NEGZ/msgRückblick auf das Erfurter Digitalisierungsgespräch

Das Diskussionsabendessen des NEGZ in Erfurt bot den Rahmen für fachlichen Austausch.
(Bildquelle: NEGZ)
Das Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung (NEGZ) und das IT- und Beratungsunternehmen msg haben im Juni zu den Digitalisierungsgesprächen nach Erfurt eingeladen und berichten nun über das Event. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Thüringen digitale Souveränität, Bürokratieabbau und leistungsfähige Verwaltungsstrukturen weiter voranbringen kann.
Die Digitalisierungsgespräche sind eine vom NEGZ und seinen Mitgliedsorganisationen organisierte Veranstaltungsreihe zu Themen der Digitalpolitik. Sie bringen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in vertraulichem Rahmen zusammen. In Erfurt ging es insbesondere um das Spannungsfeld zwischen technologischer Unabhängigkeit, effizienten Verwaltungsprozessen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Freistaat Thüringen, wie das NEGZ berichtet.
Offener Austausch im vertraulichen Rahmen
Den einordnenden Auftakt übernahm Stephan König, Staatssekretär für Medien und Europa sowie Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund. In seiner Keynote skizzierte er zentrale Ansatzpunkte für eine moderne Verwaltung und gab Impulse für die anschließende Diskussion. Danach wurden unterschiedliche Perspektiven auf die digitale Transformation der Verwaltung zusammengeführt. Zur Sprache kamen unter anderem Cyber-Sicherheit und digitale Resilienz, die tatsächliche Nutzung und Wirkung von E-Government-Angeboten, leistungsfähige digitale Infrastrukturen sowie konkrete Herausforderungen auf kommunaler Ebene. Fachliche Impulse kamen aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und kommunaler Praxis.
Technik allein genügt nicht
Die Gespräche fanden nach Angaben des NEGZ unter der sogenannten Chatham House Rule statt. Dieser Rahmen soll einen offenen Austausch über bestehende Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze ermöglichen. Deutlich wurde nach Angaben des NEGZ, dass staatliche Handlungsfähigkeit nicht allein von technischen Lösungen abhängt. Für eine leistungsfähige digitale Verwaltung müssten politische Zielsetzungen, administrative Umsetzung und technologische Kompetenz enger verzahnt werden. Der Austausch in Erfurt zeige damit auch, so das NEGZ, wie wichtig ein kontinuierlicher Dialog zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft für die Verwaltungsmodernisierung in Thüringen bleibt.
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