BayernKompetenz für Open Data

[08.05.2024] Ein Kompetenzzentrum für Open Data wollen in Bayern das Digitalministerium und die Digitalagentur byte etablieren. Das Portfolio des Kompetenzzentrums umfasst neben dem Open-Data-Portal umfassende Serviceleistungen, die den Einstieg in die Datenbereitstellung auch für kleinste Behörden und Kommunen möglich machen.

Bayerns Open-Data-Portal open.bydata ist nach Angaben des Digitalministeriums des Freistaats innerhalb weniger Monate ein integraler Bestandteil des bayerischen Datenökosystems geworden und auf über 6.500 frei nachnutzbare Datensätze für Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft von mehr als 75 Datenbereitstellern angewachsen. Nun wollen Digitalministerium und die Digitalagentur byte ein Kompetenzzentrum für Open Data – das open bydata competence center (oc.bydata) aufbauen.

Digitalminister Fabian Mehring sagt dazu: „Mit dem open bydata competence center etablieren wir ein kompetentes Experten-Team für Open Data in Bayern. Mit seiner Hilfe heben wir gerade in der Fläche des Freistaats das Potenzial offener Daten als Booster für innovative Start-ups, Spitzenforschung und Kooperation mit der Zivilgesellschaft.“

Das Portfolio des Kompetenzzentrums umfasse neben dem Portal mit seinen Open-Data-Präsenzen – eigene, individualisierbare und kostenfreie Unterbereiche für Datenbereitsteller – umfassende Serviceleistungen, die den Einstieg in die Datenbereitstellung selbst für kleinste Behörden und Kommunen möglich machen. Diese reichen von buchbaren Beratungen zu Datenqualität oder Linked Open Data über technische Leistungen wie die automatisierte Metadaten-Optimierung bis hin zur Bereitstellung von Handreichungen und Informationsmaterialien.

Neben der Datengewinnung verfolgt das Kompetenzzentrum laut Digitalministerium auch Datenanfragen für konkrete Projekte und unterstützt bei der Nachnutzung von Open Data mit Use Cases und Best Practices aus offenen Daten. Alle Entwicklungen würden dabei unter offenen Lizenzen oder als Open Source bereitgestellt.

Die ersten Prioritäten des oc.bydata liegen derzeit auf der Gewinnung neuer Datenbereitsteller verbunden mit einem Ausbau der Open-Data-Präsenzen in einer neuen Version, der Optimierung der Datenqualität durch automatisierte Verfahren sowie einer Automatisierung und Vereinfachung der Datenbereitstellung. Experimentiert werde außerdem mit dem Einsatz innovativer Technologien, um verschiedenste Daten Bayerns zu vernetzen.

Um den Austausch zwischen Verwaltungen und Open Data Communities zu fördern, setzt das oc.bydata laut der Pressemeldung des Digitalministeriums auf Networking- und Event-Formate in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der Open Data Communities rund um Start-ups und etablierte Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Open Knowledge Labs oder Forschungseinrichtungen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Open Government

BVA: KI erleichtert die Datennutzung

[12.10.2026] Beim Fachforum des Bundesverwaltungsamts zeigten Ingolstadt und der Deutsche Wetterdienst, wie sich offene Daten und KI ergänzen. Die Stadt automatisiert die Beschreibung ihrer Datensätze, der Wetterdienst nutzt offene Daten für einen sprachbasierten KI-Assistenten. mehr...

bericht

Berlin: Open Source als Beschaffungsprinzip

[01.10.2026] Berlin will mit einer umfassenden Open-Source-Strategie seine digitale Souveränität stärken. Open Source soll dabei zum priorisierten Beschaffungsprinzip werden. Beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreichte das Land Berlin mit dem Projekt den dritten Platz in der Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“. mehr...

BlueMind: Präsenz in Deutschland wird ausgebaut

[22.09.2026] BlueMind will seine Aktivitäten auf dem deutschen Markt deutlich verstärken. Mit seiner Open-Source-Lösung für E-Mail und Collaboration positioniert sich das Unternehmen als europäische Alternative zu Microsoft Exchange. mehr...

bericht

35 Jahre Linux: Der Aufstieg von Open Source

[22.09.2026] Vor 35 Jahren erschien die erste Version von Linux. Was als Projekt eines finnischen Studenten begann, ist heute Teil der digitalen Basisinfrastruktur. Für den Public Sector bekommt offene Software inzwischen eine zusätzliche Bedeutung – als Instrument für digitale Souveränität, Resilienz und größere Wahlfreiheit. mehr...

Schleswig-Holstein: Staatskanzlei stellt auf Linux um

[22.09.2026] Mehr als 200 Beschäftigte der Kieler Staatskanzlei arbeiten inzwischen mit Linux. Schleswig-Holstein treibt damit den Aufbau eines digital souveränen IT-Arbeitsplatzes weiter voran. Als Nächstes sollen weitere Ministerien und Landesbehörden folgen. mehr...

