HessenNeue Suche für KONSENS

In allen 16 Bundesländern sollen Steuern künftig auf derselben IT-Grundlage berechnet werden. Die Vereinheitlichung der Software ist ein beispielloses Großvorhaben.
(Bildquelle: HZD unter Nutzung eines Bildes von Adobe Stock/Ponchita)
KONSENS – die Kurzform von „Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung“ – ist eines der größten Digitalisierungsvorhaben in Deutschland. Mit dem Vorhaben soll erreicht werden, dass alle Finanzämter bundesweit die gleichen Softwarelösungen für ihre Arbeit erhalten. Beteiligt sind der Bund sowie die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen. Nun gibt die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD), die den Hauptteil der Entwicklungsarbeiten für das Land leistet, Einblicke in die Umsetzung.
Zu den Kernverfahren, die im Rahmen von KONSENS umgesetzt werden, gehört der in Hessen entwickelte Grundinformationsdienst Steuer, kurz: GINSTER. Dieser bildet den gemeinsamen Datenfundus aller Finanzverwaltungen und hält Stammdaten zu natürlichen und juristischen Personen vor, vom Namen über die Anschrift bis zur Bankverbindung. Gleichzeitig ist der das Fundament für viele KONSENS-Verfahren.
Neuer Ansatz zur zentralen Recherche
Um Steuerfälle eindeutig zuzuordnen und die passenden Informationen zu einer Person oder Organisation schnell zu finden, sind in KONSENS verschiedene Suchfunktionen erforderlich. Die neue von der HZD entwickelte Einheitliche Suche (EinS) schafft eine Basis, um verschiedene Suchvorgänge perspektivisch zusammenzuführen und über ein einziges Interface zugänglich zu machen. In der ersten Projektphase von EinS hat die HZD zunächst eine technische Umstellung bei der Steuernummern-Suche vorgenommen. Mit der neuen technischen Basis wird auch die Funktionalität erweitert, etwa um zusätzliche Filteroptionen. Treffer werden zudem klarer differenziert ausgegeben, insbesondere, wenn mehrere Personen oder Vertreter zu einem Fall gehören. Nun soll EinS sukzessive in allen deutschen Finanzämtern zum Einsatz gebracht werden – die Funktion wird dann von rund 120.000 Sachbearbeiterinnen und -sachbearbeitern genutzt.
Mehr Komfort und neue Möglichkeiten
In den kommenden Ausbaustufen soll die EinS noch deutlich erweitert werden. Dann können auch bundesweit Überwachungskonten und klassische Veranlagungsfälle in der Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer zentral recherchiert werden. „Unser Ziel ist klar: ein zentraler Einstieg für die Steuerverwaltung, der die verschiedenen Recherchesysteme ablöst und die Arbeit im Finanzamt spürbar vereinfacht“, betont Stefan Duchhardt, der als Verfahrensmanager bei der HZD maßgeblich an der Umstellung beteiligt ist. „Die erste Stufe zeigt, dass der Weg funktioniert – jetzt setzen wir den Ausbau Schritt für Schritt fort.“
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