MaternaPlattform für souveräne Digital Humans

[02.11.2026] Mit Sinfonie hat Materna eine On-Premises-Plattform für KI-gestützte digitale Fachassistenten vorgestellt. Die Lösung kombiniert generative KI, Sprachinteraktion und animierte 3D-Avatare. Sie richtet sich insbesondere an öffentliche Verwaltungen und Organisationen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und digitale Souveränität.

Materna Sinfonie orchestriert KI-Agenten begleitet von Menschen intuitiv durch digitale Prozesse.

(Bildquelle: Materna)

Der IT-Dienstleister Materna hat auf der Konferenz NVIDIA GTC (20. bis 22. Oktober in Berlin) seine neue Plattform Sinfonie präsentiert. Mit ihr lassen sich sogenannte Digital Humans entwickeln, die Beschäftigte bei der Wissensarbeit, internen Serviceprozessen und komplexen Fachfragen unterstützen. Anders als klassische Chatbots kommunizieren die digitalen Assistenten nicht nur über Text, sondern auch mittels Sprache, Mimik und Gestik.

Betrieb in der eigenen IT-Infrastruktur

Die Plattform ist nach Angaben von Materna vollständig für den Betrieb in der eigenen IT-Infrastruktur ausgelegt. Sämtliche Komponenten – von der Spracherkennung über die KI-Modelle bis zur Animation der Avatare – können lokal betrieben werden, sodass die verarbeiteten Daten die Infrastruktur des Kunden nicht verlassen müssen. Zum Einsatz kommen unter anderem Open-Source-Technologien und NVIDIA Audio2Face.

Sinfonie basiert auf Erfahrungen aus einem Kundenprojekt für eine Behörde in Nordrhein-Westfalen. Dort sollte ein KI-Assistent Beschäftigte bei Fragen zu internen Abläufen, Regelwerken und Wissensbeständen unterstützen. Materna hat diesen Ansatz zu einer branchenübergreifend einsetzbaren Plattform weiterentwickelt. Die Lösung kann bestehende Wissensquellen, Fachverfahren sowie Rollen- und Berechtigungskonzepte einbinden. Mögliche Einsatzbereiche sind das Wissensmanagement, die Einarbeitung neuer Beschäftigter, interne Serviceprozesse und die Unterstützung komplexer Verwaltungsverfahren. 

Öffentliche Verwaltung als Zielgruppe

„Souveränität und moderne KI-Erlebnisse schließen sich nicht aus“, erklärt Thomas Feld, Vice President Datamanagement & AI bei Materna. Der lokale Betrieb von Sprachverstehen, Wissenssuche und Avatar sei für viele Kunden eine wesentliche Voraussetzung, um generative KI produktiv einzusetzen. Mit Sinfonie wolle Materna insbesondere Behörden, öffentliche IT-Dienstleister und regulierte Branchen ansprechen, die KI-basierte Assistenzsysteme einsetzen möchten, ohne die Kontrolle über ihre Daten und IT-Prozesse abzugeben.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz

Medientage München: Mehring fordert fairen Wettbewerb im KI-Zeitalter

[26.10.2026] Auf den 40. Medientagen München hat Bayerns Digitalminister Fabian Mehring eine stärkere technologische Eigenständigkeit Europas, einen gesellschaftlichen Konsens über den Einsatz Künstlicher Intelligenz und eine faire Beteiligung der Medienbranche an der KI-Wertschöpfung gefordert. mehr...

Sachsen: MAXi unterstützt Steuerverwaltung

[16.10.2026] Rund 5.250 Beschäftigte der sächsischen Steuerverwaltung können künftig den KI-Chatbot MAXi nutzen. Das ursprünglich in Hessen entwickelte System soll Routineaufgaben übernehmen, bei der Bearbeitung von Einsprüchen helfen und die Kommunikation mit Steuerpflichtigen erleichtern. mehr...

Bayern: KI-Sicherheit im Fokus

[06.10.2026] Der Freistaat Bayern will den Umgang mit Risiken leistungsfähiger KI-Systeme stärker institutionalisieren. Digitalminister Fabian Mehring kündigte nach einem KI-Gipfel einen KI-Sicherheitsdialog, einen jährlichen Sicherheitsbericht und ein KI-Ethikforum an. mehr...

dbb akademie: Weiterbildung zum KI-Beauftragten

[06.10.2026] Mit dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung wächst der Bedarf an Beschäftigten, die technische, rechtliche und organisatorische Fragen zusammenführen können. Die dbb akademie bietet dafür eine fünftägige Zertifizierung zum behördlichen KI-Beauftragten an. mehr...

