BVAOpen Data im Aufschwung

[23.02.2026] Deutschland zählt im aktuellen Open Data Ranking 2025 der EU erneut zu den sogenannten Fast Trackern in Europa. In zwei von vier Bewertungsdimensionen konnten deutliche Fortschritte erzielt werden. Das Bundesverwaltungsamt ordnet die Entwicklung ein und zeigt, welche Schritte nun anstehen.
Schematische Darstellung der vier von der EU erhobenen Open-Data-Dimensionen

Alljährlich bewertet die EU in vier Dimensionen, wie es um Bereitstellung und Verfügbarkeit offener Daten des öffentlichen Sektors bestellt ist.

(Bildquelle: data.europa.eu/de/open-data-maturity/2025)

Der Open Data Maturity Report wird seit 2015 jährlich im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt. Er bewertet den Reifegrad von Open Data aktuell in 36 europäischen Ländern. Im Fokus steht dabei, wie zugänglich, nutzbar und wiederverwendbar öffentliche Daten bereitgestellt werden. Im aktuellen Ranking erreicht Deutschland bei der Open-Data-Reife 87,7 Punkte und belegt damit Platz 16. Gegenüber 2024, als Deutschland mit 76,4 Punkten noch auf dem 21. Platz lag, ist dies ein klarer Fortschritt. Bereits 2023 erreichte Deutschland 85 Punkte und Platz 15. Dies, so das Bundesverwaltungsamt (BVA), sei ein insgesamt positiver, wenn auch nicht linear verlaufender Trend.

Vernetzung und zentrale Ansprechstellen punkten

Besonders hohe Bewertungen erzielte Deutschland in den Kategorien Policy (93,0 Punkte) und Impact (93,1 Punkte). Den größten Punktezuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete neben dem Bereich Impact vor allem das nationale Open-Data-Portal GovData. Das von der FITKO betriebene Metadatenportal aggregiert Datensätze von Bund, Ländern und Kommunen und stellt sie zentral auffindbar bereit. Hervorgehoben wurden die Veranstaltungs- und Austauschformate des Kompetenzzentrums Open Data (CCOD), etwa die Fachforen und der Runde Tisch, die den Dialog zwischen Stakeholdern fördern. Das CCOD  ist im BVA angesiedelt. Und auch die verbindliche Einrichtung von Open-Data-Koordinationen in der Bundesverwaltung als zentrale Ansprechstellen für Open Data in den jeweiligen Behörden nennt der EU-Bericht explizit.

Es bleibt Einiges zu tun

Open Data gewinnt in Deutschland quantitativ deutlich an Bedeutung. Das zeigt etwa die stetig wachsende Zahl an Einträgen auf dem nationalen Metadatenportal GovData – im Februar 2026 sind es 146.239 Datensätze. Aber auch qualitativ ist die deutsche Verwaltung auf einem guten Weg. Entscheidend wird nun sein, gemeinsam weiterzuarbeiten, voneinander zu lernen und konsequent dranzubleiben, betont das BVA.

Zentrale Herausforderungen sind etwa eine stärkere Nutzung offener und maschinenlesbarer Dateiformate, die Qualität und Pflege von Metadaten, die regelmäßige Aktualisierung von Datensätzen sowie der Ausbau automatisierter Bereitstellungsprozesse. Als künftige Arbeitsschwerpunkte benennt das BVA die Etablierung technischer Standards, die Steigerung der Daten- und Metadatenqualität sowie eine weitere Optimierung von Veröffentlichungsprozessen.





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