BIM DeutschlandDas Bauwesen-Portal wächst

[04.10.2023] Das Zentrum des Bundes für die Digitalisierung des Bauens, BIM Deutschland, geht in die zweite Phase. Die Plattform stellt jetzt noch mehr Informationen bereit und erlaubt so den abgestimmten Datenaustausch zwischen den Akteuren beim Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken.
Torsi von Männern an einem Schreibtisch, darüber als Overlay Gebäudekonturen

BIM-Portal des Bundes stellt jetzt noch mehr und bessere Informationen bereit.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

Seit rund einem Jahr ist das Building-Information-Modeling-Portal – kurz: BIM-Portal – des Bundes online (wir berichteten). Dort stellt der Bund Werkzeuge für die Veröffentlichung von fachlichen Vorgaben rund um ausgeschriebene Bauvorhaben bereit. Den Anfang machten digitale Bauwerksmodelle, die alle relevanten Daten eines Bauwerks umfassen und es erlauben, diese Informationen zwischen Auftraggebern, Auftragnehmern und Dienstleistern auszutauschen. So sollen Abstimmungsprobleme, Fehlplanungen und Baumängel vermieden werden. Zudem soll die Arbeit mit einem zentralen digitalen Baumodell Ausschreibungen, Vergaben und Umsetzungen beschleunigen und Kosten senken – etwa beim Bau von Wohnungen, Schienenstrecken, Straßen oder Wasserstraßen. Auch im Falle späterer Reparatur- und Erhaltungsmaßnahmen sollen relevante Informationen dann schnell verfügbar sein. BIM kann zudem zu mehr Nachhaltigkeit beim Bauen und Betreiben von Gebäuden und Infrastruktur beitragen, etwa durch frühzeitig im Planungsprozess getroffene Aussagen zur Ökobilanz von Bauwerken und hinterlegte Informationen zur Wiederverwendbarkeit genutzter Baustoffe.

Neuerungen der Phase zwei

Nun startet das Zentrum des Bundes zur Digitalisierung des Bauwesens, BIM Deutschland, in die zweite Phase und stellt noch mehr und bessere Informationen bereit, wie das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) berichtet. Mit der zweiten Programmphase von BIM Deutschland werde das Informationsangebot zu Methodik und Praxisanwendungen überarbeitet und ausgebaut. Die Inhalte sollen noch stärker auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten werden, wie etwa Ingenieure, Architekten, Projektplaner oder Verwaltungen.
Neben einer gezielten Ansprache in Social Media werden auch Fach- und Dialogveranstaltungen durchgeführt. Mit der Überarbeitung und Ausweitung des Informationsangebots wurde ein Konsortium von TÜV Rheinland Consulting und der Agentur Neues Handeln betraut, das sich in einer öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt hat. Die erste Phase des im Jahr 2020 etablierten Zentrums endete Ende August 2023. Ein Ergebnisbericht zum Abschluss der ersten Phase ist auf der BIM-Website öffentlich zugänglich. Im Zuge des weiteren Ausbaus sind etwa die Bereitstellung standardisierter Beratungsangebote für Akteure im Bauwesen sowie Länder und Kommunen, die Gestaltung der BIM-relevanten Normung und Standardisierung sowie eine fachübergreifende BIM-Koordination vorgesehen.





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