Mecklenburg-VorpommernFörderverfahren digitalisiert
Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI M-V) hat ein neues digitales Förderportal auf Basis des „eAntrags“ des IT-Dienstleisters innobis eingeführt. Antragstellerinnen und Antragsteller können damit bei ausgewählten Förderprogrammen den gesamten Prozess vom Antrag bis zum Bescheid digital durchlaufen.
Das neue Portal ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprojekts des LFI M-V, des Ministeriums für Finanzen und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern und der beteiligten Fachressorts. Dabei wurde die Förderfachanwendungsstrecke grundlegend erneuert. Herzstück ist die neue Förderplattform ABAKUS (Aktuelles Förderbanken Antrags- und Kundensystem), die auf SAP S/4HANA basiert. Der eAntrag ist in diese Plattform integriert.
Rollenbasierte Geschäftsprozesse
Über rollenbasierte Geschäftsprozesse sollen Antragstellende, Beratende, Ministerien, weitere Prüfstellen und die Sachbearbeitung digital miteinander verbunden werden. Für die Identifizierung und Anmeldung unterstützt das Portal die BundID sowie Mein Unternehmenskonto (MUK). Nach Angaben von innobis ist die Lösung zudem auf die Anforderungen der EU-Förderperiode ab 2028 ausgerichtet.
„Mit dem neuen Förderportal machen wir den Zugang zu Fördermitteln einfacher, schneller und digitaler“, erklärt Mecklenburg-Vorpommerns Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue. Entscheidend sei, „dass wir nicht bei der Digitalisierung einzelner Schritte stehen bleiben, sondern die Förderverfahren insgesamt modernisieren“.
Schnelle Umsetzung
Auch das LFI sieht in der Einführung einen wichtigen Schritt seiner Digitalisierungsstrategie. Geschäftsleiter Karsten Hohensee zufolge profitieren sowohl Antragstellende als auch die Verwaltung von „effizienteren, transparenteren und nutzerfreundlicheren Prozessen“. Die technische Umsetzung erfolgte nach Angaben von innobis in vergleichsweise kurzer Zeit. Zwischen der ersten Installation des eAntrags auf den Systemen und der Produktionsübernahme lagen sieben Monate. Das Unternehmen hebt insbesondere die Integration in die Förderbankprozesse sowie die Vorbereitung auf die kommende EU-Förderperiode hervor.
Mit der neuen Plattform verfolgt Mecklenburg-Vorpommern damit einen Ende-zu-Ende-Ansatz bei der Digitalisierung der Förderverwaltung: Nicht lediglich der Antrag wird ins Netz verlagert, sondern die zugrunde liegenden Fachverfahren und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen werden in die digitale Prozesskette einbezogen.
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