SaarlandHohes Interesse am Breitbandportal

Das Breitbandportal des Bundes soll Genehmigungsverfahren verkürzen und so den Glasfaser-Infrastrukturausbau effizient beschleunigen.
(Bildquelle: Gundolf Renze/adobe.stock.com)
Das Breitbandportal des Bundes soll Beantragung und Genehmigungsprozesse beim Breitbandausbau erheblich vereinfachen und beschleunigen. Entwickelt wurde es im Rahmen der OZG-Umsetzung von den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem IT-Dienstleister ekom21. Im Saarland begann der Roll-out im März dieses Jahres. „Der Glasfaserausbau ist mit Papierunterlagen und umständlichen Kommunikationswegen zwischen Netzbetreibern und Kommunen verbunden. Diesen Prozess soll das digitale Breitbandportal beschleunigen, um den Glasfaserausbau effizient zu gestalten. Deshalb ist es wichtig, dass alle saarländischen Kommunen an einem Strang ziehen“, sagt Saarlands Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke.
Um die Software in den saarländischen Kommunen zu etablieren, hat das Land eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro aufgelegt – wenn bis Ende des Jahres mindestens 80 Prozent aller saarländischen Städte und Gemeinden ihr Nutzungsinteresse bekunden. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie meldet, wurde dieser erste Meilenstein im Juni vorzeitig erreicht.
Bereits 43 interessierte Kommunen
Der 200.000-Euro-Zuschuss geht an den Zweckverband eGo-Saar, der das digitale Breitbandportal zentral beschafft und die technische Anbindung in den Kommunen koordiniert. Mit der Fördersumme sind die Betriebskosten für die ersten drei Jahre gedeckt. Daher können die Kommunen die Software zunächst kostenfrei nutzen. Nachdem Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke Anfang März in einer Auftaktveranstaltung die Kommunen über die Vorteile des Portals und die Landesförderung informiert hat, haben mittlerweile 43 Kommunen ihr Nutzungsinteresse bekundet. In einem nächsten Schritt wird der Zweckverband eGo-Saar in die praktische Roll-out-Planung einsteigen und die Städte und Gemeinden sukzessive an das Portal anschließen. In diesen Prozess sollen neben den interessierten Kommunen auch die Netzbetreiber eng mit eingebunden werden. Bis Ende 2025 soll die Hälfte der Kommunen das Breitbandportal in der Praxis nutzen, bis Ende 2026 sollen es mindestens 80 Prozent sein.
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