Bundesamt für Kartographie und GeodäsieDeutschland vollständig in 3D erfasst

Bei der Befliegung entstand eine hochpräzise LiDAR-Punktwolke des gesamten Bundesgebiets.
(Bildquelle: BKG)
Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) hat einen wichtigen Meilenstein beim Aufbau des Digitalen Zwillings Deutschland (DigiZ-DE) erreicht. Wie die Behörde mitteilt, konnte die flächendeckende 3D-Befliegung des Bundesgebiets Anfang August 2026 erfolgreich abgeschlossen werden. Damit sei Deutschland erstmals lückenlos dreidimensional erfasst worden.
Die Befliegung erfolgte im Zeitraum von 2024 bis 2026 mittels Airborne Laserscanning (ALS). Dabei entstand eine hochpräzise LiDAR-Punktwolke des gesamten Bundesgebiets. Sie bildet eine wesentliche Datengrundlage für den Digitalen Zwilling. Derzeit verarbeitet und prüft das BKG einen Großteil der erhobenen Daten. Anschließend sollen diese schrittweise für Einrichtungen des Bundes bereitgestellt werden.
Mit DigiZ-DE baut das BKG eine bundeseinheitliche Analyse- und Simulationsplattform auf. Das dreidimensionale Abbild Deutschlands soll mit weiteren Geodaten verknüpft werden und Bundesbehörden dabei unterstützen, komplexe räumliche Fragestellungen zu untersuchen. Mögliche Einsatzgebiete sind unter anderem die Klimaanpassung, Infrastruktur- und Verkehrsplanung, Landesverteidigung, gleichwertige Lebensverhältnisse sowie der demografische Wandel.
Aus der Punktwolke lassen sich nach Angaben des BKG zudem einzelne räumliche Objekte ableiten, die für konkrete Anwendungsfälle benötigt werden. Auf dieser Grundlage können Analysen und Simulationen durchgeführt und deren Ergebnisse visualisiert werden. Praxisnahe Anwendungsfälle für die Bundesverwaltung werden bereits seit Beginn des Projekts entwickelt.
Mit dem Ende der Befliegung ist der Digitale Zwilling allerdings noch nicht fertiggestellt. Die Aufbereitung und Qualitätssicherung der Daten laufen weiter. Das Gesamtprojekt ist derzeit bis Ende 2026 angesetzt.
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