Rote Bildfläche mit erhaben dargestellten Zufallszahlen

IT-Planungsrat: Datenqualität im Fokus

[04.08.2026] Der Stellenwert qualitativ hochwertiger Verwaltungsdaten wird zwar anerkannt – systematisch gesichert wird ihre Qualität aber nur selten. Eine Umfrage des IT-Planungsrats zeigt Defizite bei Zuständigkeiten, Standards und automatisierten Prüfungen. mehr...

Hand und Oberkörper einer jungen Frau, die ein Tablet und eine einmontierte schwebende Deutschlandkarte mit vernetzten Punkten hält.

BMDS: Online-Konsultation zu Open Data gestartet

[31.07.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung entwickelt den strategischen Rahmen für Open Data weiter. Eine neue Online-Konsultation soll bis September 2026 Vorschläge für bessere Datenbereitstellung, Nutzung und Vernetzung sammeln. mehr...

Lutz Goebel

NKR: Gutachten zum Datenrecht

[22.07.2026] Für den Zugang zu Daten und ihre Nutzung besteht inzwischen eine hochkomplexe Regelungslandschaft, in der sich selbst Fachleute kaum noch sicher bewegen können. Das belastet Unternehmen wie Verwaltungen. Der NKR empfiehlt systematische Überprüfungen und ein modulares Datengesetzbuch. mehr...

Hand und Oberkörper einer jungen Frau, die ein Tablet und eine einmontierte schwebende Deutschlandkarte mit vernetzten Punkten hält.

IT-PLR: Erste Schritte in Richtung föderales Datenmanagement

[10.07.2026] Eine effiziente Verwaltung braucht Daten – Daten, die nicht nur vorliegen, sondern die auch erschlossen und nutzbar sind. Im Schwerpunktthema Datennutzung des IT-Planungsrates werden dazu notwendige Rahmenbedingungen erarbeitet. Nun liegen erste Erkenntnisse für eine föderal vernetzte Datenlandkarte vor. mehr...

Rote Bildfläche mit erhaben dargestellten Zufallszahlen

Nordrhein-Westfalen: Portal Open.NRW wächst stetig

[10.06.2026] Innovative Apps, strategische Analysen oder neue Geschäftsideen: In Open Data steckt viel Potenzial. Dieses muss allerdings auch erschließbar sein – etwa durch Portale wie Open.NRW, wo inzwischen über 12.000 Metadaten und 100 High-Value-Datensätze zu finden sind. mehr...

Dirk Schrödter, offizielles Porträt vor weißem Hintergrund

Schleswig-Holstein: Datenhaus für bessere Entscheidungen

[01.06.2026] Mit dem Datenhaus Schleswig-Holstein stellt das Land zentrale Dateninfrastrukturen verwaltungsweit bereit. Eine neue Software soll Analyse und Visualisierung erleichtern, den Einführungsaufwand senken und ressort- sowie ebenenübergreifende Zusammenarbeit stärken. mehr...

Saarland: Aufbau von zentralem Open-Data-Portal

[20.05.2026] Das Saarland baut ein zentrales Open-Data-Portal für Verwaltungsdaten auf. Die Plattform soll Daten aus Land und Kommunen bündeln und damit Verwaltung, Forschung und Wirtschaft neue Möglichkeiten eröffnen. mehr...

Blick auf eine junge Frau am Schreibtisch aus Obersicht, auf der Holzplatte Verteilt sind Papiere mit Diagrammen, ein Laptop und diverse Kleinigkeiten wie Stifte und Topfpflanzen.

Schleswig-Holstein: Sozial- und Gesundheitsdaten auf einen Blick

[24.02.2026] Schleswig-Holstein macht Daten und Kennzahlen aus den Bereichen Soziales und Gesundheit für das ganze Land in hoher Detailtiefe zentral verfügbar. Das neue Angebot richtet sich nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern explizit auch an die Öffentlichkeit und Multiplikatoren wie die Presse. mehr...

Schematische Darstellung der vier von der EU erhobenen Open-Data-Dimensionen

BVA: Open Data im Aufschwung

[23.02.2026] Deutschland zählt im aktuellen Open Data Ranking 2025 der EU erneut zu den sogenannten Fast Trackern in Europa. In zwei von vier Bewertungsdimensionen konnten deutliche Fortschritte erzielt werden. Das Bundesverwaltungsamt ordnet die Entwicklung ein und zeigt, welche Schritte nun anstehen. mehr...

Porträt von Staatskanzleichef Dirk Schrödter vor weißem Hintergrund.

Schleswig-Holstein: Programm für Open Source kommt an

[09.01.2026] Schleswig-Holstein hat ein positives Zwischenfazit seines Landesprogramms Offene Innovation gezogen: 31 Open-Source-Projekte haben insgesamt rund sechs Millionen Euro erhalten. Die dritte Runde soll noch im Januar starten. mehr...