BrandenburgKI-Tools für die Hochschulen

[31.07.2024] In Brandenburg soll die digitale Transformation an den Hochschulen einen deutlichen Schub erhalten: Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Einführung und Nutzung von KI-Tools wie Chatbots oder individuelle Lernassistenten in diesem Jahr mit insgesamt 500.000 Euro.
Symbolbild einer Platine in dunklen Farben, in der Mitte ein Chip mit der blau leuchtenden Aufschrift "Ai"

Generative KI kann Hochschulen in Lehre, Forschung und Verwaltung unterstützen.

(Bildquelle: Shuo/stock.adobe.com)

Im Juni 2024 hatte Brandenburg seine Landesstrategie Künstliche Intelligenz beschlossen. Diese sieht unter anderem vor, dass die KI in der Forschung zukünftig gezielt gefördert werden soll. Nun startet ein Förderprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur, das die Einführung und Implementierung von generativen KI-Tools an Brandenburger Hochschulen unterstützt. Dazu sollen laut einer Meldung des Ministeriums in diesem Jahr insgesamt 500.000 Euro fließen. Das Förderprogramm ist der Start zu einer Pilotphase, in der die Hochschulen einzeln oder in kleineren Zusammenschlüssen bis Ende 2025 unterschiedliche KI-Systeme testen und ihre Erfahrungen dokumentieren, evaluieren und hochschulübergreifend teilen.

Folgende Maßnahmen werden im Rahmen des Förderprogramms finanziell unterstützt:

  • Die Beschaffung, Implementierung oder Entwicklung von generativen KI-Anwendungen für Lehre, Studium und Hochschulverwaltung. Gefördert werden die Lizenzierung oder die Eigenentwicklung und Bereitstellung generativer KI-Modelle, die etwa als Lernassistenten dienen oder Feedback zu schriftlichen Arbeiten geben können. Auch Chatbots, die Fragen – beispielsweise zu Studienplänen und Prüfungsterminen – beantworten können, werden gefördert.
  • Verbesserungen der digitalen Infrastruktur zur Unterstützung von generativen KI-Systemen: Für die erfolgreiche Implementierung und Nutzung generativer KI-Modelle ist eine robuste digitale Infrastruktur notwendig. Die Beschaffung leistungsfähiger Server und Speichersysteme wird daher gefördert.

Aufbauend auf den Erkenntnissen der Pilotphase soll ab 2026 ein hochschulübergreifendes Konzept für Anschaffung, Entwicklung und Betrieb von KI-gestützten Modellen für Studium, Lehre und Verwaltung in Brandenburgs Hochschulen entwickelt werden. Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Zentrum für Digitale Transformation. Der Prozess des Erfahrungsaustauschs zwischen den Hochschulen und der landesweiten Konzeptentwicklung für die Einführung von KI-Technologien soll vom Wissenschaftsministerium begleitet werden.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
bericht

Nordrhein-Westfalen: Investitionsoffensive für KI-Robotik

[21.09.2026] Nordrhein-Westfalen will eine landesweite Forschungs- und Transferinfrastruktur für KI-basierte Robotik aufbauen. Für das Projekt KIRO.NRW sollen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. mehr...

Blick von unten auf eine große Baustelle mit mehreren orangefarbenen Baukränen und eingerüsteten Gebäuden. Die Kräne ragen vor blauem Himmel in die Höhe, während die Sonne zwischen den Rohbauten hindurchscheint.

BMDS: KI-Lösung für schnellere Genehmigungen

[21.09.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat gemeinsam mit Capgemini und europäischen Technologiepartnern eine modulare KI-Lösung für Planungs- und Genehmigungsverfahren entwickelt. Die Lösung ist auf Nachnutzung ausgelegt und wird als Open Source bereitgestellt. mehr...

Capgemini-Studie: Lücke zwischen KI-Ambitionen und Umsetzung

[21.09.2026] Öffentliche Organisationen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Doch nur 28 Prozent schaffen es, KI-Projekte erfolgreich vom Piloten in den Regelbetrieb zu überführen. Eine neue Capgemini-Studie zeigt: Entscheidend für den Erfolg sind weniger die KI-Modelle als Datenqualität, Governance und organisatorische Reife. mehr...

Brandenburg: KI-Assistent LLMoin landesweit ausgerollt

[18.09.2026] Brandenburg stattet seine Landesverwaltung flächendeckend mit dem KI-Assistenten LLMoin aus. Bis Ende September soll die Lösung allen Ministerien und einem Großteil der obersten Landesbehörden zur Verfügung stehen. mehr...

Freistaat Bayern: KI-Gipfel zu Sicherheit und Regulierung

[16.09.2026] Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring will führende Unternehmen der KI-Branche zu einem Gipfeltreffen nach München einladen. Thema sollen die Risiken leistungsfähiger KI-Systeme und mögliche internationale Regeln für deren Einsatz sein. mehr...

