BrandenburgStrafsachen ohne Medienbrüche

Benjamin Grimm, Minister der Justiz und für Digitalisierung in Brandenburg, sieht das Land in einer Vorreiterposition bei der Digitalisierung der Justiz.
(Bildquelle: Karoline Wolf)
In Brandenburg kann die Kommunikation zwischen Justiz und Polizei zukünftig ohne Medienbrüche stattfinden: Noch im Dezember 2025 hatte das Land die elektronische Akte in Strafsachen erfolgreich eingeführt. Wie das Justizministerium mitteilt, werden Strafanzeigen, elektronische Akten und andere relevante Informationen zwischen der Landespolizei und der Justiz nunmehr elektronisch übertragen – das ermöglicht die schnellere und effizientere Bearbeitung von Verfahren. Mit dem umfassenden Anschluss der Polizeidirektion West sei dieser Schritt jetzt abgeschlossen. Die digitale Vernetzung umfasse alle Ermittlungsvorgänge. Ab dem Moment der Aufnahme einer Strafanzeige würden diese nun bis zum Urteil und der Vollstreckung vollständig elektronisch bearbeitet. Hierfür setze das Polizeipräsidium auf Anwendungen aus dem Programm Polizei 20/20 (P20).
Meilenstein für die Brandenburger Strafverfolgung
„Gemeinsam mit dem Ministerium des Innern und für Kommunales haben wir es geschafft, die gesetzlichen Vorgaben zur Digitalisierung fristgerecht umzusetzen und den gesamten Prozess von der Strafanzeige bis zur Vollstreckung medienbruchfrei zu gestalten. Dieser Erfolg stärkt die Effizienz und Rechtsstaatlichkeit und ermöglicht es uns, den Bürgerinnen und Bürgern eine moderne, zukunftsfähige Justiz zu bieten“, sagte Benjamin Grimm, Brandenburgs Minister der Justiz und für Digitalisierung. Bei der Umsetzung dieses wichtigen Projekts hätten die Generalstaatsanwaltschaft, das Polizeipräsidium und der Zentrale IT-Dienstleister der Justiz hervorragendes Teamwork abgeliefert, betonte Grimm. Auch Innenminister René Wilke hob die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen seinem Ministerium und der Justiz hervor. Diese habe es „ermöglicht, die Prozesse zu optimieren und an die jeweiligen Bedürfnisse der Beteiligten anzupassen“. Brandenburg habe damit gesetzliche Vorgaben erfüllt und gleichzeitig praktische und zukunftsfähige Lösungen für eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen den Behörden geschaffen, betonte Wilke.
Pilotprojekt mit der Bundespolizei
Seit dem 1. Dezember 2025 wird außerdem für den Bereich des Flughafens Berlin-Brandenburg gemeinsam mit der Bundespolizei ein Pilotprojekt zur elektronischen Bearbeitung von Ermittlungsverfahren durchgeführt. Als eines der wenigen Bundesländer hat Brandenburg damit laut Ministeriumsangaben bereits einen Teilbereich der Bundespolizei in den digitalen Prozess integriert, was die Effizienz der Zusammenarbeit zwischen Landes- und Bundesbehörden weiter steigert. „Wir sind stolz darauf, mit der Bundespolizei in diesem Pilotprojekt zusammenzuarbeiten und den digitalen Austausch zu ermöglichen. Das ist ein weiterer Schritt, um Brandenburg als Vorreiter der digitalen Transformation zu positionieren“, so Minister Grimm.
Hessen: KI für die Justiz
[26.03.2026] Hessens Justizminister Christian Heinz berichtete im Landtag über den geplanten und schon erfolgenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Justiz. Noch für diese Legislaturperiode nahm der Minister die Entwicklung einer KI-Lösung für die Strafverfolgung in den Fokus. mehr...
Schleswig-Holstein: Eigene Digitalisierungsabteilung im Justizministerium
[19.03.2026] Im Ministerium für Justiz und Gesundheit des Landes Schleswig-Holstein wurde eine neue Abteilung geschaffen, die sich mit „Organisation und Digitalisierung“ befassen wird. Deren Leiter ist Hendrik Jensen, der über einschlägige Erfahrung als Richter wie auch im IT-Bereich verfügt. mehr...
