Nordrhein-WestfalenBesser gegen Wasser geschützt

Die Hochwasser-App aus NRW erhielt ein Update.
(Bildquelle: MHKBD NRW)
Seit etwa einem Jahr stehen in Nordrhein-Westfalen ein Online-Angebot und eine App zur Risikoerkennung bei Wasserereignissen landesweit zur Verfügung (wir berichteten). Damit können Bürgerinnen und Bürger eine Risikoeinschätzung erhalten, wie stark ihr Zuhause durch Starkregen, Hochwasser oder Überflutungen gefährdet ist. Ab sofort gibt es eine erweiterte Version der Starkregen- und Hochwasserschutz-App H2OCHWasser. In der neuen Version wurde das Angebot ausgebaut und noch praxisnäher gestaltet. Dabei wurden auch Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern zur App berücksichtigt, so das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung (MHKBD).
Die App erlaubt es, verschiedene Starkregen- und Hochwasserszenarien für spezifische Adressen zu simulieren. Sie zeigt die Ausdehnung möglicher Überflutungen und die zu erwartende Wasserhöhe am jeweiligen Standort an. In Form eines Ampelsystems erfolgt eine Gefährdungsbeurteilung der Immobilie oder des Grundstücks, die Bewertung kann anschließend als PDF heruntergeladen werden.
Mit dem aktuellen Update wird die App um eine zentrale Funktion erweitert: Ein strukturierter Fragebogen ermöglicht es Nutzerinnen und Nutzern, systematisch zu überprüfen, auf welchen Wegen und an welchen Stellen Wasser in ihr Gebäude eindringen könnte. Auf Basis der Antworten erstellt die App eine individuelle Risikoeinschätzung und gibt konkrete Hinweise zur Eigenvorsorge, zum baulichen Objektschutz sowie zum richtigen Verhalten im Überflutungsfall.
Zudem stellen inzwischen 131 von 396 nordrhein-westfälischen Kommunen über die App Informationen zu ihren eigenen Aktivitäten und Angeboten im Starkregen- und Hochwasser-Risikomanagement bereit. Seit April 2025 wurde die Hochwasser-App rund 730.000-mal aufgerufen, und es wurden knapp 1,1 Millionen Adressanfragen gestellt.
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