Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,

angesichts geopolitischer Herausforderungen gewinnen quelloffene IT-Lösungen für den öffentlichen Sektor zunehmend an Bedeutung. Berlin will ihren Einsatz systematisch in Beschaffung, IT-Architektur und Governance verankern. Die bis 2032 angelegte Open-Source-Landesstrategie wurde jetzt beim eGovernment-Wettbewerb 2026 ausgezeichnet.

Auch konkrete Lösungen selbst stoßen auf wachsendes Interesse und werden ausgebaut. Etwa die digital souveräne Office- und Kollaborationssuite openDesk: Der Betreiber, das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), und die Bundesdruckerei-Gruppe haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Unter anderem soll openDesk für Einsatzgebiete mit erhöhtem Schutzbedarf bis hin zum Geheimhaltungsgrad VS-NfD weiterentwickelt werden.

Eine Momentaufnahme zum Stand der digitalen Verwaltungstransformation liefert der aktuelle eGovernment MONITOR der Initiative D21. Das Bild ist widersprüchlich. Zwar überzeugen digitale Verwaltungsangebote die tatsächlichen Nutzerinnen und Nutzer – doch viele Menschen gehen immer noch davon aus, dass es für ihr Anliegen gar kein Online-Angebot gibt oder konnten es schlicht nicht finden. Thüringens Landes-CIO Milen Starke erklärte in Reaktion auf den Report, der Freistaat werde digitale Leistungen sichtbarer machen und die Nutzung von Verwaltungsleistungen weiter vereinfachen, etwa durch nutzerfreundliche digitale Identitäten und den Abbau von Medienbrüchen. Den aktuellen Beitrag dazu finden Sie auf der move-Webseite.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre dieser und weiterer Meldungen und einen guten Start in die neue Woche.

Mit freundlichen Grüßen
Sibylle Mühlke, Redakteurin


  Inhalt  
     
  Bundesdruckerei/ZenDiS: Geschützter Zugriff auf openDesk  
  E-Justiz: Neue Onlinedienste im Bereich Nachlass  
  BundID: KI beantwortet Routinefragen  
  Studie: Framework für digitale Resilienz  
  Berlin: Open Source als Beschaffungsprinzip  
  eGovernment MONITOR: Digitale Verwaltung überzeugt bei der Nutzung  
  Bayern/Hessen: Digital-Roundtable geplant  
  eGovernment-Wettbewerb: BMI gewinnt mit LISSA  
  Bundeserprobungsgesetz: Freiräume für neue Verfahren  
  eGovernment-Wettbewerb: Serviceportal Ende-zu-Ende gedacht  
  Schleswig-Holstein: Schrödter fordert offene KI  
  Nordrhein-Westfalen: Neues Rechenzentrum stärkt digitale Souveränität  
  Rheinland-Pfalz: eManuel unterstützt Justiz  
  SAS-Studie: Behörden vertrauen KI weniger als die freie Wirtschaft  
  Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz  
     
 
 
