NiedersachsenWaldbrandfrüherkennung per Sensor

[04.06.2026] Um die Entwicklung größerer Brandereignisse zu verhindern, müssen Waldbrände so früh wie möglich lokalisiert und bekämpft werden. Daher baut das Land Niedersachsen sein Sensornetz zur automatisierten Branderkennung weiter aus.
Waldbrand: Dunkle Silhouette von Nadelbäumen vor orange leuchtendem Hintergrund.

Niedersachsen setzt auf automatisierte Waldbrandfrüherkennung, um Großbrände gar nicht erst entstehen zu lassen.

(Bildquelle: Matt Howard/Unsplash)

Die Waldbrandgefahr hat in den vergangenen Jahren spürbar zugenommen. Insbesondere längere Trockenperioden und steigende Temperaturen führen zu einer erhöhten Anfälligkeit der Wälder. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) stärkt den Schutz seiner Wälder und baut das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystem (AWFS) gezielt weiter aus. In Bleckede (Alt Garge) ging nun ein neuer Standort in Betrieb. „Angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden ist eine schnelle und zuverlässige Erkennung von Waldbränden entscheidend, um Schäden für Mensch, Natur und Infrastruktur zu begrenzen. Mit der Erweiterung des Systems reagiert Niedersachsen vorausschauend auf die Herausforderungen des Klimawandels und stärkt die Vorsorge gegen Naturgefahren nachhaltig“, so Forstministerin Miriam Staudte.

Brandereignisse frühzeitig erkennen

Das bereits seit 2009 eingesetzte System ermöglicht eine flächendeckende Überwachung großer Waldgebiete. Mithilfe hochempfindlicher Kameratechnik werden Rauchentwicklungen frühzeitig erkannt und digital ausgewertet. Durch die Kombination mehrerer Kamerastandorte können Brandorte präzise lokalisiert und umgehend an die zuständigen Einsatzkräfte übermittelt werden. Auf diese Weise wird die Reaktionszeit erheblich verkürzt und eine effektive Brandbekämpfung unterstützt. Das automatisierte Waldbrandfrüherkennungssystem stellt einen zentralen Baustein der niedersächsischen Waldbrandschutzstrategie dar. Seit der Einführung konnten bereits mehrere tausend Brandereignisse frühzeitig erkannt und gemeldet werden.

440.000 Hektar werden automatisiert überwacht

Das ML stellt für die Erweiterung und Weiterentwicklung des Systems in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt rund 450.000 Euro zur Verfügung. Die Investitionen dienen der Modernisierung bestehender Standorte sowie dem Ausbau der Überwachung durch zwei neue Standorte in Alt Garge (Landkreis Lüneburg) und Rosengarten (Landkreis Harburg) für bislang nicht vollständig abgedeckte Regionen. In Niedersachsen umfasst das System derzeit rund 20 Kamera- beziehungsweise Sensoreinheiten an 18 Standorten, die im besonders brandgefährdeten nordöstlichen Teil des Landes insgesamt 440.000 Hektar Fläche überwachen. Bundesweit gibt es 200 Waldbrandfrüherkennungssensoren.





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