SachsenITSM-Lösung für die Landesdirektion

Das relativ junge IT-Referat der Landesdirektion Sachsen brachte sein ITSM auf einen zeitgemäßen Stand.
(Bildquelle: funtap/123rf.com)
Umweltschutz, die Sicherheit im Luftverkehr oder die Genehmigung für eine neue Brücke – dies sind nur einige der vielfältigen Aufgaben der Landesdirektion Sachsen. Mehr als eine Million Anträge bearbeitet die Landesdirektion jedes Jahr, über 300 verschiedene Fachverfahren sind dazu im Einsatz. Und ebenso unterschiedlich sind die Experten, mit denen die Behörde dafür zusammenarbeitet, darunter Ingenieure, Physiker oder Ärzte. Trotz dieser großen Bandbreite gibt es in der Landesdirektion erst seit 2020 ein eigenes IT-Referat. Um deren Servicemanagement auf die nächste Stufe zu bringen, entschied sich die IT-Leitung 2023 für die Einführung der Open-Source-ITSM-Software KIX, die vom Unternehmen KIX Service Software in Sachsen entwickelt wird. Für die Verantwortlichen war das der Startschuss zu einem Modernisierungsmarathon – ein Projektbericht des Softwareherstellers KIX.
Effizientere Workflows dringend gebraucht
2020, als das Referat ganz neu war, führte das IT-Team etablierte Vorgänge zunächst einfach fort: Sie nutzten das E-Mail-Programm Outlook des US-Herstellers Microsoft für die Ticketbearbeitung, modifiziert mit farblichen Markierungen für die jeweiligen Bearbeiter und Themen. Optimal war dies nicht – es gab zu viele Postfächer und Ansprechpartner, zudem enthielten die Tickets teilweise kritische Daten wie Namen oder Geburtstage. Darüber hinaus stand das OZG in den Startlöchern, durch Corona und das Homeoffice war mehr Kommunikation nötig und immer mehr externe Experten brachten eigene Tools für ihre Arbeit mit. „Insgesamt waren wir ziemlich weit weg vom Single Point of Contact, wir mussten also zügig etwas ändern“, so der IT-Experte Thomas Steinbach von der Landesdirektion Sachsen.
KIX bewährt sich
Daher entschied sich das IT-Referat 2023 für die Einführung einer IT-Service-Management-Software (ITSM). Die Anforderungen: Sie sollte im Eigenbetrieb laufen und eine gute Performance bieten, leicht anzupassen sein und vorzugsweise auf Open-Source-Basis funktionieren. Außerdem wollten die Mitarbeiter sofort loslegen und verschiedene Prozesse wie einen ServiceDesk, Störungsmeldungen, Anforderungs- und Konfigurationsmanagement abbilden. Auch Serviceabläufe jenseits der reinen IT spielten eine Rolle. Schließlich startete die Testphase mit KIX, zunächst in der kostenfreien Community-Edition. Gleichzeitig führte das IT-Referat eine einheitliche Rufnummer und E-Mail-Adresse für alle Anliegen ein. Die Chemnitzer Open-Source-Software bescherte der Landesdirektion schon nach kurzer Zeit deutlich effizientere Workflows: Tickets gingen nicht mehr verloren, alle Zwischenschritte eines Vorgangs werden seitdem dokumentiert, und jeder Mitarbeiter kann Bearbeitungsstände leicht nachverfolgen.
Schneller und effizienter
Nach der erfolgreichen Testphase wechselte das IT-Referat im April 2024 schließlich zur Pro-Version von KIX, weil die Mitarbeiter für ihre Ziele weitere Funktionen und Prozesse benötigten. „KIX hat uns vom ersten Tag an überzeugt, und nach einem Jahr wollten wir den nächsten Schritt gehen. An unserem Langzeitplan hatte sich nichts geändert: mit der Lösung wachsen und diese kontinuierlich anpassen. Dafür sammeln wir die Änderungswünsche aller Kollegen und implementieren sie nach und nach“, erklärt Steinbach. Detailliertes Wissen sammelte das Team zudem bei ITIL-Schulungen. In Kombination mit KIX, welches ITIL zertifiziert ist und den De-facto-Standard der ITSM-Branche weitreichend unterstützt, läuft der gesamte IT-Bereich nahezu reibungslos. Alle Anliegen rund um Soft- und Hardware – rund 1.200 Incidents pro Monat – bearbeitet das IT-Referat nun viel zielführender. Alle IT-Fachverfahren fließen bereits in KIX zusammen. Damit war eine wichtige Etappe genommen, die Reise geht jedoch weiter.
