BerlinStart des Digitalchecks

Ist das neue Regelungsvorhaben digitaltauglich? Auch in Berlin wird dies künftig im Rahmen eines Digitalchecks überprüft.
(Bildquelle: vectorfusionart/123rf.com)
Der Berliner Senat hat in dieser Woche den Start des Digitalchecks beschlossen. Dieser muss in Zukunft verbindlich angewandt werden. Damit setzt Berlin ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag und den aktuellen Richtlinien der Regierungspolitik um. Mit dem Digitalcheck wird die Digitaltauglichkeit von Rechtsnormen bereits während ihrer Entstehung berücksichtigt. Rechtliche Digitalisierungshindernisse lassen sich so verringern und digitaltaugliche Rechtsnormen fördern. Werden digitale Vollzugsmöglichkeiten frühzeitig berücksichtigt, kann dies die elektronische Interaktion von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen mit der Berliner Verwaltung verbessern und Verwaltungsprozesse effizienter machen. Damit will die Berliner Verwaltung den Erwartungen der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen an die Digitalisierung besser entsprechen.
Methoden wurden zuvor erprobt
Die Grundlage des Senatsbeschlusses ist ein Eckpunktepapier, das der Senat bereits im November 2024 beschlossen hatte. Es legt die wesentlichen inhaltlichen und methodischen Elemente des Berliner Digitalchecks fest. Darauf aufbauend wurden Methoden und Werkzeuge im Detail entwickelt und in einer Pilotphase anhand eines Gesetzesvorhabens erprobt. Das nun beschlossene Umsetzungskonzept führt den Digitalcheck verbindlich ein. Die Exekutive muss den Digitalcheck künftig bei jedem Gesetzentwurf anwenden. Er gilt außerdem für Rechts- und Änderungsverordnungen, wenn sie im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung erlassen werden oder Verfahrensregelungen anpassen beziehungsweise neu einführen.
Vergleichbare Verfahren gibt es bereits für den Bund sowie in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Nordrhein-Westfalen prüft die Digitaltauglichkeit von Regelungen mit einem E-Government-Check.
Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz
[28.09.2026] Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten. mehr...
Thüringen / Schleswig-Holstein: Digital-Kooperation wird vertieft
[23.09.2026] Thüringen und Schleswig-Holstein wollen bei der Digitalisierung ihrer Landesverwaltungen enger zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen Dateninfrastrukturen, Registermodernisierung, Open Source, souveräne KI-Lösungen und länderübergreifende Netzwerke. mehr...
IT-Planungsrat: Weichen für Deutschland-Stack gestellt
[21.09.2026] Bund und Länder haben zentrale Zuständigkeiten für den Deutschland-Stack festgelegt. Der Bund übernimmt mit Unterstützung der FITKO die Verantwortung für fünf Basiskomponenten der föderalen Digitalinfrastruktur. mehr...
Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen
[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...
Sachsen-Anhalt: Erste Bilanz der Digitalstrategie
[16.09.2026] Sachsen-Anhalt will die Digitalisierung von Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft bis 2030 systematisch vorantreiben. Die Strategie „Sachsen-Anhalt Digital 2030“ setzt dabei auf digitale Verwaltungsangebote, vernetzte Smart Regions, digitale Souveränität und nachnutzbare Lösungen. mehr...
Thüringen: Im Digital Dialog mit Bürgern
[14.09.2026] Unter dem Motto „Mitreden. Nachfragen. Mitgestalten“ fand kürzlich im Festsaal Schloßvippach der Auftakt zur Gesprächsreihe „Digital Dialog – Thüringen digital verstehen“ statt. mehr...
Bund: Eine Milliarde Euro für Verwaltungsdigitalisierung
[09.09.2026] Der Bund will die Verwaltungsdigitalisierung weiter vorantreiben. Im Haushaltsentwurf sind dafür rund eine Milliarde Euro vorgesehen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger kündigte zudem weitere Schritte beim Deutschland-Stack, bei digitalen Verwaltungsleistungen und der Deutschland-App an. mehr...
Brandenburg: Breiter Dialog für neue Digitalstrategie
[07.09.2026] Brandenburg bezieht Verbände, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen in die Erarbeitung der neuen Digitalstrategie ein. Nach Online-Befragung und Verbändeanhörung folgt im September ein Kommunalworkshop. Die Strategie soll bis Ende 2026 verabschiedet und veröffentlicht werden. mehr...
Niedersachsen: Neue Strukturen bringen Digitalisierung voran
[04.09.2026] Ein Jahr nach der Neuordnung seiner Digitalpolitik zieht Niedersachsen eine positive Bilanz: Zuständigkeiten wurden neu geordnet, Strukturen geschaffen, wichtige Fortschritte sind sichtbar. Nun sollen Verwaltungsdigitalisierung, KI und Cyber-Sicherheit weiter vorankommen. mehr...
Digitalpolitik: Kabinettsklausur in Neuhardenberg
[31.08.2026] Bei ihrer Kabinettsklausur in Neuhardenberg beriet die Bundesregierung unter anderem über industrielle KI, digitale Souveränität und Bürokratieabbau. Mit weniger Berichtspflichten sowie schnelleren Genehmigungen und Unternehmensgründungen will sie die Wirtschaft entlasten. mehr...
Bundeshaushalt 2027: Digitaletat steigt auf 1,44 Milliarden Euro
[27.08.2026] Der Haushaltsentwurf 2027 sieht für das Bundesdigitalministerium höhere Ausgaben für die IT-Infrastruktur und mehr Mittel aus dem Sondervermögen vor. Schwerpunkte sind Breitbandausbau und Verwaltungsdigitalisierung. Bei Mobilfunk und Registermodernisierung wird dagegen gekürzt. mehr...
Bitkom: Wie digital sind Berlins Parteien?
[24.08.2026] Welche Berliner Parteien passen bei digitalpolitischen Fragen zu den eigenen Positionen? Zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September gleicht der neue Bitkomat die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer auf 20 Thesen mit den Angaben der im Parlament vertretenen Parteien ab. mehr...
Bremen: Leitplanken für Verwaltungs-KI
[21.08.2026] Der Bremer Senat hat jetzt eine KI-Strategie für die Verwaltung beschlossen. Sie soll den Einsatz der Technologie mit sieben Handlungsschwerpunkten und 39 Projekten verbindlich steuern, um Verfahren zu beschleunigen, Beschäftigte zu entlasten und die Datenhoheit zu sichern. mehr...
Schleswig-Holstein/Dänemark: Zwei Digitalregionen rücken zusammen
[20.08.2026] Schleswig-Holstein und Dänemark vertiefen ihren Austausch zur digitalen Verwaltung. In Flensburg diskutierten Fachleute aus Verwaltung, Wirtschaft und Technologie über erfolgreiche gemeinsame Projekte sowie Ansätze für die weitere Zusammenarbeit, etwa bei Verwaltungsdigitalisierung, Cyber-Sicherheit und Open Source. mehr...












