RegistermodernisierungDreistufiges Anschlussvorhaben

[17.12.2025] Bei der Registermodernisierung sind weitere Fortschritte zu verzeichnen. Das Bundesverwaltungsamt skizziert das nun vorliegende dreistufige Konzept, mit dem dezentrale Register zu einem modernen, vernetzten Register verknüpft werden sollen.
Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

In einem mehrstufigen Anschlussverfahren sollen bislang dezentrale Verwaltungsregister verknüpft werden.

(Bildquelle: trustieee/123rf.com)

Das Konzept für den flächendeckenden Anschluss dezentraler Register an das Verfahren zum Identitätsdatenabruf (IDA), das Datenschutzcockpit (DSC) und die technische Basisinfrastruktur, das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS), steht. Nun berichtet das Bundesverwaltungsamt (BVA) über das dreistufige Anschlusskonzept. Ein Beschluss des IT-Planungsrats zur Umsetzung des Flächen-Roll-outs hatte dafür im November den Weg geebnet.

Die erste Stufe bildet laut BVA das sogenannte „Initiale Anschlussvorhaben“. Dieses wird für die Anbindung jedes dezentralen Registers an das Fachverfahren zum Identitätsdatenabruf, das Datenschutzcockpit sowie das Nationale Once-Only-Technical-System durchgeführt. Die Initialen Anschlussvorhaben dienen der Erkenntnisgenerierung sowie der Beantwortung und Dokumentation registerspezifischer Fragestellungen. Diese Erkenntnisse sollen in geeigneter Form, etwa Erfahrungsberichten länderübergreifend bereitgestellt werden. Der Know-how-Transfer stellt eine zentrale Aufgabe der Initialen Anschlussvorhaben dar. Die zweite Stufe bilden die Ertüchtigungsvorhaben. Dabei sollen die Registerfachverfahren für den Anschluss an IDA, DSC und NOOTS befähigt werden. Dabei will man auf des im Initialen Anschlussvorhaben gewonnene Wissen zurückgreifen. Auf Grundlage der ertüchtigten Registerfachverfahren soll dann in einer dritten Stufe der flächendeckende Anschluss der dezentralen Register an IDA, DSC und NOOTS in sogenannten Anschlussvorhaben durchgeführt werden – der angestrebte Flächen-Roll-out.

Eine Arbeitsgruppe „Flächen-Roll-out“ wurde bereits Anfang 2025 ins Leben gerufen. Diese setzt sich aus den RegMo-Koordinierenden der Länder Bremen, Hessen und Niedersachsen sowie Vertreterinnen und Vertretern des BVA und der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) zusammen. Im Juni wurde ein erster Entwurf des Konzepts für den Flächen-Roll-out dem Kommunalgremium des IT-Planungsrats vorgestellt und auch Feedback aus kommunaler Sicht eingeholt. Ziel des Konzepts sei es, so das BVA, die Anschlussvorhaben zu bündeln und Synergien zu nutzen, standardisierte und zugleich flexible Vorgehensweisen für die Anbindung zu entwickeln und Zuständigkeiten und Aufgaben eindeutig zu definieren. Zu einem etwaigen Zeitplan äußerte sich das BVA derzeit nicht.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Finger auf Computertastatur - Nahaufnahme

Registermodernisierung: Identitätsdatenabruf im Regelbetrieb

[30.07.2026] Das Bundesverwaltungsamt und die Bundesagentur für Arbeit haben in einem Pilotprojekt einen wichtigen Meilenstein im Großprojekt Registermodernisierung erreicht: Die Arbeitsagentur nutzt den Anschluss an das Verfahren zum Identitätsdatenabruf als erste registerführende Stelle im Regelbetrieb. mehr...

Ein Zukunftskongress-Spezial nimmt den Status quo der Verwaltungsdigitalisierung hierzulande in den Blick.

BVA: Produkte der Dienstekonsolidierung übernommen

[21.07.2026] Im Programm Dienstekonsolidierung – als Teil der 2015 beschlossenen IT-Konsolidierung des Bundes – wurden für grundlegende Verwaltungsaufgaben ressortübergreifend einheitliche IT-Lösungen entwickelt. Nun ging die Verantwortung für die Weiterführung von 16 Maßnahmen des Programms an das Bundesverwaltungsamt über. mehr...

Person mit hellem Hemd hält virtuelle Deutschlandkarte in schwarz-rot-gold in den Händen.

Registermodernisierung: Once Only erreicht die Praxis

[02.07.2026] Erste Verwaltungsverfahren aus den Bereichen Bauantrag und Gewerbeanmeldung greifen im Echtbetrieb auf das NOOTS zu. In Bayern und Nordrhein-Westfalen fließen somit Informationen, die bereits in öffentlichen Registern vorliegen, direkt in Verwaltungsprozesse ein. mehr...

Rechenzentrum von innen, Blick in eine Gasse mit blau beleuchteten Server-Racks.

BAMF: Fachverfahren ziehen nach Bonn

[02.07.2026] Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit Sitz in Nürnberg betreibt seine fast 100 IT-Fachverfahren ab sofort im hochmodernen Rechenzentrum des ITZBund in Bonn. Gestartet wurde das IT-Großprojekt bereits 2017. 
 mehr...

