BME/BDSVZentraler Hub für die Defence-Branche

Ein neuer digitaler Hub will die Verteidigungsindustrie miteinander und mit möglichen Partnern transparent vernetzen.
(Bildquelle: sarayuth3390/123rf.com)
Im Rahmen der sicherheitspolitischen Lage Europas und dem Ziel, die deutsche und europäische Verteidigungsfähigkeit – die sogenannte Defence Readiness – bis 2028/29 herzustellen, rücken auch die Lieferketten für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) in den Fokus von Wirtschaft und Politik. Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, ihre Vollausrüstung unter komplexen Rahmenbedingungen sicherzustellen: Die sich rasant wandelnden Bedarfe, Technologien und Infrastrukturen von morgen müssen schon heute konkretisiert werden. Damit nehmen die Anforderungen an Geschwindigkeit und Transparenz in der Beschaffung zu – dies mache neue Partnerschaften zur Entwicklung von Innovationen erforderlich, stellt der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) fest. Der Verband vertritt rund 13.000 Einkaufs– und Logistikverantwortliche verschiedenster Branchen und Sektoren in ganz Deutschland und Europa.
Vernetzung und Markttransparenz
Nun hat der BME in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) die Plattform SVI-Connect gelauncht. Ziel ist die Vernetzung von Unternehmen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie – der SVI – in Deutschland. Sie soll einen geschützten Raum für Marktransparenz, strukturierte Partnersuche und Kontaktaufnahmen bieten. Die Plattform ist aber nicht allein für SVI-Unternehmen gedacht, vielmehr steht sie laut BME allen Unternehmen offen, die zur Erreichung der Defence Readiness einen Beitrag leisten wollen. Die Plattform biete einen geschützten, DSGVO- und NIS2-konformen Raum für strukturiertes Matching, integriert digitale Funktionen wie Profilmanagement, intelligente Such- und Filtermechanismen sowie die Möglichkeit, Qualifikationen und Zertifizierungen zu hinterlegen.
Offen für andere Branchen
Eine direkte Beschaffung über die Plattform ist nicht vorgesehen, doch die Vernetzung in den SVI-Lieferketten soll aktiv gefördert, der Zugang für potenzielle Lieferanten erleichtert werden. Ein weiterer erwünschter Effekt ist die schnelle Ergänzung bestehender Rüstungs-Lieferketten durch geeignete Ressourcen aus anderen industriellen Branchen. Durch verbesserte Transparenz und die Möglichkeit zur Vernetzung der Industrie soll ein Beitrag zum Upscaling in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie geleistet werden. Die Plattform SVI-Connect wurde im Rahmen der Auftaktveranstaltung „Industrie im Dialog für Sicherheit“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) eröffnet und wird von diesem im Jahr 2026 auch gefördert.
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