  Aktuelle Termine  
  Branchenindex  
     
Bundesdruckerei/ZenDiS
Ki-Bild eines hellblauen Vorhängeschlosses auf dunkelblauem Grund Geschützter Zugriff auf openDesk
Das Technologieunternehmen des Bundes Bundesdruckerei-Gruppe will mit dem Zentrum für Digitale Souveränität openDesk für sicherheitssensible Einsätze weiterentwickeln. Ein erster Anwendungsfall verbindet die Suite mit einer VS-NfD-Lösung des IT-Sicherheitsspezialisten genua.
» Zur Meldung
E-Justiz
Hände mit Smartphone Neue Onlinedienste im Bereich Nachlass
Das Online-Justiz-Portal unterstützt Bürgerinnen und Bürger jetzt auch bei Erbscheinen und Erbausschlagungen. Die neuen Dienste informieren über Voraussetzungen, Fristen und Kosten und helfen dabei, Termine beim Nachlassgericht digital vorzubereiten.
» Zur Meldung
BundID
Immer mehr Bürger setzen für Interaktionen mit der Verwaltung auf die BundID. KI beantwortet Routinefragen
Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen.
» Zur Meldung
Studie
Framework für digitale Resilienz
Cybersicherheit allein reicht nicht aus, um Staat und Verwaltung auch in Krisen handlungsfähig zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des The Open Government Institute. Die Forscher entwickeln deshalb das Konzept der „digitalen öffentlichen Resilienz“ und schlagen unter anderem die Einrichtung eines Chief Resilience Officers vor.
» Zur Meldung
Berlin
Open Source als Beschaffungsprinzip
Berlin will mit einer umfassenden Open-Source-Strategie seine digitale Souveränität stärken. Open Source soll dabei zum priorisierten Beschaffungsprinzip werden. Beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreichte das Land Berlin mit dem Projekt den dritten Platz in der Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“.
» Zur Meldung
eGovernment MONITOR
Digitale Verwaltung überzeugt bei der Nutzung
Wer digitale Verwaltungsangebote nutzt, ist mit ihnen überwiegend zufrieden. Laut eGovernment MONITOR 2026 bewerten 81 Prozent der Menschen ihr zuletzt ganz oder teilweise digital erledigtes Behördenanliegen positiv. Gleichzeitig sehen nur 15 Prozent ihre Erwartungen an eine moderne digitale Verwaltung erfüllt.
» Zur Meldung
Bayern/Hessen
Digital-Roundtable geplant
Bayern und Hessen wollen die Zusammenarbeit der Länder bei Innovation und Wachstum stärken. Für die Veranstaltung Bits & Pretzels 2027 ist ein Roundtable der Digitalministerinnen und Digitalminister geplant.
» Zur Meldung
eGovernment-Wettbewerb
BMI gewinnt mit LISSA
Mit LISSA entwickelt das ITZBund eine standardisierte und automatisierte Lieferkette für sichere Software. Beim eGovernment-Wettbewerb 2026 erreichte LISSA den ersten Platz in der Kategorie „Souveränität, Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen“.
» Zur Meldung
Bundeserprobungsgesetz
Freiräume für neue Verfahren
Der Bundesrat hat den Weg für das Bundeserprobungsgesetz freigemacht. Bund, Länder und Kommunen dürfen damit in Reallaboren neue Verwaltungsverfahren testen und zeitlich begrenzt von bestimmten Bundesvorschriften abweichen. Erfolgreiche Ansätze können bundesweit übernommen werden.
» Zur Meldung
eGovernment-Wettbewerb
Serviceportal Ende-zu-Ende gedacht
Das Serviceportal Migration Deutschland des Bundesministeriums des Innern hat beim eGovernment-Wettbewerb 2026 den ersten Platz in der Kategorie „Kundenzentrierte Verwaltungsprozesse von Anfang bis Ende (E2E) neu gedacht“ erreicht. Die Plattform soll Verwaltungsverfahren im Ausländerwesen durchgängig digitalisieren.
» Zur Meldung
Schleswig-Holstein
Schrödter fordert offene KI
Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter spricht sich gegen einen generellen Entwicklungsstopp für Künstliche Intelligenz aus. Auf der 7. KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein in Neumünster plädiert er stattdessen für offene KI-Modelle, digitale Souveränität und einen schnelleren Transfer von KI in die praktische Anwendung.
» Zur Meldung
Nordrhein-Westfalen
Neues Rechenzentrum stärkt digitale Souveränität
Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen hat in Kaarst bei Düsseldorf ein neues Rechenzentrum eröffnet. Der weitgehend klimaneutral betriebene Standort bildet das digitale Rückgrat für mehr als 100 Finanzämter und über 30.000 Beschäftigte.
» Zur Meldung
Rheinland-Pfalz
eManuel unterstützt Justiz
Die rheinland-pfälzische Justiz weitet den Einsatz ihres KI-Assistenten eManuel aus. Neben Beschäftigten an Gerichten können inzwischen auch mehr als 600 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare die Anwendung nutzen.
» Zur Meldung
SAS-Studie
Behörden vertrauen KI weniger als die freie Wirtschaft
Die öffentliche Verwaltung tut sich mit dem Vertrauen in Künstliche Intelligenz schwerer als andere Branchen. Eine internationale Studie von SAS und IDC sieht Behörden beim Einsatz vertrauenswürdiger KI auf dem letzten Platz. Als größte Hürde gilt der Datenschutz.
» Zur Meldung
Deutscher Städtetag
Schwarz-weiß Bild: Blick ins manuell geführte KfZ-register in Flensburg, Großraumbüro i-Kfz-Bund greift zu kurz
Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten.
» Zur Meldung
  Termine  
 
 

13.10.2026 - 15.10.2026, Berlin
Smart Country Convention 2026

 
  IT Guide  
  Logo Materna Information & Communications SE   Materna
44263 Dortmund

Unser Portfolio für die digitale Transformation der Verwaltung umfasst umfangreiche...
» Zum vollständigen Eintrag

  Logo Governikus   Governikus
28359 Bremen

Gemeinsam vom digitalen Wandel zum digitalen Vorsprung: Mit IT-Lösungen, die das Leben der...
» Zum vollständigen Eintrag