BayernSteuerverwaltung
 macht Tempo mit KI

[20.03.2026] Die bayerische Steuerverwaltung setzt für noch mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit verstärkt auf KI-Lösungen. Entsprechende Pilotprojekte sind jetzt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg gestartet.
Ordner mit Namen Finanzamt und Steuererklärung

Bayerns Finanzämter sollen Steuererklärungen dank KI künftig schneller und effizienter bearbeiten können.

(Bildquelle: ginasanders/123rf.com)

Der Freistaat Bayern erweitert sein KI-Portfolio um ein KI-gestütztes Modell zur Bearbeitung von Steuererklärungen. Die Künstliche Intelligenz soll nach Angaben des Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat dazu beitragen,  Steuererklärungen noch schneller, effizienter und bürgerfreundlicher bearbeiten zu können. 

„Durch moderne Mustererkennung im Risikomanagement werden steuerrelevante Sachverhalte gezielter erkannt und Routinefälle automatisch abgeschlossen – das entlastet unsere Beschäftigten und beschleunigt den Bürgerservice“, erklärt dazu Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. „Mit dem neuen Modul ergänzen wir die bereits bestehenden KI-Anwendungen in der Steuerverwaltung – wir gehen damit einen weiteren konsequenten Schritt zur Digitalisierung, Automatisierung und Bürgerfreundlichkeit.“

Sicherheit und digitale Souveränität haben Vorrang

Die bayerische Steuerverwaltung verfolge beim Ausbau des KI-Einsatzes ein klares Prinzip, heißt es vonseiten des Finanzministeriums weiter: Sicherheit und digitale Souveränität hätten Vorrang. Die Steuerverwaltung setze deshalb zunehmend auf eine eigene Enterprise-KI-Infrastruktur, bei der sensible Steuerdaten vollständig im geschützten Verwaltungsnetz verarbeitet würden – rechtssicher, ohne externe Dienste und ohne Datenabfluss.

Das neue KI-Modell zur Bearbeitung von Steuererklärungen wurde im KONSENS-Verbund entwickelt und zuerst in Nordrhein-Westfalen pilotiert. Es erweitert das bestehende Risikomanagement in den Finanzämtern um eine automatisierte Mustererkennung. Das neue Modell ermöglicht so eine schnellere, vollautomatische KI-gestützte Bearbeitung von routineartigen Steuererklärungen. Die Pilotphase beginnt in den Finanzämtern Augsburg-Stadt und Regensburg und konzentriert sich zunächst auf Steuererklärungen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die Weiterentwicklung erfolgt durch Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeinsam für alle anderen Bundesländer im KONSENS-Verbund.

Umfangreiches KI-Portfolio

Die neue Lösung zur Bearbeitung von Steuererklärungen ist nach Angaben des Finanzministeriums Teil eines umfangreichen KI-Portfolios, das Bayern schrittweise ausbaut. So startete Ende des vergangenen Jahres das Bayerische Landesamt für Steuern den Pilotbetrieb des KI-Chatbots chat.BAI, der gezielt für die Anforderungen der Finanzämter entwickelt wurde, die Mitarbeitenden dialogbasiert unterstützt und  – innerhalb einer gesicherten und abgekapselten Umgebung – auch sensible Dokumente automatisiert auswerten kann. Seit Mitte 2025 kommt an den Finanzämtern und dem Bayerischen Landesamt für Steuern zudem flächendeckend ein sicheres KI-Übersetzungstool zum Einsatz.

Ergänzend läuft seit September 2025 ein Pilotprojekt für KI-gestützten Support in der Softwareentwicklung im Bayerischen Landesamt für Steuern. Das im eigenen Rechenzentrum betriebene Tool unterstützt die Softwareentwicklung mithilfe von Code-Erläuterungen, Code-Generierung und der Code-Dokumentation sowie durch eine automatisierte Testentwicklung mit Fehlersuche und Optimierungsvorschlägen. Perspektivisch soll dies auf weitere Behörden ausgeweitet werden, um die Vorteile der KI auch dort strukturiert und sicher nutzbar zu machen. Neben der enormen Arbeitserleichterung für die Beschäftigten in der Softwareentwicklung werden die Ressourcen damit noch wirtschaftlicher eingesetzt.





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