HessenDigitalisierungshaushalt 2026 steht

Mit einem Volumen von rund 380 Millionen Euro will Hessen auch in finanziell herausfordernden Zeiten den digitalen Wandel vorantreiben.
(Bildquelle: Hessische Staatskanzlei)
Im hessischen Landeshaushalt werden die Ausgaben für Digitalisierung über einen eigenen Einzelplan des Ministeriums für Digitalisierung und Innovation ausgewiesen. Digitalministerin Kristina Sinemus hat nun die Haushaltsplanung für ihr Ministerium im Jahr 2026 vorgestellt. „Investitionen in Digitalisierung sind Investitionen in die Zukunft Hessens und seiner Bürgerinnen und Bürger. Sie stärken wirtschaftliches Wachstum, bringen spürbaren Nutzen für die Menschen und sichern den Wohlstand von morgen“, so die Ministerin. Mit dem geplanten Volumen von rund 380 Millionen Euro für die Digitalisierung würden auch in finanziell herausfordernden Zeiten klare Prioritäten gesetzt, heißt es vom Digitalministerium. Der Einzelplan bündelt sowohl die knapp 200 ressortübergreifenden Digitalisierungsprojekte der Landesregierung als auch die Mittel für die originären Zuständigkeiten des Ministeriums. Durch diese zwei eng miteinander verflochtenen Stränge werden zentrale Zukunftsvorhaben aus einer Hand gesteuert und strategisch verzahnt.
Deutlich mehr Mittel für Verwaltungsdigitalisierung
Um Wachstumsimpulse zu setzen und Hessen als Wirtschaftsstandort zu stärken, liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der digitalen Infrastruktur: Allein 74 Millionen Euro sollen in den Glasfaserausbau fließen. Zudem werden rund 10 Millionen Euro für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Künstliche Intelligenz und Quantencomputing bereitgestellt. Dort sollen Forschung, Technologieentwicklung und die wirtschaftliche Anwendung von KI gebündelt werden – mit dem Ziel, Zukunftstechnologien schneller in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen und den Innovationsstandort Hessen zu stärken. Ein weiterer Fokus ist die Digitalisierung der Verwaltung. Bislang wurde über das Budget der Digitalministerin den hessischen Ressorts in dieser Legislatur zur Umsetzung von digitalen Verwaltungsleistungen etwa 52 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, im Haushalt 2026 sind weitere 33 Millionen Euro vorgesehen. „Eine moderne, digitale Verwaltung bedeutet weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und damit einen deutlich besseren Service für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen. Sie senkt Kosten und schafft die Voraussetzungen für einen handlungsfähigen Staat in herausfordernden Zeiten“, so Sinemus.
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