BIMNeue Plattform des Bundes

[12.10.2022] Das BIM-Portal des Bundes ist online. Sukzessive sollen damit einheitliche Merkmale und Vorlagen für Baumodelle und Objekte eingeführt und so Dokumente und Abläufe bei der Ausschreibung von Bauvorhaben homogenisiert werden.
Das neue BIM-Portal des Bundes ist online.

Das neue BIM-Portal des Bundes ist online.

(Bildquelle: bimdeutschland.de)

Das neue BIM-Portal (Building Information Modeling) des Bundes ist online. Darauf weist jetzt IT-Dienstleister adesso hin. Der Bund werde hier ab sofort Werkzeuge für die Veröffentlichung von fachlichen Vorgaben rund um ausgeschriebene Bauvorhaben bereitstellen. Zunächst seien dies Bauwerksmodelle. Sie sind die Grundlage des BIM – alle relevanten Informationen und Daten eines Bauwerks werden im BIM mithilfe digitaler Modelle konsistent erfasst und transparent zwischen Auftraggebern, Auftragnehmern und Dienstleistern ausgetauscht. Fehlplanungen, Abstimmungsprobleme und kostspielige Baumängel ließen sich somit vermeiden.
Über 10.000 Merkmale seien im neuen BIM-Portal bereits verfügbar, sodass sich alle Beteiligten reibungslos austauschen und die Modelle sowie einzelne Objekte eindeutig beschreiben können. Dank des Portals könnten öffentliche Auftraggeber die Vorteile der BIM-Methodik schon in der Ausschreibungsphase nutzen: Die Arbeit an einem zentralen digitalen Baumodell mit eindeutigen Beschreibungen verhindere Medienbrüche und führe zu beschleunigten, kostengünstigeren Ausschreibungen, Vergaben und Umsetzungen. Die Auftraggeber könnten sich leichter mit Architekten, Statikern, Planern, Bauunternehmen und Dienstleistern austauschen und eine weitgehend automatisierte Qualitätssicherung umsetzen.

Module werden ergänzt

„Die deutsche Baubranche arbeitet leider immer noch mit viel Papier und es fehlt ihr auch an einheitlichen Standards für Auftraggeber-Informationsanforderungen“, sagt Uwe Lutter, Leiter des Projekts bei adesso. „Dadurch sind viele Abstimmungsprozesse zeitraubend und holprig. Mit dem BIM-Portal führt der Bund einheitliche Merkmale und Vorlagen für Baumodelle und Objekte ein, sodass Dokumente und Abläufe bei der Ausschreibung von Bauvorhaben homogenisiert werden können. Das macht die Modelle und Auftraggeber-Informationsanforderungen – kurz: AIA – besser vergleichbar und überprüfbar. Für die deutsche Baubranche ist BIM ein gewaltiger Schritt in die digitale Zukunft – nicht nur weil alle Beteiligten effizienter zusammenarbeiten, sondern weil BIM auch die Basis für die Integration neuer Technologien wie KI und Robotik ist.“
Das BIM-Portal ist laut adessso modular aufgebaut und wird im kommenden Jahr um einen Konfigurator für AIA und Prüfwerkzeuge für die Qualitätskontrolle erweitert. Diese Module sollen öffentlichen Auftraggebern dabei helfen, alle Leistungen sowie Rollen und Verantwortlichkeiten exakt zu definieren und die Einhaltung der Vorgaben zu überwachen. Damit liefere das Portal einen harmonisierten Rahmen für die fachliche Ausschreibung und Beauftragung von Bauprojekten. Die Merkmale und AIA lassen sich laut adesso über offene Datenformate und Schnittstellen leicht zwischen allen Beteiligten austauschen und in bestehende Software-Anwendungen übernehmen, etwa Planungs- und CAD-Lösungen. Auf diese Weise könnten die Merkmale auch außerhalb öffentlicher Bauvorgaben genutzt werden und sich als Standard in der gesamten deutschen Baubranche etablieren.

Umfangreiche Neuentwicklungen

Entwickelt wurde die neue BIM-Plattform im Rahmen des Verbundprojekts BIM Deutschland – Zentrum für die Digitalisierung des Bauwesens. 18 Partner bauen unter der Führung des Unternehmens planen-bauen 4.0 für das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) eine zentrale Anlaufstelle rund um das Thema BIM auf.
Konzipiert haben das Portal planen-bauen 4.0, adesso und Professor Markus König, Leiter des Fachbereichs für Informatik im Bauwesen an der Ruhr-Universität Bochum. adesso habe darüber hinaus die Umsetzung übernommen. Das Unternehmen habe ein leistungsstarkes System entwickelt, das mit großen Datenmengen zurechtkomme und die komplexen fachlichen Anforderungen der Baubranche erfülle. Da in diesem Bereich nur wenige Standardlösungen existieren, seien umfangreiche Neuentwicklungen notwendig gewesen.





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