Dataport/DVZ MVGemeinsam anpacken

[01.07.2026] Zwar ist Deutschlands Norden für seine landschaftsprägenden Leuchttürme bekannt – im Bereich Verwaltungsdigitalisierung will man nun aber weg von Leuchtturmprojekten und hin zu vernetzten Kompetenzen. Dataport und das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern wollen künftig eng kooperieren.
Drei ältere Männer in Sakkos an einem Tisch, vor sich Dokumente, in den Händen Schreibwerkzeuge.

Dr. Heiko Geue, Hubert Ludwig und Dr. Johann Bizer bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

(Bildquelle: Dataport)

Der IT-Dienstleister Dataport und das landeseigene Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ MV) bauen ihre Zusammenarbeit aus. Beide IT-Dienstleister haben dafür eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie knüpft an die engere Zusammenarbeit der Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an, die im Oktober 2025 eine Kooperation zur Stärkung der digitalen Souveränität vereinbart hatten. Mit der Vereinbarung folgen die öffentlichen IT-Dienstleister dem politischen Kurs der beiden Länder.

Arbeit an den Grundlagen

Inhaltlich umfasst die Zusammenarbeit den Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen, den Einsatz von KI sowie gemeinsame Plattform- und Infrastrukturprojekte. Digitale Lösungen sollen außerdem gemeinsam weiterentwickelt werden. Dabei geht es nicht nur um einzelne Anwendungen, sondern auch um wiederverwendbare technische Grundlagen für die Verwaltungsdigitalisierung über Landesgrenzen hinweg. Genannt werden die Deutsche Verwaltungscloud und das Programm Nordstern – ein zentrales Innovations- und Infrastrukturprojekt von Dataport für die öffentliche Verwaltung, mit dem Behörden durch hochgradig automatisierte Cloud-Services und moderne Rechenzentren für die digitale Zukunft fit gemacht werden sollen.

Konkrete Mehrwerte schaffen

„Durch die Kooperation zwischen Dataport und dem DVZ schaffen wir Synergien, von denen alle profitieren werden. Das ist deutlich besser als digitale Leuchttürme, die nur in einem Land leuchten“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue. „Der Norden rückt zusammen,“ sagte der Dataport-Vorstandsvorsitzende Johann Bizer. „Wir beide wollen die digitale Verwaltung im Norden durch Austausch und Zusammenarbeit voranbringen. Die Kooperationsvereinbarung ist Anlass und Grundlage dieser strategischen Ausrichtung.“ Schleswig-Holsteins Digitalminister Dirk Schrödter rückte auch die Kommunen ins Blickfeld: „Wir setzen in Schleswig-Holstein bei der Digitalisierung auf einen breiten gesellschaftlichen Ansatz mit Partnern aus Kommunen und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus können wir durch die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zusätzlich voneinander profitieren“ Die Kooperation werde die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen und damit konkrete Mehrwerte für Bürger und Unternehmen schaffen.





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