Nordrhein-WestfalenNeue Smartphones für die Polizei

[12.06.2019] Nordrhein-Westfalen will im Bereich mobile Kommunikation künftig die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands vorweisen können. Die flächendeckende Einführung der neuen Smartphones startet zunächst als Pilotprojekt in drei Polizeibehörden.
Nordrhein-Westfalens Polizei erhält flächendeckend neue Smartphones.

Nordrhein-Westfalens Polizei erhält flächendeckend neue Smartphones.

(Bildquelle: IM NRW)

Mit einem Pilotprojekt in zunächst drei Polizeibehörden startet die nordrhein-westfälische Landesregierung die flächendeckende Einführung neuer Smartphones des Typs iPhone 8 für die Polizisten des Landes. „Damit werden wir im Bereich der mobilen Kommunikation die am besten ausgestattete Polizei Deutschlands sein. Wir bringen die Technik an den Einsatzort und nicht den Einsatzort zur Technik“, erklärte Innenminister Herbert Reul bei der Präsentation der Geräte und der dazugehörigen Software bei der Dortmunder Polizei.
Wie das Ministerium des Innern Nordrhein-Westfalen meldet, nimmt die Behörde neben den Kreispolizeibehörden in Wesel und Recklinghausen an einem Pilotprojekt teil, das die Smartphones acht Wochen lang einem Praxistest unterzieht. Von September an werden die Geräte dann sukzessive landesweit ausgeliefert; bis Frühjahr 2020 sollen alle Behörden mit insgesamt 20.000 iPhone 8 ausgerüstet sein. Dann habe jeder operativ arbeitende Polizist in Nordrhein-Westfalen Zugang zu den neuen Smartphones – entweder als persönliche Ausstattung oder im Rahmen eines Pool-Geräts.
Auf den Smartphones stehen den Polizisten nach Angaben des Innenministeriums zunächst drei spezifische Anwendungen zur Verfügung: ein Messenger zur Kommunikation untereinander, eine Auskunftsapp, die einen Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand ermöglicht sowie ein Dokumenten-Scanner, der künstliche Intelligenz zum Einlesen von Personalausweisen, Führerscheinen oder Kfz-Kennzeichen nutzt. „Nach und nach werden wir weitere Anwendungen entwickeln, um die Digitalisierung der Polizei voranzutreiben. Das Smartphone wird so schnell eines der zentralen technischen Geräte innerhalb der Polizei werden“, erklärte Reul. Geplant seien im nächsten Schritt etwa die vollständige digitale Aufnahme leichter Verkehrsunfälle sowie die Identifikation von Personen durch ihren Fingerabdruck.
Insgesamt investiert Nordrhein-Westfalen laut eigenen Angaben bis zum Jahr 2022 rund 50 Millionen Euro in die mobile Kommunikation der Polizei.





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