Deutschland-Index Digitale Verwaltung 2025Brandenburg holt auf

[16.02.2026] Der Index Digitale Verwaltung des ÖFIT zeigt: Brandenburg ist im Jahr 2025 der Aufsteiger schlechthin. Punkten kann die Verwaltung insbesondere mit der sehr guten Benutzbarkeit ihres Angebots. Schwachpunkte bleiben die Basiskomponenten und das Angebot an Online-Verwaltungsleistungen.
Porträt von Dr. Benjamin Grimm

„Der Index zeigt deutlich, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Land und Kommunen Wirkung entfalten. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen und leistungsfähigen Verwaltung“, sagt Digitalminister Benjamin Grimm.

(Bildquelle: Karoline Wolf)

Der Deutschland-Index Digitalisierung des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) analysiert Status quo und Entwicklungen bei der Digitalisierung. Besonders zufrieden zeigt sich das Land Brandenburg: Wie das Ministerium der Justiz und für Digitalisierung (MJD) berichtet, zählt Brandenburg im Jahr 2025 zu den Aufsteigern im Länder-Ranking. Die Auswertung bescheinigt der brandenburgischen Verwaltung insbesondere einen sehr guten Zugang sowie eine hohe Benutzerfreundlichkeit der digitalen Verwaltungsangebote. Die positiven Ergebnisse spiegeln sich auch in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger wider: 61,4 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger stimmen der Aussage zu, dass viele Verwaltungsleistungen online beantragt werden können. Damit erreicht Brandenburg bundesweit den dritthöchsten Wert und verzeichnet zugleich die stärkste Steigerung aller Länder gegenüber dem Index 2023.

Platz 8 im Länderranking für die Verwaltungsdigitalisierung

Auch das Vertrauen in den Umgang der Verwaltung mit persönlichen Daten ist gemäß der ÖFIT-Untersuchung deutlich gewachsen. 72,3 Prozent der Befragten geben an, der Verwaltung bei der Datenhaltung zu vertrauen. Das entspricht dem vierthöchsten Wert im Ländervergleich und der größten Vertrauenszunahme aller Bundesländer seit der letzten Erhebung. Im Bereich des Ausbaus von Online-Verwaltungsleistungen zeigt sich eine überdurchschnittliche Dynamik. Im Mai 2025 standen in Brandenburg 204 Dienste nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG) flächendeckend zur Verfügung. Zwar liegt Brandenburg damit weiterhin im unteren Bereich des Ländervergleichs, jedoch wurden zwischen Mai 2023 und Mai 2025 77 neue Online-Dienste eingeführt – mehr als im bundesweiten Durchschnitt.

Basiskomponenten bleiben ein Schwachpunkt

Der Index macht aber auch deutlich, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Insbesondere bei der Nutzung digitaler Basiskomponenten wie Online-Bezahlfunktionen, elektronischer Identifizierung, digitalen Bescheiden, Servicekonten oder Chatbots liegt Brandenburg derzeit noch unter dem Länderdurchschnitt. Diese Komponenten sind jedoch entscheidend, um Medienbrüche zu vermeiden und Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten. Brandenburg wolle die flächendeckende Bereitstellung von Online-Verwaltungsleistungen und den Ausbau der Basiskomponenten konsequent weiter vorantreiben und die Digitalisierungsmaßnahmen gemeinsam mit den Kommunen vertiefen, heißt es vom MJD. „Die Ergebnisse sind Ansporn und Auftrag zugleich, den eingeschlagenen Weg konsequent, zielgerichtet und wirkungsvoll weiterzuverfolgen“, sagt Digitalminister Benjamin Grimm.





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