BrandenburgDigitalisierung ist kein Selbstzweck

[17.09.2026] Beim Brandenburger Digital- und Verwaltungstag 2026 standen Staatsmodernisierung, Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit im Mittelpunkt. Land und Kommunen sollen bei der Verwaltungsdigitalisierung stärker zusammenarbeiten.

Brandenburgs Digitalisierungsminister Benjamin Grimm stellte auf dem Digital- und Verwaltungstag die Digitalstrategie des Landes vor.

(Bildquelle: Karoline Wolf)

Vertreterinnen und Vertreter aus Land, Kommunen und Wissenschaft haben am 10. September 2026 beim Brandenburger Digital- und Verwaltungstag an der Technischen Hochschule Wildau über eine moderne und bürgernahe Verwaltung diskutiert. Schwerpunkte waren gemeinsame Standards, die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen sowie der Einsatz neuer Technologien.

Brandenburgs Minister der Justiz und für Digitalisierung, Benjamin Grimm, stellte in seiner Keynote die Digitalstrategie des Landes und konkrete Ansätze zur Staatsmodernisierung vor. „Digitalisierung ist dafür kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Hebel“, sagte Grimm. Staatsmodernisierung, Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit gehörten dabei untrennbar zusammen.

Weniger Schriftform, schnellere Verfahren

Ein Ansatz ist der Abbau von Formerfordernissen. Bund und Länder haben sich im Rahmen der Föderalen Modernisierungsagenda darauf verständigt, die Schriftform künftig nur noch dort vorzusehen, wo sie tatsächlich erforderlich ist. Ab Juli 2027 soll sie in vielen Fällen auch durch ein elektronisches Dokument wie eine E-Mail erfüllt werden können. Brandenburg hat nach Angaben des Digitalministeriums die bestehenden Formerfordernisse bereits weitgehend erfasst und geprüft. Zudem untersucht das Land, in welchen Bereichen auf Widerspruchsverfahren verzichtet werden kann. Damit sollen Verwaltungsverfahren beschleunigt werden, ohne den Rechtsschutz einzuschränken.

KI-Lösung LLMoin auch für Kommunen

Beim Einsatz Künstlicher Intelligenz setzt Brandenburg verstärkt auf die Nachnutzung vorhandener Lösungen. So soll das KI-System „LLMoin“ im kommenden Jahr auch den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Zugleich rief Grimm Kommunen und Landkreise dazu auf, Cyber-Sicherheit als gemeinsame Daueraufgabe zu verstehen. Eine digitale Verwaltung müsse neben Nutzerfreundlichkeit und Effizienz auch resilient und sicher sein.

Der bisherige Brandenburger Digitaltag wurde 2026 mit dem Brandenburger Verwaltungstag zusammengeführt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Technischen Hochschule Wildau, der DigitalAgentur Brandenburg und dem Ministerium der Justiz und für Digitalisierung.





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