BrandenburgFahrplan für die digitale Zukunft

[13.09.2021] Das Digitalkabinett des Landes Brandenburg hat entscheidende Weichenstellungen für die nächsten Jahre vorgenommen. Die Digitalisierungsstrategien der neun Ressorts und der Staatskanzlei wurden gebilligt – sie stellen die Grundlage des ressortübergreifenden Digitalprogramms 2025 dar.

Das Land Brandenburg arbeitet an der Weiterentwicklung seiner Digitalisierungsstrategie. Das Digitalkabinett des Landes billigte dafür die Digitalisierungsstrategien der neun Ressorts und der Staatskanzlei. Zudem wurde ein Gutachten zur Evaluation der digitalen Resilienz in Brandenburg vorgestellt, das die Staatskanzlei extern in Auftrag gegeben hatte. Auf den Strategien der einzelnen Ministerien solle das ressortübergreifende Digitalprogramm 2025 aufbauen. Dies erläuterte der Digitalbeauftragte des Landes, Staatssekretär Benjamin Grimm, auf der Kabinettspressekonferenz. Auch die Ergebnisse des Resilienz-Gutachtens sollen in das Digitalprogramm einfließen. Eine Entwurfsfassung dessen soll im Herbst vorgestellt werden, anschließend ist ein umfassender Konsultationsprozess vorgesehen. Im ersten Quartal 2022 soll das Programm verabschiedet werden. Das Digitalprogramm 2025 ist als Update für die Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg aus dem Jahr 2018 konzipiert. Die darin umrissenen Maßnahmen seien zu 80 Prozent entweder abgeschlossen oder in Umsetzung, heißt es in einer Pressemeldung des Landes Brandenburg.

Eine resiliente digitale Verwaltung

Das Gutachten zur digitalen Resilienz in Brandenburg befasst sich vor allem mit den Folgen der Corona-Pandemie. Es kommt zu dem Schluss, dass die Verwaltung während der Corona-Pandemie zu jedem Zeitpunkt handlungsfähig war, was insbesondere durch eine schnelle digitale Ausstattung der Beschäftigten ermöglicht worden sei. Allerdings gäbe es auch Verbesserungspotenziale, wie Benjamin Grimm betonte. Das Gutachten identifiziere organisatorische und rechtliche Handlungsfelder, in denen das Land tätig werden müsse, um Staat und Verwaltung auch mithilfe digitaler Technologien krisenfester zu gestalten. So benötigten die Beschäftigten im digitalen Zeitalter einen flexiblen Handlungsrahmen für mobiles Arbeiten. Grimm schlug vor, veränderte Arbeits- und Zusammenarbeitsstrukturen in Digitallaboren zu erkunden. Zudem sei Barrierefreiheit wichtig, um Teilhabe zu verbessern.
Auch das Thema Verwaltungsdigitalisierung stand im Digitalkabinett auf der Tagesordnung. Der IT-Beauftragte des Landes, Innenstaatssekretär Markus Grünewald, stellte Vorlagen zur Fortschreibung der E-Government-Strategie des Landes und zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in Brandenburg vor, um damit die Digitalisierung der Verwaltung zu beschleunigen. Die E-Government-Strategie soll durch die Fortschreibung nun einen konkreten Fahrplan erhalten, wonach „sämtliche Verwaltungsleistungen vollständig digitalisiert“ werden können, teilte der Regierungssprecher des Landes Brandenburg, Florian Engels, mit. Mit klaren Zielen und Meilensteinen definiere die Landesregierung den Weg zur digitalen und medienbruchfreien Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Behörden bis zum Jahr 2025 und gebe damit Orientierung bei der Modernisierung der Verwaltung. Geplant sei auch ein zentrales OZG-Budget, das die Finanzierung der Umsetzung in den kommenden Jahren gewährleisten solle.



Stichwörter: Politik,


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Außenansicht des klassizistischen Bundesratsgebäudes, im Vordergrund blühender Rhododendron.

Bundesratsinitiative: Entlastungspaket für die Sozialverwaltung

[06.03.2026] Die Sozialverwaltungen stehen vor wachsenden Anforderungen – bei gleichzeitig begrenzten personellen Ressourcen. Um Verfahren zu vereinfachen und Abläufe stärker zu digitalisieren, bringt Hamburg gemeinsam mit weiteren Ländern ein Entlastungspaket mit 24 Maßnahmen in den Bundesrat ein. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen

[05.03.2026] Die sächsische Staatsregierung hat ein zweites Bürokratieentlastungspaket beschlossen. Mit mehr als 30 konkreten Maßnahmen sollen Berichtspflichten reduziert und Planungs- sowie Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Zugleich sollen die Bedingungen für Investitionen verbessert werden. mehr...

