ZukunftskongressModerne Strukturen schaffen

[17.06.2024] Im Jubiläumsjahr fragt der 10. Zukunftskongress Staat & Verwaltung nach den Bedingungen für eine erfolgreiche Modernisierung und Digitalisierung. Wichtige Zukunftsaufgaben können nur gelöst werden, wenn passende Strukturen bereitgestellt werden.
Momentaufnahme des Berliner Westhafens mit Blick auf die Uferpromenade an der Stände aufgebaut sind, davor Menschen, die sich die Stände anschauen oder im Gespräch sind.

Der 10. Zukunftskongress findet erneut im Berliner Westhafen statt.

(Bildquelle: wegweiser/Simone M. Neumann)

Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr der Zukunftskongress Staat & Verwaltung statt. Vom 24. bis 26. Juni 2024 werden rund 2.000 Führungskräfte aus der Verwaltung sowie aus Wissenschaft, Gesellschaft und (Digital-)Wirtschaft erwartet. Der Veranstaltungsort ist wie im Vorjahr das WECC im Berliner Westhafen. Zu den Schwerpunkten, mit denen sich die Veranstaltung mit rund 145 Programmpunkten befasst, gehören Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung, Demografie und Dekarbonisierung sowie die Attraktivität von Deutschland als Wirtschaftsstandort.

„Der Zukunftskongress sieht sich nicht als Digitalkongress, sondern setzt das Thema der Modernisierung von Staat und Verwaltung in den Mittelpunkt. Welche Strukturen für eine erfolgreiche Digitalisierung gebraucht werden, ist dabei eine wichtige Frage“, sagt der Zukunftskongress-Initiator Oliver Lorenz. Bei der ersten Runde der OZG-Umsetzung seien solche Strukturen mit Laboren und Instituten erst geschaffen worden. Eine unternehmerisch gedachte Struktur fehle jedoch bis heute.

Impulsreihe begleitet durch den Kongress

Das OZG 2.0 müsste deutlich produktnäher begründet sein. „Der Bund hat es bisher versäumt, unter Einsatz seiner finanziellen Mittel ein unwiderstehliches technologisches Angebot zu machen“, so Lorenz. Bisher gebe es dazu erst rudimentäre Ansätze – ganz einfach einzubindende technische Lösungen fehlten noch. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) koordiniert die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, hat aber auch die Aufgabe, zentrale IT-Lösungen bereitzustellen. Um hier weiterzukommen, solle sich das BMI wieder mehr auf seine Stärken besinnen, nämlich die Ausarbeitung von Strategien und die Steuerung. Ein Ministerium könne nicht gleichzeitig Strategiezentrum und Maschinenraum sein, so Lorenz. Der 10. Zukunftskongress will die Strukturen und die Fähigkeiten des steuernden und umsetzenden Staates – mit seinen Verwaltungen – in den Mittelpunkt stellen.

Daher sind die Themen im Jubiläumsjahr anders zusammengeführt als bisher. So soll eine neue Impulsreihe aus sechs Foren die gesamte Veranstaltung begleiten. Diese Reihe will einen Austausch schaffen und konkrete Lösungen erarbeiten, das Themenspektrum reicht von Staats- und Verwaltungsreformen, Haushalt, Finanzen und Wirtschaft bis hin zur Arbeitswelt und den Zukunftsaufgaben Klima, Migration und Integration sowie Sozialstaat.

Bewährte und neue Programmformate

Neben bewährten Formaten wie Foren, Plenen, Werkstätten und Best-Practice-Dialogen gibt es eine Reihe weiterer Formate. Zu den Highlights gehören etwa der kritisch hinterfragende Eröffnungstalk „Quo Vadis, Ampel“ und der CIO-Talk, an dem auch Martina Klement, Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung und CDO des Landes Berlin, teilnimmt. Neben den Bundes- und Landesthemen hat auch die kommunale Sicht ihren Platz im Kongressprogramm. Ein neues Format ist etwa der Programmpunkt „Das offene Ohr“. Hier treffen sich die Bundes- und die kommunale Ebene, vertreten durch junge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, zur Diskussion.

Erarbeitet und diskutiert wird die Vielzahl der Themen in rund 145 einzelnen Programmpunkten und von mehr als 400 Referentinnen und Referenten. Darunter sind Bundesinnenministerin Nancy Faeser als Schirmherrin, Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Sibylle Mühlke




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