Die nächsten Schritte sind geplant
KIX hat mit seinen Funktionen bereits einige Abläufe abgelöst, die zuvor im Einsatz waren. Nun folgt der nächste Schritt: Mit Unterstützung des Herstellers KIX Service Software arbeiten Thomas Steinbach und seine Kollegen jetzt an der Implementierung eines Self-Service-Portals als Single Point of Contact für den ServiceDesk der Landesdirektion. Im Anschluss soll die Softwareverteilung über Baramundi integriert werden, zudem arbeitet das Team an verschiedenen Schnittstellen. Das Ziel ist klar – ein komplettes Servicemanagement für sämtliche Bereiche der Landesdirektion: Von Krankschreibungen bis zum Equipment des Hausmeisters sollen die Dienstleistungsreferate künftig alle Vorgänge über KIX managen. „Wir haben gelernt, dass es keine fertigen Prozesse gibt – fortlaufende Änderungen sind wichtig, um sich an Herausforderungen anzupassen. Dass das Projekt ein Marathon wird, war uns von vornherein klar. Und mit KIX haben wir einen sehr guten Start hingelegt. Es hat von Anfang an viel mehr Struktur in unsere Arbeit gebracht und ich bin sicher, dass es uns sicher ans Ziel bringen wird“, so Referatsleiter Steinbach.
Nordrhein-Westfalen: KI für schnellere Verwaltung
[04.03.2026] Der Verwaltungsassistent NRW.Genius ist das zentrale KI-Projekt in Nordrhein-Westfalen. Die Lösung wurde gezielt für alle Verwaltungsebenen entwickelt. Bald steht sie auch für die Finanzverwaltung zur Verfügung – aus Datenschutzgründen erfolgt der Betrieb im eigenen Rechenzentrum. mehr...
NExT/Digital Service: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung
[04.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem Digital Service des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen selbst. mehr...
Giesecke+Devrient: Mehr Gewicht im US-Markt
[04.03.2026] Der Sicherheitstechnologiekonzern Giesecke+Devrient hat den US-Anbieter XTec übernommen. Mit dem Zukauf erweitert das Unternehmen sein Angebot für Identitäts- und Authentifizierungslösungen und baut seine Position bei US-Bundesbehörden strategisch aus. mehr...
Hessen: Das Ende der Papierwirtschaft
[03.03.2026] Mit der digitalen Antragsstrecke hat die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung eine All-in-One-Lösung geschaffen, bei der verschiedene selbst entwickelte Komponenten nahtlos ineinandergreifen und die den gesamten Prozess der Antragsverarbeitung durchgängig digitalisiert. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Weitere Entlastung der Justiz
[03.03.2026] Die Digitalisierung der Justiz ist oftmals mit einer hohen Belastung für die Beschäftigten verbunden. In Mecklenburg-Vorpommern werden Justizbedienstete an immer mehr Standorten vom unvermeidlichen Scannen eingehender Papierakten entlastet. Gleichzeitig ist „Outtasking Scannen“ ein Integrationsprojekt. mehr...
Nationaler Normenkontrollrat: 81 Vorschläge für weniger Bürokratie
[02.03.2026] Mit inzwischen zwölf Zielen und zahlreichen konkreten Vorschlägen erweitert der NKR sein Maßnahmenpaket zum Bürokratieabbau. Im Fokus stehen ein effizienterer Verwaltungsvollzug und Entlastungen für KMU – etwa durch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren oder ein vereinfachtes Vergaberecht. mehr...
