Ko-Pionier-Preis 2026LGLN macht Nachnutzung möglich

[29.09.2026] Beim Ko-Pionier-Preis 2026 wird die KI-gestützte Gebäudeerkennung des LGLN gleich mehrfach ausgezeichnet: Die niedersächsische Landesbehörde erhielt den govdigital-Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung, den ersten Preis in der Kategorie „Digitalisierung der Verwaltung“ und den Publikumspreis.
Logo Ko-Pionier-Preis

Der Ko-Pionier-Preis würdigt Verwaltungen, die bewährte Lösungen anderer Verwaltungen übernommen und erfolgreich an die eigenen Strukturen angepasst haben - und Verwaltungen, die dies ermöglichen.

(Bildquelle: Re:Form/projecttogether)

Die digitale Transformation der Verwaltung kann nur bei arbeitsteiligem Vorgehen gelingen. Ein wichtiges Konzept dabei: die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für Entwicklung und Pilotierung von (OZG-)Leistungen, die dann auch von anderen Ländern und deren Kommunen eingesetzt werden können. Die erfolgreiche Nachnutzung braucht Verwaltungen, die digitale Lösungen übernehmen und Menschen, die ihre Arbeit zugänglich machen und den Wissenstransfer unterstützen. Beide würdigt der Ko-Pionier-Preis, der 2026 zum zweiten Mal vergeben wurde. Ausgelobt wird er von der Initiative Re:Form, hinter der das Bündnis projecttogether und eine Reihe hochkarätiger Projektpartner stehen, darunter die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), die Genossenschaft govdigital sowie die drei kommunalen Spitzenverbände. Im Rahmen des KGSt-Forums in Leipzig (wir berichteten) erfolgte jetzt die Preisverleihung.

KI erkennt Veränderungen am Gebäudebestand

Zu den Ausgezeichneten gehört auch das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN). Jonas Bostelmann, Product Owner im KI-Team des LGLN und sein Team erhielten den govdigital-Sonderpreis für besonderes Engagement zur Nachnutzung. Die Auszeichnung gilt ihrem Einsatz, eine selbst entwickelte KI-Gebäudeerkennung anderen Verwaltungen zugänglich zu machen, berichtet die Genopssenschaft. Bei der Preisverleihung wurde die Lösung sogar gleich dreifach gewürdigt: Die Nachnutzung in Hamburg belegte außerdem den ersten Platz in der Kategorie „Digitalisierung der Verwaltung“ und erhielt den Publikumspreis „Nachnutzung der Herzen“.

Zusammenarbeit über föderale Grenzen hinweg

Die vom LGLN entwickelte KI-Gebäudeerkennung spürt Veränderungen am Gebäudebestand automatisiert auf. Fachkräfte können diese anschließend gezielt prüfen, statt Luftbilder aufwendig durchsuchen zu müssen. Hinter der Open-Source-Lösung stehen sieben Jahre Entwicklungsarbeit im LGLN. Über die Deutsche Verwaltungscloud wurde sie auch anderen Verwaltungen zugänglich gemacht; heute ist sie auf dem Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar.

Über das govdigital-Modell sowie Verwaltungsvereinbarungen wurde die Lösung inzwischen an Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sowie an Dortmund und Wuppertal weitergegeben. Im Vermessungs- und Katasteramt Dortmund wird sie bereits eingesetzt. Das Beispiel zeigt, wie eine Entwicklung auf Landesebene auch Kommunen in anderen Bundesländern zugutekommen kann.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz

Bayern: KI-Sicherheit im Fokus

[06.10.2026] Der Freistaat Bayern will den Umgang mit Risiken leistungsfähiger KI-Systeme stärker institutionalisieren. Digitalminister Fabian Mehring kündigte nach einem KI-Gipfel einen KI-Sicherheitsdialog, einen jährlichen Sicherheitsbericht und ein KI-Ethikforum an. mehr...

dbb akademie: Weiterbildung zum KI-Beauftragten

[06.10.2026] Mit dem zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung wächst der Bedarf an Beschäftigten, die technische, rechtliche und organisatorische Fragen zusammenführen können. Die dbb akademie bietet dafür eine fünftägige Zertifizierung zum behördlichen KI-Beauftragten an. mehr...

Immer mehr Bürger setzen für Interaktionen mit der Verwaltung auf die BundID.

