwendet. Offene Standards und Schnittstellen sowie Open Source Komponenten bilden dabei die technische Basis. Damit schafft das BMDS die Grundlage für eine nachhaltige und wiederverwendbare KI Infrastruktur, die den digitalen Wandel der öffentlichen Verwaltung entscheidend vorantreibt.

Auftakt mit KIPITZ

Als eine der ersten Anwendungen der neuen KI-Cloud soll laut BMDS die Lösung KIPITZ zeigen, wie KI-Anwendungen souverän, sicher und skalierbar auf der neuen KI-Cloud betrieben werden können. KIPITZ – kurz für „KI-Plattform des Bundes“ – wurde ursprünglich vom ITZBund für die Bundesverwaltung entwickelt. Funktionen umfassen die intelligente Dokumentenverarbeitung, Wissensmanagement, Übersetzungen, Textzusammenfassungen sowie Unterstützung für Planungs- und Genehmigungsverfahren. Schon jetzt betreibt SVA die Plattform KIPITZ im ITZBund, das Betriebsteam kann nahtlos weiterarbeiten. Technisch soll die Plattform auf der BSI-zertifizierten Cloud-Infrastruktur von STACKIT, dem Cloud-Provider von Schwarz Digits, implementiert werden.





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