Materna Virtual Solution: WorkSPACE für indigo

[29.06.2026] Mit WorkSPACE für indigo ermöglicht das Unternehmen Materna Virtual Solution jetzt ein hochsicheres und ultramobiles Arbeiten. Mitarbeitende von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben seien somit in der Lage, schnell und einfach VS-NfD-eingestufte Informationen mobil auf ihrem iPad oder iPhone zu verarbeiten.  mehr...

Composite: eine menschliche Hand vor einem hellen Hintergrund mit türkisfarbenen, abstrakten Strukturen, die Hand berührt ein 6_eck auf dem das Wort "Data" steht.

Berlin: Landesweites Datenmanagement beschlossen

[18.06.2026] Der Berliner Senat hat Handlungsempfehlungen für den Aufbau eines Data Hubs als zentralem Knotenpunkt für die Datenarbeit beschlossen. Die Open-Source-basierte Plattform soll Daten aus verschiedenen Quellen bündeln und den Übergang in einen landesweiten Betrieb vorbereiten. mehr...

Nahaufnahme einer Straßenbaustelle aus der Froschperspektive, im Vordergrund rauer Asphalt, im Hintergrund unscharf orange gekleidete Arbeiuter und ein Walzenfahrzeug

Sachsen-Anhalt: Gemeinsame Datenumgebung für BIM

[09.06.2026] Sachsen-Anhalt führt bei der Landesstraßenbaubehörde eine gemeinsame digitale Datenumgebung für Straßen- und Brückenbauprojekte ein. Die Plattform soll BIM-Prozesse bündeln, aktuelle Projektdaten bereitstellen und Abstimmungen im Bauablauf nachvollziehbarer machen. mehr...

Person mit hellem Hemd hält virtuelle Deutschlandkarte in schwarz-rot-gold in den Händen.

Registermodernisierung: Pilotprojekte für den NOOTS-Anschluss

[29.05.2026] Die NOOTS-Umsetzung vollzieht den nächsten Schritt: Der IT-Planungsrat stellt 35 Millionen Euro für 16 Pilotvorhaben der Länder bereit. Sie sollen Register und Online-Dienste an das System anbinden und Erkenntnisse für die Umsetzung des Once-Only-Prinzips liefern. mehr...

T Cloud Public KI-generiert

Deutsche Telekom: Souveräne Cloud für die Verwaltung

[22.05.2026] Die souveräne Cloud-Infrastruktur T Cloud Public wird offizieller Bestandteil des Rahmenvertrags für Cloud- und KI-Leistungen für Bund, Länder und Kommunen. Das Angebot der Deutschen Telekom hat sich im Live-Betrieb bereits bewährt: In Baden-Württemberg dient es 1,5 Millionen Schülerinnen und Schülern als Lernplattform. mehr...

Ein Mann und einbe Frau in Business-Kleidung sitzen nebeneinander an einem Holztisch, vor sich haben sie Papiere, die sie gerade unterzeichnen.

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[18.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

MODUL-F: Baukasten für Fachverfahren.

NEGZ: Fachtagung „Deutschland-Stack decoded“

[13.05.2026] Der Deutschland-Stack soll als gemeinsamer technischer Baukasten für die Verwaltungsdigitalisierung Basiskomponenten und Standards bündeln, damit Bund, Länder und Kommunen digitale Leistungen nicht mehr doppelt entwickeln. Das NEGZ will im Juni im Rahmen einer Fachtagung offene Fragen zu dem Großvorhaben klären. mehr...

Vier Personen an zwei Podien, mit Dokumenten, die gerade unterschrieben werden. Im Hintergrund eine nicht erkennbare Projektion, im Vordergrund eine Deutschlandflagge im Anschnitt.

BMDS: Digitalpartnerschaft mit Brasilien

[22.04.2026] Seit 2019 existiert ein Digitaldialog mit der größten Volkswirtschaft Südamerikas – nun haben Deutschland und Brasilien eine vertiefte KI-Zusammenarbeit vereinbart. Im Fokus stehen industrielle KI und digitale Infrastruktur. Zudem wollen die Länder Ansätze erproben, die staatliche Dienstleistungen effizienter machen. mehr...

IT-Planungsrat: Ist eine föderale Antragsplattform machbar?

[15.04.2026] Eine neue Studie des IT-Planungsrats zeigt, warum Online-Dienste von Bürgern zu wenig genutzt und von Kommunen kaum nachgenutzt werden. Sie schlägt eine föderale Antragsplattform mit kommunalen Marken, Ende-zu-Ende-Digitalisierung und einer Cloud-Infrastruktur vor. mehr...

starke Wellen, Wind, Sonnenaufgang

Schleswig-Holstein: Sicher kommunizieren auch bei Sturmflut

[07.04.2026] Schleswig-Holstein hat ein eigenes 5G‑Campusnetz in Betrieb genommen. Das neue Mobilfunknetz stellt sicher, dass Behörden wie der Küstenschutz künftig auch bei schweren Sturmfluten oder Stromausfällen kommunizieren und Einsätze koordinieren können. 
 mehr...

Angeschnittenes Bild eines Mannes in weißem Arztkittel, der an einem Tisch in einem hellen Büro auf seinem Laptop tippt.

Mecklenburg-Vorpommern: ÖGD wird digital fit

[07.04.2026] Mecklenburg-Vorpommern hat eine zentrale Maßnahme zur Digitalisierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes abgeschlossen. Über sechs Millionen Euro aus dem Programm NextGenerationEU flossen in Strategieentwicklung, Technik und Schulungen. mehr...