Berlin: Multi-Cloud-Strategie beschlossen
[02.03.2026] Cloud-Lösungen haben das Potenzial, die Arbeit von Behörden zu verbessern und den Kontakt zwischen Verwaltung und Bürgern erheblich zu vereinfachen. Der Berliner Senat hat nun eine Multi-Cloud-Strategie für das Land beschlossen. Details zu Anbietern und Diensten wurden zunächst nicht bekannt gegeben. mehr...
BMFTR: Impulse für die Cyber-Sicherheitsforschung
[02.03.2026] Anfang 2027 will der Bund ein Forschungsrahmenprogramm zur Cyber-Sicherheit veröffentlichen. Nun hat das Bundesforschungsministerium ein erstes Eckpunktepapier dazu vorgelegt. Wichtige Elemente: resiliente staatliche IT-Systeme und ein Umfeld, das den Weg von der Forschung bis zur Anwendung abkürzen kann. mehr...
Thüringen: Digitalkabinett beschließt KI-Strategie
[27.02.2026] Das Thüringer Digitalkabinett hat die KI-Strategie für die Landesverwaltung beschlossen, mit der Prozesse und Antragsverfahren für die Bürger beschleunigt werden sollen. Weitere Beschlüsse betreffen eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die ThüringenApp. mehr...
DigitalService: Work4Germany geht in die nächste Runde
[27.02.2026] Für den Herbstdurchgang des Fellowship-Programms Work4Germany beginnt am 2. März die Bewerbungsphase. Der DigitalService des Bundes bringt Fachleute als Fellows in die Bundesverwaltung, wo sie Referate in Projekt-, Produkt- sowie Team- und Organisationsentwicklung unterstützen. mehr...
Saarland: Online-Angebot wächst
[26.02.2026] Das Saarland hat bei der Verwaltungsdigitalisierung aufgeholt und ist im bundesweiten Länderranking des Dashboards Digitale Verwaltung auf Platz sieben vorgerückt – wohl auch aufgrund des im vergangenen Sommer gelaunchten Serviceportals. Die erfolgreiche ebenenübergreifende Zusammenarbeit soll in diesem Jahr weitergehen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Der Beihilfebescheid kommt per App
[26.02.2026] Die rund 645.000 Beihilfeberechtigten in Nordrhein-Westfalen können ihre Bescheide ab sofort in digitaler Form erhalten. Möglich wird das durch eine neue Funktion der bereits etablierten BeihilfeNRW-App. Davon profitieren die Antragstellenden wie auch die Beschäftigten der Beihilfestellen. mehr...
Niedersachsen: Entsiegelungskataster wird digital
[25.02.2026] Das digitale Entsiegelungskataster Niedersachsen ist die neue zentrale Anlaufstelle, um versiegelte Flächen zu erfassen und zu bewerten. Mit KI-Unterstützung werden versiegelte Flächen auf Luftaufnahmen erkannt, zudem erhalten Nutzende Hinweise auf das Entsiegelungspotenzial bestimmter Flächen. mehr...
Sachsen-Anhalt: E-Akte für die Verwaltungsgerichte
[25.02.2026] Die Verwaltungsgerichte in Sachsen-Anhalt führen ihre Verfahren nun durchgängig digital. Zum Einsatz kommt eine Fachanwendung des e²-Verbundes, Dataport begleitete die Implementierung. Eine Ausweitung auf weitere Gerichtsbarkeiten ist bereits in Vorbereitung. mehr...
Schleswig-Holstein: Sozial- und Gesundheitsdaten auf einen Blick
[24.02.2026] Schleswig-Holstein macht Daten und Kennzahlen aus den Bereichen Soziales und Gesundheit für das ganze Land in hoher Detailtiefe zentral verfügbar. Das neue Angebot richtet sich nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern explizit auch an die Öffentlichkeit und Multiplikatoren wie die Presse. mehr...