Immer mehr Bürger setzen für Interaktionen mit der Verwaltung auf die BundID.

BundID: KI beantwortet Routinefragen

[02.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...

bericht

Schleswig-Holstein: Schrödter fordert offene KI

[29.09.2026] Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter spricht sich gegen einen generellen Entwicklungsstopp für Künstliche Intelligenz aus. Auf der 7. KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein in Neumünster plädiert er stattdessen für offene KI-Modelle, digitale Souveränität und einen schnelleren Transfer von KI in die praktische Anwendung. mehr...

Logo Ko-Pionier-Preis

Ko-Pionier-Preis 2026: LGLN macht Nachnutzung möglich

[29.09.2026] Beim Ko-Pionier-Preis 2026 wird die KI-gestützte Gebäudeerkennung des LGLN gleich mehrfach ausgezeichnet: Die niedersächsische Landesbehörde erhielt den govdigital-Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung, den ersten Preis in der Kategorie „Digitalisierung der Verwaltung“ und den Publikumspreis. mehr...

Rheinland-Pfalz: eManuel unterstützt Justiz

[28.09.2026] Die rheinland-pfälzische Justiz weitet den Einsatz ihres KI-Assistenten eManuel aus. Neben Beschäftigten an Gerichten können inzwischen auch mehr als 600 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare die Anwendung nutzen. mehr...

bericht

SAS-Studie: Behörden vertrauen KI weniger als die freie Wirtschaft

[28.09.2026] Die öffentliche Verwaltung tut sich mit dem Vertrauen in Künstliche Intelligenz schwerer als andere Branchen. Eine internationale Studie von SAS und IDC sieht Behörden beim Einsatz vertrauenswürdiger KI auf dem letzten Platz. Als größte Hürde gilt der Datenschutz. mehr...

bericht

eGovernment-Wettbewerb: NRW.Genius auf Rang zwei

[25.09.2026] Der KI-Assistent NRW.Genius wurde beim eGovernment-Wettbewerb 2026 ausgezeichnet. Die Lösung soll künftig von einem generativen KI-Assistenten zu einem KI-Baukasten für die Verwaltungs-IT werden. mehr...

Bundesagentur für Arbeit: Klara beantwortet Fragen

[25.09.2026] Die Bundesagentur für Arbeit setzt bei der Automatisierung ihres Kundenservice auf eine KI-Lösung von Aristech. Der Voicebot Klara soll die Service-Center entlasten und die Erreichbarkeit verbessern. Perspektivisch ist auch die automatisierte Bearbeitung von E-Mails vorgesehen. mehr...

bericht

Nordrhein-Westfalen: Investitionsoffensive für KI-Robotik

[21.09.2026] Nordrhein-Westfalen will eine landesweite Forschungs- und Transferinfrastruktur für KI-basierte Robotik aufbauen. Für das Projekt KIRO.NRW sollen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. mehr...

Blick von unten auf eine große Baustelle mit mehreren orangefarbenen Baukränen und eingerüsteten Gebäuden. Die Kräne ragen vor blauem Himmel in die Höhe, während die Sonne zwischen den Rohbauten hindurchscheint.

BMDS: KI-Lösung für schnellere Genehmigungen

[21.09.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat gemeinsam mit Capgemini und europäischen Technologiepartnern eine modulare KI-Lösung für Planungs- und Genehmigungsverfahren entwickelt. Die Lösung ist auf Nachnutzung ausgelegt und wird als Open Source bereitgestellt. mehr...

Capgemini-Studie: Lücke zwischen KI-Ambitionen und Umsetzung

[21.09.2026] Öffentliche Organisationen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Doch nur 28 Prozent schaffen es, KI-Projekte erfolgreich vom Piloten in den Regelbetrieb zu überführen. Eine neue Capgemini-Studie zeigt: Entscheidend für den Erfolg sind weniger die KI-Modelle als Datenqualität, Governance und organisatorische Reife. mehr...