Verpixelte, in Blau gehaltene Ansicht eines Bildschirms, der neben zahlreichen Nullen und Einsen die Buchstaben "KI" zeigt.

AISI Deutschland: Wohin zieht das KI-Sicherheitsinstitut?

[07.09.2026] Der Startschuss für das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland ist gefallen. Zum Auftakt stützt sich AISI Deutschland auf BSI und Bundesnetzagentur. Wie und wo das tatsächliche Institut später ausgebaut wird, ist offen. Bayern und das Saarland werben bereits für München und Saarbrücken. mehr...

Schriftzug "AISI" vor grün-helllila Farbverlauf

BMI/BMDS: AISI Deutschland gegründet

[02.09.2026] BMDS und BMI richten ein gemeinsames KI-Sicherheitsinstitut ein. Zunächst sollen BSI und Bundesnetzagentur fortschrittliche KI-Modelle auf Fähigkeiten und Risiken untersuchen, später soll das Institut ausgebaut und international vernetzt werden. mehr...

Kristina Sinemus hält Druckversion der KI-Strategie hoch

Hessen: Leitplanken für den KI-Einsatz

[02.09.2026] KI soll in Hessens Landesverwaltung Arbeit abnehmen, Entscheidungen aber nicht übernehmen. Die neue KI-Strategie beschreibt, wie das Land Beschäftigte schulen, Werkzeuge bereitstellen und Zuständigkeiten regeln will. Die technische Basis soll eine Multi-Cloud-Strategie liefern. mehr...

Miniaturfiguren von Bauarbeitern stehen auf einem Motherboard und "arbeiten".

Bundesrat: KI-Nutzung bei Bauleitplänen

[01.09.2026] Die Bauleitplanung bereitet die bauliche Nutzung von Grundstücken einer Gemeinde vor – eine komplexe Aufgabe, die unterschiedlichste Aspekte berücksichtigen muss. KI könnte wesentlich unterstützen, meint der Bundesrat, der deshalb fordert, KI auch bei der Begründung und dem Umweltbericht von Bauleitplänen einsetzen zu können. Die Bundesregierung lehnte dies ab. mehr...

BMDS: Abschlussbericht zum Agentic AI Hub

[25.08.2026] Der Agentic AI Hub hat in 19 Kommunen den Einsatz agentischer KI in 20 Pilotprojekten erprobt. Der Abschlussbericht zeigt deutliche Zeitersparnisse und soll nun den Weg für die Skalierung erfolgreicher Anwendungen ebnen. mehr...

EU AI Act: Stellungnahme von Aristech

[13.08.2026] Mit Artikel 50 des EU AI Acts gilt seit dem 2. August 2026 eine Transparenzpflicht für den Einsatz von KI-Systemen. Aristech-Geschäftsführerin Carolin Edler-Mende sieht bei Voice AI jedoch größere Herausforderungen bei Verantwortung, Risikobewertung und AI Literacy. mehr...

KI-Gesetz: Neue Rolle für Bundesnetzagentur

[07.08.2026] Seit Ende Juli koordiniert die Bundesnetzagentur die Umsetzung der europäischen KI-Verordnung in Deutschland. Sie überwacht unter anderem bestimmte Anwendungen im Personalmanagement, in Kritischen Infrastrukturen sowie im Bildungswesen und nimmt zudem Beschwerden entgegen. mehr...

Nahaufnahme einer Hand eines futuristischen Roboters, der auf einer Tastatur tippt.

Nordrhein-Westfalen: KI-Chatbot für die Finanzverwaltung

[05.08.2026] Nordrhein-Westfalens Finanzverwaltung erprobt mit FinAssist.NRW eine selbst entwickelte KI-Lösung im Ministerium und in drei Finanzämtern. Die Anwendung läuft im eigenen Rechenzentrum und kann deshalb auch für sensible interne und steuerliche Daten eingesetzt werden. mehr...

Männerhände auf Laptop-Tastatur, auf dem Screen sieht man ein KI-Eingabefeld

KI: LLMoin auf MDD verfügbar

[29.07.2026] LLMoin ist ab sofort auf dem Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar. Somit können Bund, Länder und Kommunen den KI-Textassistenten ohne eigene Ausschreibungen beziehen. mehr...

Deutschland/Frankreich: Kooperation bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität

[27.07.2026] Deutschland und Frankreich bauen ihre Zusammenarbeit bei KI-Sicherheit und digitaler Souveränität aus. Die Vereinbarungen sollen gemeinsame Bewertungen leistungsfähiger KI-Modelle ermöglichen und Europas Rolle bei der sicheren Nutzung von Künstlicher Intelligenz stärken. mehr...