BayernSiegel für Gigabitregionen

Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker verleiht beim Gigabittag in Regensburg erstmals das Siegel „Gigabitregion“.
(Bildquelle: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat)
In Bayern gibt es jetzt das Siegel „Gigabitregion“ für Kommunen mit 90 Prozent Gigabitverfügbarkeit. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker sagte dazu beim Gigabittag in Regensburg: „Unter Bayerns Kommunen gibt es großartige Vorreiter der digitalen Infrastruktur. Mit einer Gigabitabdeckung von 90 Prozent und mehr bieten schon über 200 Vorbildkommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern heute bereits praktisch flächendeckend beste Zukunftsbedingungen. Mit dem Siegel ‚Gigabitregion‘ machen wir dieses wertvolle Engagement weithin sichtbar, eröffnen Werbemöglichkeiten und setzen Impulse zum Nacheifern. Besonders gratuliere ich unseren 15 Best-Practice-Kommunen, die heute für ihren besonderen Einsatz stellvertretend als Erste mit dem Siegel ausgezeichnet werden.“
Wie das Finanz- und Heimatministerium mitteilt, werden mit Haimhausen, Eitensheim, Staudach-Egerndach, Niederalteich, Loitzendorf, Cham, Pyrbaum, Bamberg, Bad Alexandersbad, Buch a. Wald, Markt Nordheim, Gochsheim, Erlabrunn, Kempten und Lutzingen Kommunen aus allen Regierungsbezirken nicht nur für ihre hohe Gigabitquote, sondern auch für ihren ergänzenden, besonderen Einsatz im Gigabitausbau geehrt. Darüber hinaus hätten ab sofort alle weiteren Gemeinden und Städte die Möglichkeit, das Siegel zu erhalten, sobald das Bayerische Breitbandzentrum vor Ort eine gigabitfähige Anbindung von mindestens 90 Prozent der Haushalte feststellt. Eine vollständige Aufschlüsselung zu allen derzeit siegelberechtigten Kommunen ist online verfügbar.
Landrat Franz Löffler erläutert: „Mit dem Eigenbetrieb Digitale Infrastruktur hat sich der Landkreis Cham 2019 bewusst dafür entschieden, den Glasfaserausbau als Kommune selbst in die Hand zu nehmen. Der gewaltigen Aufgabe, neben 19.000 Gebäudeanschüssen eine Trasse von 2.300 Kilometern mit einer Höhendifferenz von teilweise über 1.000 Meter durch Gebiete mit hohem Felsvorkommen zu graben, haben wir uns gestellt. Dafür haben wir uns selbst eine hohe Fach- und Organisationskompetenz aufgebaut. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro sind wir auf eine zuverlässige Unterstützung durch die Fördermittelgeber in Land und Bund angewiesen. Mein großer Dank gilt hier dem Freistaat Bayern, der uns bei diesem Vorhaben als tatkräftiger und starker Partner begleitet. Gemeinsam bringen wir die Weiterentwicklung unserer Gigabitregion bestmöglich voran und stärken die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ländlichen Raum.“
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