mITCloud-Stack fürs eigene Rechenzentrum

[17.09.2026] Öffentliche Verwaltungen und Unternehmen können die Cloud-Plattform der mitteldeutschen IT künftig als Private Cloud im eigenen Rechenzentrum betreiben. Damit sollen insbesondere Organisationen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und digitale Souveränität angesprochen werden.

mIT-Gründer und -Geschäftsführer Martin Flechsig beoabachtet, dass Organisationen gezielt nach Lösungen suchen, die ihnen maximale Kontrolle über die eigenen Daten garantieren.

(Bildquelle: mIT)

Das Unternehmen mitteldeutsche IT erweitert sein Cloud-Angebot. Wie das Leipziger Unternehmen mitteilt, steht die mIT Cloud öffentlichen Einrichtungen und Großunternehmen ab sofort auch als eigenständiger Cloud-Stack für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum zur Verfügung. Die Plattform werde dabei auf der Hardware des jeweiligen Betreibers installiert und als abgeschottete Private Cloud betrieben. Auf Wunsch übernehme mIT auch die Installation geeigneter Standard-Hardware.

Nach Angaben des Unternehmens richtet sich das Angebot insbesondere an Organisationen, die ihre Daten und IT-Infrastruktur selbst kontrollieren und Abhängigkeiten von großen außereuropäischen Cloud-Anbietern reduzieren wollen. „Auf zahlreichen Messen und Veranstaltungen erleben wir, dass diese Organisationen nach Lösungen suchen, die ihnen maximale Kontrolle über die eigenen Daten garantieren, ohne auf die proprietären Ökosysteme großer US-amerikanischer Cloud-Anbieter angewiesen zu sein“, sagt mIT-Gründer und -Geschäftsführer Martin Flechsig.

Auf dem Cloud-Stack lassen sich laut mIT unter anderem Fachverfahren und Geschäftsanwendungen, virtuelle Maschinen sowie bestehende Legacy-Anwendungen betreiben. Auch das Cloud-Office des Unternehmens und KI-Anwendungen auf Basis frei wählbarer Open-Source-Modelle können integriert werden. Netzwerk- und Sicherheitsdienste werden ebenfalls innerhalb des Stacks orchestriert. Software-Anbieter unterstützt mIT zudem dabei, bestehende Fachverfahren für einen Betrieb als Software as a Service (SaaS) in Private-Cloud-Umgebungen weiterzuentwickeln.

Die Verwaltung der Plattform soll nach Unternehmensangaben ohne vertiefte Cloud-Kenntnisse möglich sein. Die technische Komplexität der Virtualisierung werde über eine Bedienoberfläche abstrahiert. Zudem sei die Architektur auf Hochverfügbarkeit und Geo-Redundanz ausgelegt. Damit adressiert mIT nach eigenen Angaben auch Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Für Wartung und Weiterentwicklung bietet das Unternehmen Service- und Update-Verträge an. Die Kontrolle über Daten und physische Infrastruktur verbleibt dabei beim jeweiligen Betreiber. mIT bietet seine Cloud-Dienste darüber hinaus weiterhin aus Rechenzentren in Leipzig, Hannover und Frankfurt am Main an.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Souveränität

moresophy: KI braucht Transparenz

[16.09.2026] Ein europäischer Hosting-Standort allein sorgt noch nicht für digitale Souveränität beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Nach Einschätzung von Professor Heiko Beier von moresophy sind ebenso Kontrolle über Daten und Nachvollziehbarkeit der KI-Ergebnisse entscheidend. mehr...

Mecklenburg-Vorpommern/Schwarz Digits: Kooperation für souveräne Landes-IT

[08.09.2026] Mecklenburg-Vorpommern baut gemeinsam mit Schwarz Digits die digitale Infrastruktur der Landesverwaltung aus. Geplant sind eine hybride Cloud für Land und Kommunen sowie ein zentraler digitaler Arbeitsplatz für rund 16.000 Lehrkräfte und weitere Schulbeschäftigte. mehr...

Rotes Retro-Telefon auf blauem Untergrund

Schleswig-Holstein: Telefonie wird Open Source

[12.08.2026] Schleswig-Holstein erneuert die Telefonie der Landesverwaltung: Die Open-Source-Plattform OSKAR soll die heterogene Infrastruktur modernisieren und das bisher genutzte proprietäre System ersetzen. Den Auftrag erhielt das Flensburger Software-Unternehmen Viakom. mehr...

Porträt der drei Autorinnen, die nebeneinander in einem modernen Flur stehen.

Impulspapier: Digitale Souveränität in Deutschland und Europa

[10.08.2026] Bundesbank-Vorständin Fritzi Köhler-Geib, BSI-Präsidentin Claudia Plattner und Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus haben ein Impulspapier zur digitalen Souveränität vorgelegt. Zu den Kernpunkten zählen die Bündelung europäischer Kompetenzen bei Schlüsseltechnologien und der Abbau regulatorischer Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. mehr...

Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität

[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...

Nahaufnahme weibliche Hände an einer Tastatur

openDesk: Weiterarbeiten in der Krise

[24.07.2026] Ein groß angelegtes Pilotprojekt mit mehreren Sozialversicherungsträgern hat openDesk als Notfallarbeitsplatz unter Realbedingungen getestet. Die vom ZenDiS gesteuerte Erprobung verlief erfolgreich. Der Einsatz von openDesk als souveränem Notfallarbeitsplatz soll weiter skaliert werden. mehr...

Montage: Junger Mann im Karohemd schreibt mit einem Marker auf eine imaginäre Glaswand die Worte "open source"

Bundestag/OSBA: Behörden dürfen Open Source ausschreiben

[20.07.2026] Der Einsatz quelloffener Software gilt als ein wichtiger Baustein, um einzelne Behörden und den Staat als Ganzes digital souveräner aufzustellen. Bei der Vergabe gibt es aber noch viele Unsicherheiten. Ein Gutachten des Bundestags räumt viele davon aus. Die OSBA berichtet. mehr...

Low-Code-Plattformen erlauben die schnelle Programmierung von Lösungen.

Schleswig-Holstein: Fachverfahren per Low Code

[09.07.2026] Schleswig-Holstein will in seiner Landesverwaltung mehr als 100 Fachverfahren ersetzen, die bislang auf Microsoft Access basieren. Für neue webbasierte Anwendungen kommt eine Low-Code-Plattform von mgm zum Einsatz. Andere Verwaltungen sollen die entwickelten Lösungen nachnutzen können. mehr...

Aus Angst vor Datendiebstahl meidet die Mehrheit der Bürger den Online-Behördengang.
bericht

EU/USA: Wackeliger Datenschutzrahmen

[08.07.2026] Eine Entscheidung des US Supreme Court bringt die rechtliche Grundlage transatlantischer Datentransfers ins Wanken: Die Handelsbehörde FTC, die unter anderem kontrollieren soll, ob US-Hyperscaler wichtige Datenschutzgrundsätze einhalten, ist nicht länger neutral. Bayerns Digitalminister Mehring fordert daraus Konsequenzen für Europas digitale Souveränität. mehr...

Ein heller Raum, von hinten aufgenommen über Köpfe und Schultern des Publikums hinweg, vorne Rednerpult, Projektionswand und Dirk Schrödter als Redner

Schleswig-Holstein: Europa braucht Open Source

[07.07.2026] Schleswig-Holstein hat mit „OSPOs for Europe“ ein europäisches Austauschformat zu Open Source angestoßen. Beim zweiten Treffen in Brüssel betonte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter, dass digitale Souveränität nicht im Alleingang entsteht, sondern durch gemeinsame Standards und Technologien sowie geteilte Expertise. mehr...

Mecklenburg-Vorpommerns Digitalisierungsminister Heiko Geue (l.) und Landes-CIO Marco Anschütz

Mecklenburg-Vorpommern: Tschüs, Sharepoint – Hallo, Nextcloud

[07.07.2026] Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat für die Kollaborationssoftware seiner Verwaltung den Umstieg auf die quelloffene Lösung Nextcloud begonnen. Die ersten 5.000 Verwaltungsbeschäftigten nutzen die Lösung zum Filesharing. Perspektivisch sollen bis zu 50.000 ÖD-Beschäftigte mit Nextcloud arbeiten. mehr...

Deutsch-französische Kooperation: Vive la souveraineté !

[19.06.2026] Deutschland und Frankreich haben erstmals eine gemeinsame Definition für digitale Souveränität vorgestellt. Das Papier soll Europas technologische Abhängigkeiten verringern und künftige EU-Regeln zu KI, Cloud und Kritischen Infrastrukturen prägen. mehr...

Delos Cloud: Sopra Steria wird Partner

[08.06.2026] Sopra Steria unterstützt Behörden und öffentliche IT-Dienstleister bei der Migration in eine souveräne Cloud-Umgebung. Dazu wurde nun eine strategische Partnerschaft mit Delos Cloud vereinbart. mehr...

Das Bild zeigt Bayerns Digitalminister Fabian Mehring.

Bayern: Souveräner Verwaltungsarbeitsplatz – und zwar schnell

[05.06.2026] Bayerns Digitalministerium macht Tempo beim digital souveränen Arbeitsplatz. Beschäftigte sollen in den kommenden Monaten verschiedene Lösungen im laufenden Betrieb testen. 2027 soll dann bereits ein Fünftel des Hauses mit der dabei gefundenen Arbeitsplatzlösung arbeiten. mehr...