BundID: KI beantwortet Routinefragen

[02.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...

bericht

Schleswig-Holstein: Schrödter fordert offene KI

[29.09.2026] Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter spricht sich gegen einen generellen Entwicklungsstopp für Künstliche Intelligenz aus. Auf der 7. KI-Landeskonferenz Schleswig-Holstein in Neumünster plädiert er stattdessen für offene KI-Modelle, digitale Souveränität und einen schnelleren Transfer von KI in die praktische Anwendung. mehr...

Rheinland-Pfalz: eManuel unterstützt Justiz

[28.09.2026] Die rheinland-pfälzische Justiz weitet den Einsatz ihres KI-Assistenten eManuel aus. Neben Beschäftigten an Gerichten können inzwischen auch mehr als 600 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare die Anwendung nutzen. mehr...

bericht

SAS-Studie: Behörden vertrauen KI weniger als die freie Wirtschaft

[28.09.2026] Die öffentliche Verwaltung tut sich mit dem Vertrauen in Künstliche Intelligenz schwerer als andere Branchen. Eine internationale Studie von SAS und IDC sieht Behörden beim Einsatz vertrauenswürdiger KI auf dem letzten Platz. Als größte Hürde gilt der Datenschutz. mehr...

bericht

eGovernment-Wettbewerb: NRW.Genius auf Rang zwei

[25.09.2026] Der KI-Assistent NRW.Genius wurde beim eGovernment-Wettbewerb 2026 ausgezeichnet. Die Lösung soll künftig von einem generativen KI-Assistenten zu einem KI-Baukasten für die Verwaltungs-IT werden. mehr...

Bundesagentur für Arbeit: Klara beantwortet Fragen

[25.09.2026] Die Bundesagentur für Arbeit setzt bei der Automatisierung ihres Kundenservice auf eine KI-Lösung von Aristech. Der Voicebot Klara soll die Service-Center entlasten und die Erreichbarkeit verbessern. Perspektivisch ist auch die automatisierte Bearbeitung von E-Mails vorgesehen. mehr...

bericht

Nordrhein-Westfalen: Investitionsoffensive für KI-Robotik

[21.09.2026] Nordrhein-Westfalen will eine landesweite Forschungs- und Transferinfrastruktur für KI-basierte Robotik aufbauen. Für das Projekt KIRO.NRW sollen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung stehen. mehr...

Blick von unten auf eine große Baustelle mit mehreren orangefarbenen Baukränen und eingerüsteten Gebäuden. Die Kräne ragen vor blauem Himmel in die Höhe, während die Sonne zwischen den Rohbauten hindurchscheint.

BMDS: KI-Lösung für schnellere Genehmigungen

[21.09.2026] Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung hat gemeinsam mit Capgemini und europäischen Technologiepartnern eine modulare KI-Lösung für Planungs- und Genehmigungsverfahren entwickelt. Die Lösung ist auf Nachnutzung ausgelegt und wird als Open Source bereitgestellt. mehr...

Capgemini-Studie: Lücke zwischen KI-Ambitionen und Umsetzung

[21.09.2026] Öffentliche Organisationen setzen zunehmend auf Künstliche Intelligenz. Doch nur 28 Prozent schaffen es, KI-Projekte erfolgreich vom Piloten in den Regelbetrieb zu überführen. Eine neue Capgemini-Studie zeigt: Entscheidend für den Erfolg sind weniger die KI-Modelle als Datenqualität, Governance und organisatorische Reife. mehr...

Brandenburg: KI-Assistent LLMoin landesweit ausgerollt

[18.09.2026] Brandenburg stattet seine Landesverwaltung flächendeckend mit dem KI-Assistenten LLMoin aus. Bis Ende September soll die Lösung allen Ministerien und einem Großteil der obersten Landesbehörden zur Verfügung stehen. mehr...

Freistaat Bayern: KI-Gipfel zu Sicherheit und Regulierung

[16.09.2026] Der bayerische Digitalminister Fabian Mehring will führende Unternehmen der KI-Branche zu einem Gipfeltreffen nach München einladen. Thema sollen die Risiken leistungsfähiger KI-Systeme und mögliche internationale Regeln für deren Einsatz sein. mehr...

Verpixelte, in Blau gehaltene Ansicht eines Bildschirms, der neben zahlreichen Nullen und Einsen die Buchstaben "KI" zeigt.

AISI Deutschland: Wohin zieht das KI-Sicherheitsinstitut?

[07.09.2026] Der Startschuss für das KI-Sicherheitsinstitut AISI Deutschland ist gefallen. Zum Auftakt stützt sich AISI Deutschland auf BSI und Bundesnetzagentur. Wie und wo das tatsächliche Institut später ausgebaut wird, ist offen. Bayern und das Saarland werben bereits für München und Saarbrücken. mehr...