Bremen: Investitionen in die digitale Justiz
[10.03.2026] Der Bremer Senat beschließt Investitionen in die Justiz: Rund eine Million Euro soll in Maßnahmen der Digitalisierung fließen. So wird die Beweismittelplattform erweitert, Gerichtssäle erhalten stationäre Videokonferenztechnik, und es entstehen speziell ausgestattete Prüfungsplätze für juristische E-Examina. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Weitere Entlastung der Justiz
[03.03.2026] Die Digitalisierung der Justiz ist oftmals mit einer hohen Belastung für die Beschäftigten verbunden. In Mecklenburg-Vorpommern werden Justizbedienstete an immer mehr Standorten vom unvermeidlichen Scannen eingehender Papierakten entlastet. Gleichzeitig ist „Outtasking Scannen“ ein Integrationsprojekt. mehr...
Sachsen-Anhalt: E-Akte für die Verwaltungsgerichte
[25.02.2026] Die Verwaltungsgerichte in Sachsen-Anhalt führen ihre Verfahren nun durchgängig digital. Zum Einsatz kommt eine Fachanwendung des e²-Verbundes, Dataport begleitete die Implementierung. Eine Ausweitung auf weitere Gerichtsbarkeiten ist bereits in Vorbereitung. mehr...
Hessen: KI-Tool für die Strafverfolgung
[03.02.2026] Hessen will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Strafverfolgung deutlich ausbauen. Das Justizministerium plant, den Staatsanwaltschaften bis zum Ende der Legislatur ein KI-Tool bereitzustellen, um große Datenmengen effizienter auszuwerten. mehr...
Brandenburg: Gerichtssäle fit für die E-Akte
[23.01.2026] Das Land Brandenburg hat das Großprojekt der Einführung der E-Akte bei allen Gerichten und Staatsanwaltschaften erfolgreich abgeschlossen – und denkt bereits an die nächsten Schritte. Die Hardware-Basisausstattung in den Gerichten soll nun schrittweise durch leistungsfähigere Technik ersetzt werden. mehr...
Schleswig-Holstein: Verhandlung bei leerem Gerichtssaal
[16.01.2026] Nach einer neuen Rechtsverordnung dürfen in Schleswig-Holstein ausgewählte Amtsgerichte erstmals vollständig virtuelle Videoverhandlungen erproben. Dabei sollen Erfahrungen für eine mögliche bundesweite Regelung gesammelt werden. mehr...
E-Akte: Justiz und Polizei arbeiten digital zusammen
[14.01.2026] In vielen Bundesländern wird die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz digitaler – und damit enger, effizienter und sicherer. So arbeiten seit Jahresbeginn Justiz und Polizei in Schleswig-Holstein digital. Und auch Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg haben die elektronische Akte eingeführt. mehr...
Bund/Länder: Justizcloud kommt
[08.01.2026] Für die Justiz in Bund und Ländern soll eine einheitliche Cloud aufgebaut werden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. Eine erste lauffähige Version soll bis Anfang 2027 zur Verfügung stehen. mehr...
Hessen: E-Akte in der Justiz eingeführt
[05.01.2026] In der hessischen Justiz ist die E-Akte zum Jahreswechsel 2025/2026 erfolgreich eingeführt. Die Umstellung wurde im laufenden Betrieb abgewickelt. Vorteile bieten sich dadurch auch für Bürgerinnen und Bürger. mehr...
Niedersachsen: Aufschub für die E-Akte in Bußgeldverfahren
[18.12.2025] Ab Januar 2026 müssen Gerichtsakten in Deutschland elektronisch geführt werden. Niedersachsen nutzt die bundesweite Opt-out-Regelung, um seinen Bußgeldbehörden ein Jahr länger die Papierakte zu erlauben. Eine neue Verordnung soll Verfahrenssicherheit sowie einen schrittweisen Übergang gewährleisten. mehr...
Sachsen: Meilensteine für die digitale Justiz
[11.12.2025] Der Freistaat Sachsen wird im Januar 2026 die elektronische Akte in allen Gerichten und Staatsanwaltschaften eingeführt haben – und nimmt dies zum Anlass, über dieses und weitere Digitalisierungsprojekte zu berichten, darunter auch KI-Tools. mehr...
Schleswig-Holstein: Justiz umfassend digitalisiert
[27.11.2025] In Schleswig-Holstein wird die gesamte Landesjustiz bis Ende dieses Jahres an die E-Akte angeschlossen sein. Den Weg der Digitalisierung der Justiz will das Bundesland auch künftig konsequent fortsetzen. mehr...












