Baden-WürttembergAktiv beim Mobility Data Space

[20.07.2022] Baden-Württemberg bringt sich stärker beim europäischen Datenhandelsportal Mobility Data Space (MDS) ein: Das Land wurde jetzt Gesellschafter der MDS-Betreibergesellschaft DRM Datenraum Mobilität. Der MDS soll dazu beitragen, innovative Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

Der Mobility Data Space (MDS) ist ein vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderter Datenmarktplatz, auf dem Partner vom Start-up bis zum Konzern sowie Organisationen selbstbestimmt Daten handeln können, um neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln. Die Konzeption des MDS erfolgte in enger Abstimmung mit europäischen und nationalen Initiativen, um die Kompatibilität mit den Gaia-X- und anderen europäischen Datenraumprojekten zu gewährleisten. Nun hat der Mobility Data Space mit dem Land Baden-Württemberg einen weiteren Gesellschafter für die Betreibergesellschaft DRM Datenraum Mobilität. Dies berichtete das Verkehrsministerium des Landes Baden-Württemberg.
Auf dem Datenmarktplatz MDS können Teilnehmer gezielt Daten bereitstellen, die möglicherweise in der eigenen Organisation einen begrenzten Nutzen haben, aber in der Hand anderer Teilnehmer oder auch gemeinsam neue Business-Modelle fördern können. So könnten die Daten aus dem Mobility Data Space zu innovativen Anwendungen in der Verkehrs- und Mobilitätssteuerung und bei Mobilitätsdienstleistungen führen, sagte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Zudem leisteten die Daten einen Beitrag zu einer multimodalen Mobilitätskultur. Daher sehe das Land Baden-Württemberg den MDS als weitere Möglichkeit, seine Digitalisierungsstrategie im Bereich der nachhaltigen, digitalen Mobilität anzureichern, so Herrmann.

Wegbereiter eines neuen Mobilitätsverhaltens

Von datengetriebenen Geschäftsmodellen könnten Bürger in Form von Effizienzgewinnen profitieren, zum Beispiel wenn diese den ÖPNV attraktiver und nachhaltiger machen, so Verkehrsminister Hermann. Auch in der Logistik lägen Potenziale verborgen – etwa, indem beim Gütertransport mithilfe von Daten die Verkehrsträger Bahn und Binnenschifffahrt effektiver in die Beförderung eingebunden würden.
Der Beitritt Baden-Württembergs sei auch ein wichtiges Signal an die Automobilwirtschaft. Vom Land geplante Projekte wie das Digitale Verkehrszeichenkataster, die Nutzung von Mobilitätsdaten für mehr Verkehrssicherheit oder die Verkehrslageprognose bänden die Automobilwirtschaft ein, würden den Individualverkehr verbessern und unterstützten dadurch maßgeblich den MDS.
DRM-Gründungsgeschäftsführer Manfred Rauhmeier betonte, die Einbindung von Bundesländern und auch Kommunen in den MDS sei für die Mobilitätswende von großer Bedeutung. Daher sei der Beitritt von Baden-Württemberg ein großer Erfolg für den Mobility Data Space und sein übergeordnetes Ziel, die Mobilitätswende zu unterstützen.





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