Nordrhein-WestfalenKI-Zentrum für Hochschulen

An den Hochschulen in NRW soll der Umgang mit der Schlüsseltechnologie KI selbstverständlicher und besser werden.
(Bildquelle: grebeshkovmaxim/123rf.com)
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Forschung, Studium und Lehre sowie in der Hochschulverwaltung ist nicht mehr wegzudenken. In Nordrhein-Westfalen werden die bisher bestehenden geförderten Projekte KI:edu.nrw, KI:connect.nrw und Open Source-KI.nrw zum neuen, gemeinsamen KI:Expertisezentrum.nrw zusammengeführt. Laut Wissenschaftsministerium sollen entstehende Synergien genutzt werden, um die KI-Aktivitäten der Hochschulen in Nordrhein-Westfalen strategisch auszurichten und die digitale Souveränität der Hochschulen auszubauen. Grundlage für diesen Schritt ist ein Strategiepapier der Kooperationsgemeinschaft Digitale Hochschule NRW (DH.NRW). Das KI:Expertisezentrum.nrw ist das bislang größte unter dem Dach der DH.NRW geförderte Projekt. Das KI.nrw soll Studierenden sowie Mitarbeitenden in Forschung und Verwaltung in Nordrhein-Westfalen den datenschutzkonformen Zugang zu generativer KI erleichtern und den Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen. Anfang Juli nahm das neue KI:Expertisezentrum.nrw seine Arbeit auf. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft fördert das Projekt mit rund 15,4 Millionen Euro bis Ende 2030.
Auch Uni-Verwaltungen im Fokus
Das KI:Expertisezentrum.nrw richtet den Blick neben Studium und Lehre auch auf die Hochschulverwaltung und insbesondere darauf, wie diese durch KI unterstützt werden kann. Es gibt drei konkrete Handlungsfelder im Projekt:
- Kompetenz: Lehrende, Studierende und Verwaltungsmitarbeitende sollen durch Schulungen, Beratung und Vernetzung KI-Kompetenzen aufbauen. Zudem werden Rechtsfragen zentral für die nordrhein-westfälischen Hochschulen geklärt. Damit führt das Projekt die Arbeit von KI.nrw fort.
- Inferenz: Hochschulen sollen auf zentral gehostete Open-Source- beziehungsweise Open-Weight-KI-Modelle zugreifen können. Dafür wird im Rahmen der DH.NRW eine gemeinsame Hardware-Infrastruktur betrieben, damit Technologie und Daten in Hochschulhand bleiben. Grundlage sind Vorarbeiten aus Open Source-KI.nrw.
- Apps: Eine landesweite Plattform soll Hochschulen den Zugang zu kommerziellen und nicht-kommerziellen KI-Modellen ermöglichen. Der im Projekt KI:connect.nrw entwickelte Dienst wird bereits von vielen Hochschulen genutzt. Das neue Projekt legt zudem einen Schwerpunkt auf faktentreue KI-Antworten und koordiniert Spezialanwendungen für Verwaltung, Studium und Lehre.
Die Ruhr-Universität Bochum übernimmt die Konsortialführung des KI:Expertisezentrums.nrw. Weitere Beteiligte sind die RWTH Aachen, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität zu Köln, die FernUniversität Hagen, die Technische Hochschule Köln und die Fachhochschule Dortmund.
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