Baden-WürttembergBreitbandbericht zeigt Fortschritte

Der neue Breitbandbericht liegt erstmalig rein digital vor und bindet Videos und interaktive Grafiken ein.
(Bildquelle: IM BW)
Der Breitbandbericht 2025 für Baden-Württemberg zeigt die Erfolge bei der Breitbandversorgung über die vergangenen Jahre. Erstmalig liegt der Bericht in rein digitaler Form vor – und bindet auch interaktive Grafiken und Videos ein. „Der neue Breitbandbericht zeigt, wo wir beim Ausbau stehen und wohin wir gehen: Bei der Versorgung mit schnellem Internet haben insgesamt drei von vier Haushalten in Baden-Württemberg mindestens 1.000 Mbit/s – ein Gigabit. Baden-Württemberg liegt damit bei der Gigabitverfügbarkeit auf Platz 4 von 13 unter den Flächenländern“, sagte Baden-Württembergs Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Auch die Glasfaserquote steige an. Derzeit befinde sich eine Vielzahl von eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandprojekten in der Planungs- und Umsetzungsphase, so der Minister. Nach deren Abschluss sei im Land mit einer Glasfaserverfügbarkeit von knapp 60 Prozent der Haushalte zu rechnen. Vor zehn Jahren hatten lediglich 1,4 Prozent der Haushalte einen Glasfaseranschluss. Ergänzt wird der Bericht durch Stimmen aus den Kommunen: Eine Sammlung an Best Practices und Erfolgsberichten zeigt die Bedeutung der Breitbandförderung vor Ort und macht das Zusammenwirken von eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau anschaulich.
Stark von Bundesmitteln profitiert
Durch eine zielgerichtete Förderpolitik, eine Milliardenoffensive und den stetigen Austausch mit der Telekommunikationsbranche und den Kommunen hat die Landesregierung die Rahmenbedingungen für die flächendeckende Gigabitversorgung gesetzt: Bis heute hat das Land mehr als 3.700 Projekte gefördert und dafür seit 2016 mehr als 3,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Bundeszuschüssen ergibt sich ein Gesamtbetrag von fast sieben Milliarden Euro für den Breitbandausbau. Im Vergleich zu den anderen Ländern in der Bundesrepublik hat Baden-Württemberg also überproportional von den Fördermitteln des Bundes profitiert. Im Doppelhaushalt 2025/2026 sieht das Land weitere 1,1 Milliarden Euro für den Ausbau des schnellen Internets vor. Mit dem Glasfaserpakt Baden-Württemberg wurde zudem am 17. Juli 2025 von 25 Akteuren ein Meilenstein für den landesweiten Glasfaserausbau unterzeichnet (wir berichteten). Vereinbart wurden unter anderem eine verstärkte Verzahnung zwischen privatwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau, engere Kooperationen, Datenlieferungen für den unlängst eingeführten Gigabitatlas Baden-Württemberg und ein jährliches Monitoring.
Versorgungslage im Detail
Die Gigabitverfügbarkeit beträgt im Land mittlerweile 75,93 Prozent. Im Juli 2025 wurden zudem erstmalig 259 Kommunen mit der Auszeichnung Gigabitkommune@BW gewürdigt. Sie verfügen über eine Gigabitverfügbarkeit von über 90 Prozent und haben damit die Flächendeckung fast erreicht. Die Glasfaserquote liegt bei derzeit 27,16 Prozent. Aktuell befindet sich eine Vielzahl von eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandprojekten im Land in der Planungs- und Umsetzungsphase, die insbesondere die Glasfaserquote in der Fläche stetig weiter verbessern. Mit weiteren Ausbaumeldungen der privaten Telekommunikationsunternehmer wird sich dieser Wert kontinuierlich erhöhen. Der Mobilfunk ist ebenfalls im Aufwind: 96,58 Prozent der Landesfläche wird mit 4G versorgt. 5G erreicht schon 90,69 Prozent der Fläche Baden-Württembergs – nie zuvor wurde ein neuer Mobilfunkstandard schneller ausgerollt; Funklöcher werden weiter geschlossen. „Wie bei allen Investitionen in Infrastrukturprojekte braucht es Weitsicht, Durchhaltevermögen und Zeit, bis die Ergebnisse sichtbar werden. Viele dieser Projekte befinden sich aktuell in der Umsetzung. Nach unseren landeseigenen Datenauswertungen ist mit diesen wichtigen Investitionen unser Ziel, eine flächendeckende Gigabitversorgung in ganz Baden-Württemberg – in der Stadt genauso wie auf dem Land – bereits auf den Weg gebracht“, so Digitalisierungsminister Thomas Strobl abschließend.
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