Ein professionelles IT-Infrastruktur-Management sorgt für den nötigen Überblick bei der Verwaltungsmodernisierung.

NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung

[04.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...

Thüringen: Digitalkabinett beschließt KI-Strategie

[27.02.2026] Das Thüringer Digitalkabinett hat die KI-Strategie für die Landesverwaltung beschlossen, mit der Prozesse und Antragsverfahren für die Bürger beschleunigt werden sollen. Weitere Beschlüsse betreffen eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die ThüringenApp. mehr...

Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft

[19.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...

Notebook auf gelber Tischplatte, darauf liegen Bündel von Euro-Scheinen in variierter Stückelung.

OSBA: Microsoft-Lizenzen haben hohen Preis

[18.02.2026] Die Lizenzkosten der Bundesverwaltung für Microsoft-Produkte steigen seit Jahren, inzwischen liegen sie bei rund einer halben Milliarde Euro. Diese Mittel fehlen für die Modernisierung des Staates, beklagt die OSBA. Stärkere Investitionen in Open Source hingegen unterstützen wichtige digitalpolitische Ziele. mehr...

Baden-Württemberg: Landeseigenes Open-Data-Portal daten.bw freigeschaltet.

Baden-Württemberg: Online-Parteiencheck zur Landtagswahl

[16.02.2026] Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg gehen zwei interaktive Entscheidungshilfen online. Der Bitkomat klopft die wichtigsten Themen der baden-württembergischen Digitalpolitik ab und bietet den Wählerinnen und Wählern eine Entscheidungshilfe, der Wahl-O-Mat widmet sich verschiedenen Politikfeldern. mehr...

Eine durchgängige Digitalisierung der Verwaltung ist mit papierbasierten Prozessen nicht möglich.

Thüringen: Ein Jahr Bürokratiemelder

[13.02.2026] Zwölf Monate nach dem Start des Thüringer Bürokratiemelders zieht die Landesregierung eine positive Bilanz. Seit Februar 2025 sind über 500 Hinweise eingegangen. Manche Meldungen haben bereits konkrete Reformen angestoßen – etwa in den Bereichen BAföG, Baurecht und Once Only. mehr...

Vorfahrt-Beachten-Schild aus leichter Unzersicht gegen blauen Himmel

Bayern: Vorfahrt für das Digitale

[09.02.2026] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring will das Prinzip Digital Only für Verwaltungsleistungen und den Abbau analoger Doppelstrukturen voranbringen. Seinem sogenannten Weckruf haben sich bereits verschiedene Institutionen, Verbände, Unternehmen und Wissenschaftsvertreter angeschlossen. mehr...

Außenansicht des Eingangsbereichs des Hessischen Landtags

Hessen: Digitalisierungshaushalt 2026 steht

[06.02.2026] Mit rund 380 Millionen Euro plant Hessen für 2026 umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung. Schwerpunkte liegen auf digitaler Infrastruktur, Verwaltungsdigitalisierung sowie dem Ausbau von Kompetenzen in Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing. mehr...

Purpurfarben ausgeleuchtetes Podium mit Diskususionsteilnehmenden auf Sesseln

dbb-Diskussion: Staatsmodernisierung im Fokus

[06.02.2026] Bei der dbb-Jahrestagung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbänden über die bundesweite und die föderale Modernisierungsagenda. Die Debatte ist nun als Video verfügbar. mehr...

Die Landesflagge von Schleswig-Holstein, im Hintergrund blauer Himmel.

Schleswig-Holstein: Konsequent digital

[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...

Karsten Wildberger, Kirsten Sinemus und Fabian Mehring sowie mehrere unbekannte Personen in Rückenansicht in einem Sitzungssaal.
bericht

OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung

[23.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...

Bayernflagge (Rauten mit Wappen) vor blauem Himmel.
bericht

Bayern: Umstrittene Microsoft-Cloud

[15.01.2026] Die geplante Einführung von Microsoft-Cloud-Diensten in Bayerns Verwaltung sorgt bereits seit Monaten für Diskussionen. Das Finanzressort erwartet durch die Einführung Kostenvorteile und eine Konsoldierung der Verwaltungs-IT, der Digitalminister fordert eine Neubewertung im Zeichen digitaler Souveränität. mehr...

Porträt Jan Pörksen

Digitalministerkonferenz: Hamburg ist 2026 Vorsitzland

[15.01.2026] Als zentrales politisches Gremium von Bund und Ländern bündelt die Digitalministerkonferenz die Zusammenarbeit in der digitalen Transformation und stimmt länderübergreifende Strategien ab. 2026 führt Hamburg den Vorsitz, vertreten durch Staatsrat Jan Pörksen. mehr...